KWO-Apéro: «Gemeinsinn in der Region stärken»
An die hundert Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Tourismus und Gesellschaft haben sich am Hauptsitz der Kraftwerke Oberhasli AG (KWO) in Innertkirchen beim KWO-Apéro vom 26. Januar über die neuesten Projekte orientieren lassen.
Mit «KWO plus» soll ein Wassernutzungssystem – unser Bild zeigt die Staumauer Spittellamm beim Grimselhospiz – erneuert und saniert werden, dessen Anfänge aus den 1920er Jahren stammen. Kernelement des seit dem Jahr 2002 laufenden Investitionsprogramms «KWO plus» ist eine Erhöhung der beiden Staumauern des Grimselsees um 23 Meter. (Archivbild: Peter Schmid)
pd/bns. Für das Investitionsprogramm «KWO plus» durfte laut einer Medienmitteilung KWO-Direktor Gianni Biasiutti am KWO-Apéro eine breite Unterstützung entgegennehmen: «Mit diesem Treffen wollen wir den Gemeinsinn in der Region stärken», erklärte Biasiutti am diesjährigen Neujahrsapéro. Biasiutti in einem kurzen Rückblick auf das vergangene Jahr: «Wir haben sehr viel Positives erlebt.» Die Baueingabe zur Vergrösserung des Grimselsees, ein Teil des Investitionsprogramms «KWO plus» habe enorm viele positive Reaktionen ausgelöst. Bei dieser Gelegenheit dankte der KWO-Direktor den Anwesenden für diese Unterstütztung, wies aber auch darauf hin, dass über 200 Einsprachen eingegangen seien: «Viele werfen uns vor, wir zerstören die Umwelt an der Grimsel!» Dabei appellierte Biasiutti laut der Medienmitteilung an die Verhältnismässigkeit. Die Vergrösserung des Grimselsees sei ein Projekt von nationaler Bedeutung: «Wer das Projekt ganzheitlich betrachtet, für den sind die 46 Arven und die 3000 Quadratmeter Moorfläche – etwa gleich viel wie fünf Bauparzellen für Einfamilienhäuser – die bei der Seevergrösserung betroffen wären, kein so grosser Verlust wie einzelne behaupten.» Dabei erinnerte Gianni Biasiutti an die umfassenden Ausgleichsmassnahmen der KWO: Die KWO sei in der glücklichen Lage, ein Kerngeschäft zu führen, das es erlaube, unternehmerischen Erfolg zu haben, initiativer Partner zur Förderung der Lebensqualität im Oberhasli zu sein und sich wesentlich zur Pflege der Umwelt engagieren zu können. Als Kernelement des seit dem Jahr 2002 laufenden Investitionsprogramms «KWO plus» enthält das im letzten Herbst eingereichte Baugesuch – siehe auch Baugesuch zur Vergrösserung des Grimselsees eingereicht vom Montag 17. Oktober 2005 – eine Erhöhung der beiden Staumauern des Grimselsees um 23 Meter. Vom Grimselnollen zum südlichen Ufer soll wegen der neuen Linienführung der Passstrasse eine Schrägseilbrücke mit 350 Meter Spannweite über den Grimselsee gebaut werden. Die budgetierten Investitionskosten für die Staumauererhöhung betragen nach Angaben der Kraftwerke Oberhasli AG (KWO) 210 Millionen Franken.
«Klarheit geschaffen»
In der anschliessenden Diskussion melden sich laut Medienmitteilung unter anderem Regierungsstatthalterin Yvonne Kehrli zu Wort: «Sie dankte der KWO dafür, dass sie mit der Einreichung des Baugesuches zur Grimselsee-Vergrösserung Klarheit geschaffen hat.» Nun gelte es grosszügig zu denken. Zu unserem wirtschaftlichen Umfeld gehörten nicht nur Interlaken, sondern auch die Wirtschaftsräume Bern, Luzern und Zürich. Sie hoffe deshalb, dass auch im Grimselgebiet architektonische Glanzleistungen wie die geplante Hängebrücke realisiert werden könnten und nicht nur in den Städten: «Wir wollen hier nicht zum Tunnelblick gezwungen werden.»
«Zukünftiges touristisches Wahrzeichen»
Marco Caluori, Tourismudirektor der Alpenregion, bedankte sich für diesen Anlass, «der den Gemeinsinn fördert». Nur mit Gemeinsinn könnten grosse Herausforderungen gemeistert werden. Die KWO sei neben dem Kerngeschäft auch im Tourismus ein lobenswertes Beispiel. Mit ihren touristischen Angeboten sei die KWO ein wichtiger Leistungsträger und engagiere sich auch innerhalb der Tourismusorganisation aktiv. Die geplante Grimselbrücke sehe er als zukünftiges touristisches Wahrzeichen für die «alpenregion.ch».
Nächste Projekte
Am KWO-Apéro informierte Gianni Biasiutti über verschiedene Projekte die in diesem Jahr angepackt werden sollen:
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Im Rahmen des Investitionsprogramm «KWO plus» soll im Sommer das Baugesuch für die Erweiterung des Kraftwerks Innertkirchen 1 eingereicht werden. Im Rahmen dieses Projektes kann die Wasserrückgabe in die Aare bedeutend aufgewertet werden. |
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Die «Partnerschaft mit der Region» habe sich konstituiert und in diesem Jahr würden die ersten Projekte beurteilt. |
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Ab August soll die Tällibahn für den öffentlichen Bahnbetrieb bereit sein. Der Bergführerverein plane die Tällihütte zu erneuern und bei der Talstation der Bahn soll in Zusammenarbeit mit den Gadmer Bäuerinnen ein Laden mit regionalen Landwirtschaftsprodukten geführt werden. |
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Das Kinder- und Familienhotel Handeck erweitere sein Bettenangebot um zehn neue Gästezimmer. Diese sollen im Laufe des Sommer zur Verfügung stehen. |
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