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Juli 2006
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Bergweg zur Glecksteinhütte wieder offen

Der vor einer Woche durch einen Murgang als Folge eines heftigen Gewitters unterbrochene Bergweg zur Glecksteinhütte der SAC-Sektion Burgdorf ist wieder begehbar.

Letzter Augenschein vor der Freigabe des Bergweges: Hüttenwart Johann Kaufmann (rechts) steht neben seinem Bruder Bruno mitten im Chrinnenbach, dem einst idyllischen Rinnsal unweit der Glecksteinhütte der SAC-Sektion Burgdorf, das am Samstag vor einer Woche zum reissenden Strom wurde und die Alpweiden um die Hütte in eine Geröllhalde verwandelte. (Bild Bruno Petroni)

Hüttenwart Johann Kaufmann konnte in den letzten Tagen auf die aktive Unterstützung von 17 Leuten zählen: «Sogar vier Mitglieder des Gleitschirmklubs Jungfrau-Taechi Grindelwald sind zu uns hinaufgeflogen, um uns bei der Einrichtung der provisorischen Wasserversorgung und der Wiederherstellung des Hüttenweges zu helfen.» Einigen SAC-Mitgliedern der Sektion Burgdorf, Armeehelikopter und sechs von der Gemeinde Grindelwald aufgebotene Zivildienstleuten ist es zu verdanken, dass die Glecksteinhütte auf 2317 Meter über Normalnull hoch über Grindelwald seit heute Samstag 29. Juli 2006 wieder in einer zweieinhalbstündigen Wanderung erreicht werden kann. Johann Kaufmann ist des Lobes voll: «Diese Giele vom Zivildienst haben toll ‹g'chrampfet›.» Und er freut sich sehr, «dass ich von der Gemeinde Grindelwald die Zusage für eine weitere Woche Zivildienst-Manpower erhalten habe.»
Bruno Petroni, Matten bei Interlaken / petroni@gmx.ch
«Rund zehn Kilo Gamsit-Sprengstoff waren nötig, um oberhalb der Zybachplatten unten den Hüttenweg von Grund auf neu zu bauen», sagt Kaufmann. Laut dem Kirchberger Hüttenchef Peter Gehrig gibt es noch viel Arbeit: «Für die neue Turbinenwasserfassung benötigen wir etwa zehn Kubikmeter Beton. Wir haben soeben bei der Armee ein Gesuch eingereicht, um die vierzig Tonnen Material durch eine Superpuma des Militärs zur Hütte befördern zu können.» Der durch das heftige Gewitter vor Wochenfrist entstandene Schaden – siehe auch Gleckstein-Hüttenweg: Reparaturarbeiten im Gange vom Dienstag 25. Juli 2006 – wird auf rund 60 000 Franken beziffert. «Und das ohne die zweihundert Manntage, die im Frondienst geleistet werden», bemerkt Hüttenchef Peter Gehrig.
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