pd/bns. Der Saisonstart steht unmittelbar bevor: Am kommenden Mittwoch 19. Juli 2006 beginnt mit dem Auswärtsspiel in Aarau für den FC Thun die neue Meisterschaft. Vor Jahresfrist hoffte der FC Thun auf eine erfolgreiche Saison, auf die eine oder andere Überraschung in Meisterschaft und Cup. 2005/06 lautete die Zielsetzung, sich im Mittelfeld zu konsolidieren. Tabellenmässig in Zahlen: 5. Schlussrang Ende Saison 2005/06. Platz 5 ist es letztlich geworden und im Cup hat der FC Thun ebenfalls gut mitgespielt.
2005/06 als erfolgreichste Saison
Aus der Hoffnung «für die eine oder andere Überraschung» indes wurde aber mehr, viel mehr: Der FC Thun wurde zum europäischen Überflieger und qualifizierte sich für die Uefa-Champions-League – und anschliessend für den Uefa-Cup-Sechzehntelfinal. Der Fussballherbst und der Fussballwinter 2005/06 wurden zu einem rot-weissen Fest. Thun stand Kopf, im gesamten Berner Oberland und in vielen Teilen der Schweiz herrschte während Monaten Fussballeuphorie pur. Halb Fussballeuropa war vom «Underdog» aus Thun begeistert. Medien rund um den Globus wollten Informationen über den FC Thun, über die Stadt und die Region Thun. Es sind Erinnerungen für die Ewigkeit.
Ziele für Saison 2006/07 neu definiert
Heute gilt es, kurz vor der neuen Saison, die Ziele neu zu definieren. An der Pressekonferenz des FC Thun vom Donnerstag 13. Juli 2006 in Hilterfingen orientierten FC Thun-Präsident Kurt Weder, Vizepräsident Beat Germann, Sportchef Reto Gertschen und Trainer Heinz Peischl über den Stand der Vorbereitungen und die Ziele für die bevorstehende Super-League-Saison 2006/07. Uefa-Champions-League und Uefa-Cup sind Geschichte. Der FC Thun muss «back to the roots», sich wieder auf das Kerngeschäft Meisterschaft konzentrieren. Ruhig, sachlich und überlegt in der Administration und im Tagesgeschäft. Engagiert, bissig und clever auf dem Platz. Und zwar mit jenen Mitteln, die der FC Thun hat, die ihm zur Verfügung stehen. Mit jenen Möglichkeiten also, die FC Thun-konform sind, die zum FCT passen, die ihn so sympathisch machen.
Der FC Thun hat aus dem Fussball-Abenteuer 2005/06 viel gelernt und viele Erkenntnisse gewonnen. Es galt in den letzten Wochen, auf allen Ebenen – auf und neben dem Platz – diese Erkenntnisse positiv zu verarbeiten, diese umzuwandeln. Jeder für sich. Jeder in seiner Charge. Aber gesamtheitlich – im Sinne des Teamgedankens – mit dem klaren Ziel, weiterhin gemeinsam Erfolg zu haben – dank Motivation, Zusammenhalt, professionellem Denken und nötigem Durchhaltewillen. Kurz: Der FC Thun will, nach all den Erfahrungen aus der letzten Saison, sich fortan auf höherem Niveau konsolidieren. Beim sportlichen Ziel heisst das: Der FC Thun will im vorderen Mittelfeld der Super-League bestehen. Es gilt – wenn immer möglich – sogenannt grosse Gegner zu ärgern. Das Ziel ist realistisch. Die Mannschaft unter Trainer Heinz Peischl ist bereit. Trainer, Sportchef und Staff haben es geschafft, das Kader bestmöglich auf die neue Saison einzustellen – mit intensiver, harter und zielorientierter Arbeit.
Stark verändertes Kader
Das Kader 2006/07 wird gegenüber der letzten Saison stark verändert sein. Önder Cengel, Grégory Duruz, Rodrigues Gelson, Vieira Leandro, Daniel Lopar, Ljubo Milicevic, Alen Orman, Nenad Savic, Eren Sen, Omar Pape Faye und Ibrahim Ba haben den FC Thun verlassen oder werden in dieser Saison nicht mehr für Thun spielen. Der FC Thun dankt an dieser Stelle allen Spielern herzlich für ihren Einsatz und ihr Engagement zugunsten des Fc Thun.
