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Thun: Hochwasserschäden am Aarelauf und an zwei Bächen werden behoben |
| Zur Behebung von Schäden durch das Hochwasser vom August 2005 hat der Thuner Gemeinderat drei Kredite in der Höhe von insgesamt 1,89 Millionen Franken bewilligt. Eingesetzt werden sie zur Sanierung der Aare (880 000 Franken), des Chratzbaches (705 000 Franken) und eines seitlichen Zuflusses zum Cholerenbach (305 000 Franken) |
sth/bns. Die Schäden am Aarelauf sind mit Ausnahme der über eine Länge von rund 30 Meter eingestürzten Ufermauer unterhalb des Schwäbisbades fast unsichtbar. Aufgrund der während des Hochwassers sehr hohen Fliessgeschwindigkeit der Aare wurden Ufermauern unter- und hinterspült, und die Flusssohle wurde an einzelnen Stellen um über ein Meter abgetragen. Um Folgeschäden zu vermeiden, müssen die durch Unterwasseraufnahmen festgestellten Schäden möglichst rasch behoben werden. Die Bauarbeiten für die Wiederherstellung der Aaremauer im Schwäbis sollen bereits im Verlaufe des Monats März aufgenommen werden. So kann der tiefe Wasserstand genutzt werden.
Schäden durch Hangrutschungen
Am Chratzbach oberhalb des Lauenenquartiers und an einem Zufluss zum Cholerenbach, der zwischen Thun-Goldiwil und Heiligenschwendi die Thuner Gemeindegrenze bildet, müssen die Folgeschäden von Hangrutschungen behoben werden. Seitliche Verbauungen an den Bachufern und Holzschwellen im Bachbett müssen ersetzt oder erneuert werden. Diese mehrmonatigen Arbeiten werden voraussichtlich ab April dieses Jahres ausgeführt. Um Subventionen zu erhalten, hat die Stadt die Sanierungsarbeiten beim Kanton angemeldet. Es kann mit Beiträgen von etwa zwei Drittel der Gesamtkosten gerechnet werden.
18 Abschnitte des Abwasser-Kanalisationsnetzes werden saniert
Der Thuner Gemeinderat hat einen Kredit in der Höhe von 880 000 Franken zur Sanierung von 18 Abschnitten des Abwasser-Kanalisationsnetzes gesprochen. Auf einer Länge von rund 300 Metern der insgesamt 3,3 Kilometer Leitungen, die nach einer Benutzungszeit von 50 bis 60 Jahren instand gesetzt werden müssen, werden neue Betonröhren eingebaut. Für die andern Abschnitte wird in einem sogenannten Inlining-Verfahren eine Innenbeschichtung aufgetragen. Hier sind die Betonrohre stark ausgewaschen, haben Risse und weisen undichte Muffen auf. Das Inlining hat den Vorteil, dass die Leitungen nicht ausgewechselt werden müssen, keine Strassenaufbrüche notwendig sind und daher weniger Kosten entstehen. |
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