| Patent Ochsner mit «Liebi, Tod & Tüüfu»
am 24. März in Spiez |
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| Die Mundartrockband Patent Ochsner präsentiert am Freitag 24. März 2006 im Lötschbergsaal Spiez mit «Liebi, Tod & Tüüfu» auf ihrer Schweizer Tour die letzte Show im Berner Oberland. |
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pd/bns. Seit November 2005 ist die Band wieder unterwegs. Die bisherigen Konzerte waren alle restlos und Monate voraus ausverkauft. Das im letzten Herbst veröffentlichte sechste Studioalbum «Liebi, Tod & Tüüfu» wurde mit Platin ausgezeichnet.
Patent Ochsner haben Bestand: Wieder mit dabei sind Monic Mathys am Bass, Andi Hug am Schlagzeug, Christian Brantschen an den Tasten, Pascal Steiner an Tasten und Blasinstrumenten, Menk Grossniklaus am Sax, an der Gitarre Disu Gmünder und natürlich Songschreiber und Sänger Büne Huber an Piano und Gitarre. Neu mit dabei ist Daniel Woodtli, Trompete. (Bild zvg)
Die Geschichte ist bekannt: Die Gruppe mit dem Kehrichtkübelnamen zauberte im Jahr 1991 mit den Hits «Bälpmoos» und «Scharlachrot» unerhört neue Klangfarben an den Schweizer Liederhimmel. Büne Hubers blumiges Berndeutsch ging ans Herz, das Repertoire zwischen Heilsarmeegebläse und Emmentalromantik, zwischen Männerchor und Rock ’n’ Roll, zwischen sarkastischem Song, charmantem Chanson und säuselndem Soul liess niemanden kalt. Was folgte, ist Schweizer Musikgeschichte: Für alle Studioalben erhielten Patent Ochsner die Platinauszeichnung: «Schlachtplatte» (1991), «Fischer» (1993), «Gmües» (1994), «Stella Nera» (1997), «Trybguet» (2003) und im Jahr 1998 gab es für über 30 000 Exemplare des Live-Albums «Wildbolz & Süsstrunk» eine Goldene Schallplatte.Dank weltmusikalischer Brillanz überschritt die Band mit Konzerten im Welschland, in Frankreich, Deutschland, Österreich und Madagaskar behende die Sprachgrenzen, dank interdisziplinärem Flair überschritt sie die Grenzen der Popmusik: Erfolgreich wirkten Patent Ochsner im Jahr 1998 am Zürcher Neumarkt-Theater an einer Neufassung der «Schwarzen Spinne» mit. Sie landeten mit einem grossen Openair mit Gästen aus aller Welt dort, von wo es sie einst «furtgspickt» hatte, auf dem Regionalflughafen Belpmoos. Danach war Pause. Zeit für eigene Projekte. Bilanz. Neuorientierung. Büne Huber veröffentlichte 2001 erfolgreich seine Solo-Platte «Honigmelonemond». 2002 kehrten Patent Ochsner auf die Bühnen zurück. Eine restlos ausverkaufte Tournee zeigte: Patent Ochsner sind wieder da! Die Live-Tour 2002/2003 war die erfolgreichste ihrer Bandgeschichte. 2004 erlag Huber aufs Neue seiner chronischen Sehnsucht: Fernweh.
Neue Songs entstanden unterwegs, irgendwo zwischen Bern, Südfrankreich, Korsika, Italien und Tokyo. Büne Huber hat seinem Herzen freien Lauf gelassen. Biografisches vermischt sich mit Erstunkenem und Erlogenem, mit Aufgeschnapptem und längst Vergessenem. Die Songs sind Blitzlichter, Momentaufnahmen, Polaroidfotos gleich, die einem immer ein wenig zweifeln lassen: Wie wahr ist die Wahrnehmung wirklich? Huber stellt sich aus, poltert los, ergibt sich der Zärtlichkeit, wird masslos, um im nächsten Song schon wieder das sinnlich Karge zu portieren. Ungebremst und ungefiltert sind Skizzen entstanden. Skizzen sollten es bleiben. Genauso, wie die Songs entstanden, wollte er sie klingen lassen. Sie sollen die Reinheit der Idee zeigen. Die Klarheit des ersten Gedankens.
Für die Vor-Produktion hat Huber alle Songs zu Hause im Wohnzimmer selber eingespielt. Kinder- Drum, Bass, Saiteninstrumente, Klavier und Stimme und Haushaltsgerät. Das war die Grundlage.Gemeinsame Proben mit der Band fanden nicht statt. Im Studio wurden die Songs kurz durchgespielt, der Sound gecheckt und sofort aufgenommen. Die Grundsubstanz war auf Band. Das Haus gebaut. Später wurde, nach bester Heimwerkler-Manier, hier noch etwas beigefügt und da noch etwas weggelassen ...
Geschrieben ist ein weiteres, spannendes und vielfarbiges Kapitel der Ochsner-Geschichte. Die Sensationen des Alltages wurden mit dem Charme des Unvollkommen und dem Mut zu tiefen Gefühlen zu musikalischen Perlen veredelt. Huber und seine Truppe sind leidenschaftliche Landstreicher und verspielte Müssiggänger. Und sie sind gut unterwegs. So gut, dass man sich wünscht, sie mögen noch lange unterwegs sein. Oder noch besser: Sie mögen niemals ankommen. Andi Hug, der Schlagwerker der Band, zeichnet als Produzent. Zusammen mit Huber hat er mit den Bandmitgliedern die Songs im Dachstock einer alten Filzfabrik, dem Ochsnerübungsraum, aufgenommen. Gemischt wurde in der Nähe von Rom im Studio des Cantautores und Freundes der Band, Mimmo Locasciulli.
Patent Ochsner: «Liebi, Tod & Tüüfu». Lötschbergsaal Spiez. Freitag 24. März 2006, 21 Uhr (Türöffnung 20 Uhr). Vorverkauf: Tourismus-Informationscenter Spiez oder www.ticketcorner.ch / Informationen unter www.musicline.ch oder www.patentochsner.ch / Abendkasse: Es hat noch genügend Tickets
an der Abendkasse, Telefon 078 843 69 00 gibt Auskunft.
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