«Chance BeO»:Volkswirtschaftskammer lanciert Imagestudie
«Chance BeO» ist ein Projekt der Volkswirtschaftskammer Berner Oberland zur wirtschaftlichen und kulturellen Förderung des Standortes. Als einer der ersten Schritte für den Aufbau eines Standortmarketings wurde eine Imagestudie in Auftrag gegeben. Studenten der Uni Bern befragen Touristen, Bevölkerung und Unternehmen innerhalb und ausserhalb des Berner Oberlandes.
pd/bns. «Was gefällt Ihnen besonders gut im Berner Oberland?» oder «Wenn das Berner Oberland eine Person wäre, wie würden Sie diese charakterisieren?». Solche und eine Reihe weiterer Fragen stellen laut einer Medienmitteilung Studenten der Universität Bern den Touristen aus dem Berner Oberland aber auch Leuten, die (noch) nicht ins Berner Oberland fahren. Von diesen will man dann erfahren, warum sie gerade eine andere Feriendestination vorziehen. Die Studie wurde im Rahmen des Projektes «Chance BeO» von der Volkswirtschaftskammer Berner Oberland (VWK) in Auftrag gegeben. Das Institut für Marketing und Unternehmensführung unter der Leitung von Harley Krohmer führt die umfassende Studie durch, welche durch den Kanton Bern finanziert wird. «Die Studie soll eine Standortanalyse darstellen. Wir erwarten ein klares Stärken/Schwächen- und ein aussagekräftiges Chance/Gefahrenprofil», lässt sich Norbert Riesen, Direktor der VWK, in einer Medienmitteilung zitieren: «Erst wenn wir unser Image genau kennen, wird definitiv klar, wo wir ansetzen müssen, um konkrete Massnahmen umzusetzen.»
Unternehmen und Bevölkerung werden befragt
Neben dem Bereich Tourismus, der ja bekanntlich der wichtigste Erwerbszweig im Berner Oberland darstelle, würden auch andere Unternehmen mit in die Studie einbezogen, verlautet im weiteren. Unternehmen, die bereits im Berner Oberland angesiedelt seien, würden unter anderem gefragt, wie sie die Arbeitsplatzsituation, Infrastruktur und Steuerbelastung beurteilen. Das Ziel des Standortmarketings von «Chance BeO» sei es, auch neue Unternehmen ins Berner Oberland zu locken. Deshalb werde auch bei potentiellen Firmen nachgeforscht, welche Standortvorteile für eine allfällige Ansiedlung im Berner Oberland für sie ausschlaggebend wären: «Natürlich wird auch bei der Bevölkerung nachgefragt, wie sie die Lebensqualität im Berner Oberland beurteilen; Fragen zur Wohn- und Arbeitsplatzsituation, zur Steuerbelastung und Infrastruktur sind da die zentralen Punkte in der Befragung.» Auch Meinungen von Leuten ausserhalb des Berner Oberlandes seien für die Studie relevant. Bei diesen werde ermittelt, was ihnen so spontan zum Berner Oberland einfalle.
Studie wird im Mai präsentiert
Sobald die Befragungen abgeschlossen sind, wird nach VWK-Angaben das Institut für Marketing und Unternehmungsführung die Antworten auswerten, aufbereiten und die Ergebnisse präsentieren: «Am traditionellen Wirtschaftsapéro der VWK, am 16. Mai 2006, der dieses Jahr in Spiez stattfindet, werden die Resultate den Wirtschaftsvertretern, Politikern und den Medien vorgestellt.»
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