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| Das Modell des nun abgelehnten Sport- und Einkaufszentrums. Projektiert waren ein leicht abgesenktes Fussballstadion, Leichtathletikanlagen, Rasenspielfelder und ein Einkaufszentrum. (Bildmaterial Abstimmungsbotschaft) |
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Projekt Sportzentrum in Thun-Süd klar abgelehnt
Mit 63,03 Prozent Nein-Stimmen haben die Thuner Stimmberechtigten das Projekt für ein Sportzentrum in Thun-Süd abgelehnt: 10 696 Nein- standen laut einer Medienmitteilung 6273 Ja-Stimmen gegenüber. Die Stimmbeteiligung lag bei 56,.86 Prozent. 88,3 Prozent aller Stimmen wurden brieflich abgegeben.
sth/bns.Alle vier Beschlüsse – ein Landabtauschgeschäft, ein Baukredit für die Sportanlagen, ein Kredit für die Pacht von Rasenspielfeldern sowie die Veräusserung eines Teils des eingetauschten Landes an den künftigen Investor zum Bau eines Einkaufszentrums – wurden laut Abstimmungsbotschaft des Stadtrates zusammen als eine Frage vorgelegt, da sie eng miteinander verknüpft seien und ein einzelner Beschluss ohne die anderen für das Projekt Sportzentrum in Thun-Süd nicht denkbar wäre.
– Zum Landabtausch: Da das Land in Thun-Süd heute noch der Burgergemeinde Thun gehöre, hatten die Stimmberechtigten über einen Landabtausch, der das Areal der Stadt Thun übertragen hätte zu befinden. Die Stadt Thun hätte der Burgergemeinde Bauland im Bostudenquartier und auf der Burgerallmend gegeben und dafür eine wertgleiche grössere Fläche in Thun-Süd erhalten. Hier war vorgesehen, die Sportanlagen (Fussballstadion, Leichtathletikanlagen, Rasenspielfelder) und ein Einkaufszentrum zu erstellen. Nach Angaben in der Abstimmungsbotschaft hätte ein Tauschwert von je 12 851 800 Franken gegolten. Die Burgergemeinde habe dem Landabtausch bereits im Dezember 2003 zugestimmt.
| – Zu den beiden Kreditbeschlüssen: Der beantragte Verpflichtungskredit betrug laut Abstimmungsbotschaft ohne Landanteil für die gesamten Sportanlagen 40 Millionen Franken. Die Stimmberechtigten hatten zudem über einen jährlichen Pachtzins von 22 917 Franken an die Burgergemeinde für die Trainingsfelder zu befinden. |
| – Zum Landverkauf: Eine Teilfläche von 40 000 Quadratmeter des eingetauschten Landes auf der Burgerallmend hätte laut Abstimmungsbotschaft dem Investor für die Erstellung des Einkaufszentrums zum Preis von mindestens acht Millionen Franken veräussert und das Einkaufszentrum vollständig durch private Investoren finanziert werden sollen. |
Die Abgabe von Bauland für das Einkaufszentrum und die künftigen Bauten auf dem Lachenareal sowie erwartete Beiträge Dritter (Bund, Kanton, Private) hätten laut Abstimmungsbotschaft der Stadt Thun Einnahmen in der Grössenordnung von 45,76 Millionen Franken (bei Bruttoausgaben von 55,41 Millionen Franken) bringen sollen. Die restlichen 9,65 Millionen Franken wären aus laufenden Mitteln oder Darlehen von der Stadt aufzubringen gewesen. Der Anteil der öffentlichen Hand an den Investitionskosten für das Sportzentrum wurde mit 98,2 und der Anteil Privater mit 1,8 Prozent angegeben. Die Gemeinde Thun allein hätte mit 87,4 Prozent den grössten Teil der Kosten zu tragen gehabt.
Grosse Enttäuschung beim FC Thun: «Schallende Ohrfeige»
Für den FC Thun bedeutet das Abstimmungsergebnis, dass es kein neues Stadion gibt. FC-Thun-Präsident Kurt Weder zeigte sich laut einer Medienmitteilung nach dem klaren Verdikt entsprechend enttäuscht: «Für die Stadt Thun und die Fussballregion Thun ist dieses deutliche Resultat eine schallende Ohrfeige.» Der FC Thun habe mit einem knapperen Resultat gerechnet, aber das Ergebnis zeige, dass das Projekt wohl als ganzes zu komplex gewesen sei: . «Es ging letztlich weniger um die Frage eines neuen Stadtions als vielmehr um die Zukunftsnutzung des Lachenareals.» Für den FC Thun sei dieser Volksentscheid ein herber Rückschlag in bezug auf seine Zukunftsplanung. Im Nachgang zur erfolgreichen Saison 2005 mit der Qualifikation für die Gruppenspiele der Uefa-Champions-League, welche in Thun, im Berner Oberland und überhaupt in der Schweiz einen wahren Fussballrausch ausgelöst habe, sei dieser klare Entscheid gegen ein neues Stadion nun ein ganz harter Schlag und zeige einmal mehr wie schnellebig das Fussballgeschäft sei, heisst es in der Medienmitteilung: Kurt Weder: «Wir sind bitter enttäuscht!»
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