|
Martin Imhof neuer Präsident des SAC Interlaken
Präsidentenwechsel nach 13 Jahren, zwei neue Vorstandsmitglieder, unveränderter Mitgliederzuwachs und interessante Touren das ganze Jahren hindurch: Die Hauptversammlung der Sektion Interlaken des Schweizer Alpenclubs (SAC) vereinte rund 200 Mitglieder des aktiven und breitgefächerten Vereins.
Übergabe des Präsidium von David-André Beeler (links) an Tino Imhof (rechts). (Bild zvg)
eing. Der SAC Interlaken gehört seit 133 Jahren zur Region Interlaken. Trotz des Alters präsentiert sich der Verein aktiv und mit jugendlicher Frische. Die Mitgliederzahlen stiegen auch im Vereinsjahr 2005 wieder an und erreichten den Stand von rund 950. Vor zehn Jahren waren es noch knapp 600. Der SAC bietet ein vielfältiges Programm für jung und alt, für Sonntagsalpinisten und für die so genannten „Jeudisten“, die jeden Donnerstag zur Tour ausrücken. Der Nachwuchs wird von J+S unterstützt und trifft sich in der Jugendorganisation (JO). In den Jahresberichten der verschiedenen Ressortchefs kam die Vielfalt der Tätigkeiten zum Ausdruck. Kletter- und Hochtourenwochen gehörten 2005 ebenso dazu wie eine grosse Zahl an Eintages- und Wochenendangeboten. Eher gesellschaftliche Anlässe wie Fondue- und Suurchabisabend, Altjahrshöck und Diavorträge runden auch im neuen Klubjahr 2006 die eigentliche alpinistische Tätigkeit ab. Mit Genugtuung konnte der abtretende Präsident David-André Beeler erwähnen, dass sich nach wie vor eine grosse Zahl Mitglieder aktiv für den Verein engagieren. Zu diesem persönlichen Einsatz gehören beispielsweise die Leitung von Touren, Arbeiten in den Hütten Guggi, Rottal, Bohl und Wintrösch und die nötigen aber vielfach verkannten Hintergrundtätigkeiten. Ohne gut geführte Kasse, ohne zuverlässiges Sekretariat und ohne initiative Klubredaktion läuft auch im SAC Interlaken wenig.
Der SAC Interlaken erbringt aber auch Leistungen zugunsten der Oeffentlichkeit. Die Angehörigen der SAC-Rettungsstation sind ehrenamtlich rund um die Uhr auf Pikett. Von 18 Rettungseinsätze galten deren 15 verunfallten Gleitschirmpiloten. Die Leistungen der Retter müssten eigentlich die Gemeinden erbringen. Diese zahlen im Sinne einer Abgeltung rund 20 Rappen pro Einwohner an den SAC Interlaken.
Mit symbolischen Präsenten und Applaus dankten die SAC-ler den zurücktretenden Vorstandsmitgliedern Willy Heutschi, Käthi Oechslin und Beatrice Winter und dem Präsidenten David-André Beeler. Während Willy Heutschi während 20 Jahren für die Bibliothek und das Archiv zuständig war, sorgte Käthi Oechslin während 5 Jahren als Redaktorin für 19 Ausgaben der Klubnachrichten und Beatrice Winter stellte ebenfalls während 5 Jahren das Sekretariat sicher.
Neuer Klubpräsident wird der gebürtige Walliser Martin Imhof. Dieser wohnt seit längerem auf dem Bödeli und konnte sich während eines Jahres einarbeiten. Ebenfalls neu in den Vorstand gewählt wurden Andreas Held und Sonja Schmidt-Mathis.
Mit launigen Worten wies der scheidende Präsident darauf hin, dass je nach Zählung seit 25 oder 27 Jahren Frauen in der Sektion willkommen sind. Was vor einem Vierteljahrhundert noch für Diskussionen sorgte, ist heute selbstverständlich. Der Frauenanteil in der Sektion erreicht übrigens bereits den vom Zentralverband angestrebten Drittel. Zum Schluss seines Präsidium und der 132. Hauptversammlung dankte Beeler dem Hotelierehepaar Hanni und Ruedi Bieri für dessen langjährige Gastfreundschaft. Die beiden bieten dem aktiven Verein Heimatrecht. Die Kameradschaft wurde im zweiten Teil des Abends gepflegt, mit Fortsetzung auf dem Katerbummel vom Sonntag und dem traditionellen Mehlsuppenkongress in der Bohlhütte in Habkern.
|