Mit Torhüter Patrick Bettoni (von BSC Young Boys), den Abwehrspielern Marco Hämmerli (Wil), Mario Schönenberger (Wil) und Lukas Dosek (Sportsfreunde Siegen), Innenverteidiger Vedran Jese (Dynamo Zagreb), Mittelfeldspieler Patrick Baumann (Neuchâtel Xamax) und den Stürmern Fonseca Leandro (Grasshoppers Zürich), Achille Njanke (Baulmes), Milaim Rama (Schaffhausen) und Julian Bühler (U21 FC Basel) hat der FC Thun tolle Zuzüge verbuchen können. Im erweiterten Kader (Perspektivspieler) hat der FC Thun neu Torhüter Sacha Stulz (von Dürrenast), die beiden Abwehrspieler Sandro Galli (Münsingen) und Yves Zahnd (Dürrenast) sowie die Mittelfeldspieler Stefan Glarner (Meiringen) und Benjamin Lüthi (Nachwuchs) verpflichten können. –
Der FC Thun freut sich über die zahlreichen Neuverpflichtungen und wünscht allen Neuzuzügern alles Gute und viel Glück. Neuer Sportchef
Der FC Thun startet auch mit einem neuen Sportchef in die Meisterschaft: Walter Ammann hat sich entschlossen, den FC Thun per Ende Juli 2006 zu verlassen. Neuer Sportchef ist seit Mitte Juni 2006 Reto Gertschen, der beim FC Thun einen Vertrag über zwei Jahre, bis Ende Saison 2007/08 unterzeichnet hat. Gertschen, seit 1999 Instruktor des Schweizerischen Fussballverbands, war von 2003 bis 2005 Sportchef bei den Berner Young Boys. Zuvor stand er als Aktiver bei YB, St. Gallen, Servette, Sion, Lausanne im Einsatz. Von 1982 bis 1987 spielte er fünf Saisons beim BSC Young Boys. Als Trainer amtete Gertschen zwischen 1999 und 2005 beim FC Grenchen (1. Liga), beim FC Champagne Sports (2. Liga Interregional), beim BSC YB (1. Liga und U-18) sowie beim SC Bümpliz 78 (2. Liga Regional). Grösster Schritt im Nachwuchsbereich
Auch der Nachwuchs liegt dem FC Thun am Herzen. Hier investierten die Berner Oberländer in den letzten Monaten viel Engagement und Herzblut. Der FC Thun macht im Hinblick auf die neue Saison den grössten Schritt im Bereich Nachwuchsabteilung seit dessen Bestehen. Nachdem der Schweizerische Fussballverband (SFV) das Gesuch des FC Thun gutgeheissen hat, ab der Saison 2006/07 neu eine U18-Mannschaft anstelle der U19 und zusätzlich mit einer U21-Equipe an der regionalen 2.-Liga-Meisterschaft teilzunehmen, wird der FC Thun somit neu mit einer U13-, einer U14-, einer U15-, einer U16-, einer U18 (alle Junioren-Spitzenfussball) sowie einer U21-Mannschaft die neue Spielzeit bestreiten. Dieser Ausbau in qualitativer und quantitativer Hinsicht bedingte, dass in der Nachwuchsabteilung entsprechend personell verstärkt wird. Mit Hansruedi Baumann, vollamtlicher Trainer der U21-Mannschaft, Stefan Knutti, Nachwuchstorhütertrainer sämtlicher Mannschaften, Beni Hodler, Trainer U16-Mannschaft und Beat Graf, Trainer U15-Mannschaft konnte der FC Thun entsprechende Fachkräfte unter Vertrag nehmen. Ziele beim Nachwuchs
In sämtlichen Altersstufen wird in Zukunft noch gezielter individuell gearbeitet. Das heisst vor allem in kleinen Gruppen spezifische Trainings, wo verschiedene Altersstufen miteinander arbeiten; Können und Talent stehen hierbei im Vordergrund. Bei der U21-Mannschaft sind der sofortige Aufstieg in die 2. Liga Interregional als Ziel zu realisieren sowie die Ausbildung der hoffnungsvollen Nachwuchsspieler zu intensivieren. Gleichzeitig will der FC Thun damit eine gute Schnittstelle zwischen Nachwuchs und 1. Mannschaft schaffen.
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