Soroptimist Club Interlaken: Wer und was ist das?
Wer und was ist der Soroptimist Club Interlaken? Die Antwort gab Präsidentin Elsbeth Abegglen am Lunch des Lions Clubs.
eai. Mit herzlichem Dank und viel Freude kam die Präsidentin des Soroptimist Club Interlaken der Einladung des Lions Club Interlaken nach, an deren Freitagslunch im Hotel Restaurant Stella in Interlaken teilzunehmen und in einem Kurzreferat ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen und den Klub vorzustellen.
Soroptimist International (SI) ist der weltweit grösste Serviceklub qualifizierter berufstätiger Frauen. Schon der Name selbst spricht für sich. Soroptimist ist eine lateinische Wortverbindung, bestehend aus Soror = Schwestern / Frauen und Optima = das Optimale. Etwas freier übersetzt: Frauen, die das Beste wollen. Die Ziele sind genau definiert, nämlich: 1. Menschenrechte für alle 2. Die Wahrung hoher ethischer Werte. 3. Gleichberechtigung, Entwicklung und Frieden. 4. Förderung der Stellung der Frau.
Die Organisation von (Soroptimist International) besteht aus vier Föderationen: Amerika, Europa, Südwestpazifik und Grossbritanien/Irland. Die einzelnen Länder in den Föderationen bilden sogenannte Unionen. Als Beispiel sei hier die Schweizer Union genannt, welche aus 53 Klubs (1750 Frauen) besteht und die natürlich der europäischen Föderation angehört, welche 1165 Klubs in 64 Ländern mit 33 400 Mitglieder umfasst.
Der allererste Klub wurde 1921 in Kalifornien gegründet. Im Jahr 1930 dann hat Genf den ersten Schweizer Klub ins Leben gerufen. Das Klublogo, das in den Farben Blau (für Treue und Standhaftigkeit) und Gold (für Tugend und Intelligenz) gehalten ist zeigt eine Frau mit erhobenen Armen, was Freiheit und Verantwortung, aber auch Verfügbarkeit für die Mitmenschen bedeutet. Die Sonnenstrahlen rundum symbolisieren eine strahlende, leuchtende Zukunft oder schlicht den neuen Tag. Eichenlaub (Kraft, Stärke, Wachstum) und Lorbeer (Aufstieg, Erfolg, Sieg) runden das Ganze ab.
Verschiedene Projekte
Alle zwei Jahre laufen bestimmte Projekte von der Union her, die die einzelnen Klubs teilweise oder auch alle übernehmen können. Im Moment sind dies die Förderung der schweizerischen Interessengemeinschaft für interkulturelles Übersetzen und Vermitteln, weiter Solidarität mit den afrikanischen Freundinnen und der Union Madagaskar. Als drittes und letztes Unionsprojekt schliesslich «Lesen und schreiben – es ist nie zu spät!» Dieses ist gleichzeitig auch das Hauptprojekt vom Klub Interlaken. Seit gut einem Jahr unterstützt er den Verein Lesen und Schreiben Bern / Berner Oberland mit einem jährlichen Beitrag in seiner Arbeit. Wenn man bedenkt, dass neun Prozent der Schweizer Bevölkerung erhebliche Schwierigkeiten haben beim Lesen und Schreiben, ist dies ein sehr sinnvolles Projekt. Natürlich hat sich der Klub auch sehr engagiert zur Hochwasserproblematik vom vergangenen August.
Meetings, Aktionen und Klubmitgliedschaft
Jeden dritten Donnerstag im Monat treffen sich die knapp 30 Mitglieder zum regulären Vereinsmeeting. Zwischendurch gibt es auch organisierte Mittagslunchs. Die Meetings sind gekennzeichnet von verschiedenen Themen, wie Lesungen, Vorträge, Besuche von Ateliers, Ausflüge und vielem mehr. Gemeinsame Aktionen wie Weihnachts- oder Flohmärt, Vereinsinterne Lottoabende, Dinner at Home, «Goodwillkässeli» und natürlich der Mitgliederbeitrag sorgen für die nötigen Einnahmen, damit die verschiedenen Projekte durchgeführt werden können.
Das einstimmige Ja des gesamten Klubs entscheidet über die Mitgliedschaft bei SI. Zwei Patinnen (Klubmitglieder) stehen hinter dem Aufnahmegesuch. Sie führen das «Gottenkind» auch ein in das Klubgeschehen sowie in die Rechte und Pflichten. Die Aufnahme geschieht in feierlichem Rahmen. Es sei hier noch erwähnt, dass jeder Beruf grundsätzlich einmal vertreten sein kann innerhalb eines Klubs, allerdings darf nach zehn Jahren ein weiteres Mitglied mit gleicher Tätigkeit aufgenommen werden. Die Vorstandschargen wechseln alle zwei Jahre.
Zusammenarbeit mit anderen Serviceklubs
Auf Initiative von Lions, Kiwanis und Rotariern ist seit kurzer Zeit das Bestreben erwacht, grössere Projekte miteinander anzugehen. Eingebunden werden neben den bereits genannten auch Round Table und Inner Wheel (die Rotarierinnen). Mit viel Herzblut engagieren sich die zuständigen Vereinsmitglieder für diese wertvolle Zusammenarbeit von
Lions, Kiwanis, Rotarier, Round Table, Inner Wheel und Soroptimistinnen.
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