Erstes «Politforum Thun» will Rolle der Gemeinden diskutieren
Unter dem Titel «Den Letzten beissen die Hunde» findet am 28. und 29. April 2006 das erste «Politforum Thun» statt. Initiiert wurde es durch den Thuner Stadtpräsidenten. Zielpublikum für diesen Weiterbildungsanlass mit namhaften Referenten sind Gemeindepolitiker, aber auch Behördenmitglieder und Verwaltungskader von politischen Gemeinden und Städten des Kantons Bern sind willkommen. Thematisiert werden soll insbesondere die Rolle der Gemeinden.
sth/bns. «‹Den Letzten beissen die Hunde› – und die Letzten sind im Zusammenspiel der politischen Ebenen in der Regel die Gemeinden»: An sie will sich laut einer Medienmitteilung am 28. und 29. April das erste «Politforum Thun» richten. Ausgangspunkt der Referate und Diskussionen der Tagung sei die Tatsache, dass die politische Diskussion der letzten Jahre von einer steigenden Anspruchshaltung verschiedener Interessenparteien auf der einen und einer abnehmenden Zahlungsbereitschaft auf der anderen Seite geprägt sei. Der Verteilkampf um die Mittel geschehe nicht mehr nur zwischen verschiedenen Ressorts und Bereichen, sondern zunehmend zwischen den drei politischen Ebenen Bund, Kantone und Gemeinden. Sie stünden in zunehmender Konkurrenz zueinander: «Auf einer übergeordneten Ebene werden Bestellungen aufgegeben und Leistungen definiert, die schliesslich auf einer nachgelagerten Ebene erbracht werden müssen; Aufgaben, Kompetenzen und Verantwortlichkeiten scheinen immer mehr auseinander zu driften.»
«Wichtige Impulse vermitteln»
Das Politforum Thun versuche mit Referaten von ausgewiesenen Experten wichtige Impulse zu vermitteln, verlautet im weiteren: «Die Veranstaltung ist gezielt so angelegt, dass Gespräche über die verschiedenen politischen Ebenen hinweg stattfinden können.» Initiiert habe das erste Politforum der Thuner Stadtpräsident Hansueli von Allmen. Organisiert werde es von einer Trägerschaft, bestehend aus dem Kanton Bern (Vertreter: Ernst Zürcher, Vorsteher Abteilung Gemeinden), der Stadt Thun (Vertreter: Hansueli von Allmen, Stadtpräsident), dem Verband Bernischer Gemeinden (Vertreterin: Magdalena Meyer, Vorstandsmitglied) und der Berufsschule für Verwaltung Bern (Vertreter: Jörg Aebischer, Vorsitzender der Schulleitung), welche auch die Geschäftsstelle besetze. Unterstützt werde der Anlass von einem 30köpfigen Patronatskomitee aus aktiven Politikern des Kantons Bern.
Fester Platz in Politagenda angestrebt «Die Trägerschaft ergänzt sich bezüglich der Zielsetzungen ideal», wird in der wird in der Medienmitteilung ausgeführt: «Der attraktive Standort Thun schafft ideale Rahmenbedingungen für den wichtigen Dialog zwischen den verschiedenen politischen Akteuren.» Das Politforum Thun soll künftig einen festen Platz in den Politagenden einnehmen. An Referenten des ersten Politforums werden unter anderem aufgeführt: Daniel Arn, Geschäftsführer des Vereins Bernischer Gemeinden (VBG), Achille Casanova, ehemaliger Vizekanzler und Bundesratssprecher, Lorenz Hess, Präsident VBG, Kurt Schmid, Buchautor und Gemeindepräsident, Andreas Lienhard, Universität Bern, Werner Luginbühl, Regierungsrat, Markus Meyer, Grossrat, Regula Stämpfli, Politikwissenschafterin, und Markus Zürcher, Unternehmensberater. An einer Forumsdiskussion teilnehmen werden eidgenössische Parlamentarier des Kantons Bern. Ausschreibung im Februar. Die Ausschreibung mit Anmeldung wird im Februar 2006 an alle Gemeinden und Städte des Kantons Bern verschickt. Teilnehmen können neben Vertretern von Gemeinden auch solche von Bund und Kanton.
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