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| Restaurierung der Kirchenbücher: Geschenk aus Hünibach |
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| Unerwarteter Beitrag zur Pflege und zum Schutz der Kulturgüter, eine der Hauptaufgaben des bernischen Staatsarchivs: Der pensionierte Lehrer Adrian Kurzen aus Hünibach schenkt dem Staatsarchiv 100 000 Franken, um die Kirchenbücher restaurieren zu können. Bei seinen historischen Forschungen hatte Kurzen während Jahren die Kirchenbücher von Adelboden benutzt und dabei festgestellt, dass diese wichtigen Dokumente wieder instandgestellt werden sollten. |
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aid/bns. Als Kirchenbücher werden laut einer Medienmitteilung die Tauf-, Ehe- und Totenrödel bezeichnet, die im Auftrag des Staates seit der Reformation bis zur Einführung des modernen Zivilstandsregisters im Jahr 1875 von den Pfarrern geführt wurden. «Es handelt sich gewissermassen um ein Gesamtverzeichnis aller Berner», lässt sich Staatsarchivar Peter Martig zitieren: «Wir sind völlig überrascht und überwältigt. So etwas widerfährt uns in einem Jahrhundert nur einmal.» Dieses unerwartete Geschenk gebe dem Staatsarchiv des Kantons Bern nun die Möglichkeit, jetzt schon mit der Restaurierung dieser unschätzbaren Originaldokumente zu beginnen.
Bis in die neunziger Jahre wurden nach Angaben des Staatsarchivs die Kirchenbücher auf den Zivilstandsämtern der einzelnen Gemeinden aufbewahrt. «Der sehr unterschiedliche Erhaltungszustand dieser Rödel war einer der Gründe, weshalb der Grosse Rat des Kantons Bern die Zusammenführung der Kirchenbücher im Staatsarchiv anordnete.» Als erste Schutzmassnahme seien die Kirchenbücher vom Staatsarchiv auf Mikrofilme kopiert worden. Damit hätten die Originaldokumente dem täglichen Gebrauch entzogen werden konnten. Das Staatsarchiv hüte zurzeit über 20 Kilometer Archivalien und jedes Jahr würden es mehr. Peter Martig: «Da müssen wir auch bei der Arbeit unseres Restaurierungsateliers klare Prioritäten setzen; dank der grosszügigen Schenkung von Adrian Kurzen können wir nun die Restaurierung der Kirchenbücher vorziehen.» |
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