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August 2006
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Thuner Gemeinderat setzt sich für die Seespiele ein

Um die Thuner Seespiele langfristig zu sichern soll auch die Schaffung einer Spezialzone geprüft werden, gab Stadtpräsident Hans-Ueli von Allmen am Rande eines Empfanges der «Elisabeth»-Schauspieler im Rathaus bekannt.

Nach der Premiere vom 19. Juli 2006 waren bis Ende August weitere 32 Aufführungen des Musicals «Elisabeth» bewilligt. (Archivbild Dora Schmid-Zürcher)

Aufführungenvom Seit Beginn habe der Thuner Gemeinderat die Thuner Seespiele als grosse kulturelle und touristische Chance für Thun gesehen und den Anlass unterstützt, heisst es dazu in einer Medienmitteilung: «Die für die vergangene Saison geltenden Spielbeschränkungen hat er im Sinne eines Entgegenkommens gegenüber den Einsprechern, die sich über Lärm beklagen, verfügt – sonst hätte eine Nulllösung gedroht.» Der Gemeinderat hoffe nun auf eine Einigung: «Um die Seespiele langfristig zu sichern, wird die Schaffung einer Spezialzone geprüft.»

Dass der Thuner Gemeinderat die Thuner Seespiele seit ihren Anfangszeiten nach Kräften unterstützt habe, lasse sich belegen, verlautet im weiteren: Für ihre Aufführungen seit dem Jahr 2003 erhielten sie Dienstleistungen und Beiträge zwischen 190 000 Franken (2003) und 90 000 Franken (seit 2005), 2004 auch eine – nicht beanspruchte – Defizitgarantie. Zudem hätten die Veranstalter bezüglich Spielzeiten und Emissionen den gesetzlichen Spielraum ausschöpfen können und keine darüber hinausgehenden Auflagen erhalten: «Angesichts der dezidierten Sparbemühungen der Stadt mussten ab 2005 dann zwar auch die Seespiele einen Leistungsabbau seitens der Stadt hinnehmen; die gegenwärtige Unterstützung ist ihnen jedoch bereits auch für 2007 zugesichert worden.»

In der Öffentlichkeit teilweise missverstanden worden seien danach jedoch die Auflagen des Gemeinderates zu den diesjährigen Spielzeiten, heisst es in der Medienmitteilung: «Sie erfolgten vor dem Hintergrund der Lärmklagen, die fünf Anwohner seit der ersten Spielsaison an den Regierungsstatthalter und an den Gemeinderat gerichtet hatten. Für die Spielsaison 2006 verlangten sie drastische Einschränkungen. Um keinesfalls zu riskieren, dass wegen hängiger Verfahren im Sommer 2006 gar nicht gespielt werden könnte, verfügte der Gemeinderat Auflagen, die den Einsprechern in einigen Punkten entgegenkamen. Allerdings reichten sie ihrerseits wiederum gegen einzelne Bestimmungen Beschwerde ein. Der Entscheid der kantonalen Polizei- und Militärdirektion zu den hängigen Verfahren soll bekanntlich Ende Oktober fallen.»

Der Gemeinderat werde sich weiterhin voll und ganz für das Weiterbestehen und den Verbleib der Thuner Seespiele einsetzen, wird in der Medienmitteilung versichert. Die Seespiele stellten «einen für die breite Bevölkerung hochattraktiven, weit über die Region hinausstrahlenden Anlass mit hervorragender touristischer und kultureller Werbewirkung für Thun dar.» Jedes Jahr erlebten 70 000 Menschen dank den Seespielen erstklassige Unterhaltung vor einer eindrücklichen Landschaftskulisse: «Der Gemeinderat hofft daher, dass die Einsprecher sich gegenüber den letzte Woche formulierten Bedingungen der Seespiele gesprächsbereit zeigen werden.» Um die Aufführungen der Thuner Seespiele auch langfristig zu sichern, lasse der Gemeinderat eine spezielle Zone für diesen Anlass prüfen: «Diese könnte auch die noch offene Frage der Baubewilligungspflicht im Sinne der Seespiele lösen.»

Zum Abschluss der Spielsaison 2006 – siehe auch Premierenbericht vom Donnerstag 20. Juli 2006 – empfing der Gemeinderat am Dienstag 35 Darsteller des Musicals «Elisabeth» im Rathaus. Stadtpräsident Hans-Ueli von Allmen legte ihnen bei dieser Gelegenheit laut Medienmitteilung dar, dass die Stadtregierung die Seespiele als hochwillkommenen, für Thun enorm wichtigen Anlass nach Kräften unterstütze.
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