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Juli 2006
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Lötschberg-Basistunnel: Die letzten Schienenstösse sind geschweisst

Ungefähr in der Mitte des 34,6 Kilometer langen Lötschberg-Basistunnels haben die Gleisbauer am Montagmittag die letzten Gleislücke geschlossen. Nach knapp 20 Monaten Montagezeit und 57 Kilometer verlegten Schienen war mit dem Schweissen der letzten Schienenstösse ist das Ziel termingerecht erreicht und der Lötschberg-Basistunnel ist durchgehend mit der Bahn befahrbar.

pd/bns. Am 24. Juli 2006 um die Mittagszeit schweissten laut einer Medienmitteilung der BLS Alptransit AG die Arbeiter im Berginnern fast beim Scheitelpunkt des Tunnels das letzte Schienenstück zusammen. Die Arbeiten an der festen Fahrbahn haben im Dezember 2004 in Raron begonnen. Der Ausrüster brachte rund 70 Prozent der Geleise vom Süden her in den Tunnel. Der Einbau in Raron war im Frühjahr 2006 abgeschlossen. Parallel dazu erfolgte ab Dezember 2005 bereits der Einbau der restlichen 30 Prozent der Fahrbahn ab Frutigen. Nach knapp 20 Monaten Bauzeit und insgesamt 57 Kilometer verlegtem Gleis war das Ziel termingerecht erreicht: «Ein grosser Moment für alle Beteiligten.»

Der «goldene Nagel»
Was für den Tunnelbauer der Durchschlag ist, ist für den Gleisbauer der «goldene Nagel». Die Schienen von beiden Seiten, Nord und Süd, treffen zusammen und die letzte Gleislücke wird geschlossen. Früher wurden die Schienen mit Nägel auf den Holzschwellen befestigt. Das Einschlagen des letzten Nagels wurde entsprechend gefeiert – eben mit einem goldenen Nagel. Obschon heute modernste Schienenbautechnik im Einsatz steht und schon seit langem keine Nägel mehr verwendet werden, heisst die Feier zum Zusammenschluss der letzten Gleislücke nach wie vor vor «goldener Nagel».

Übrige Arbeiten auf Kurs
Auch die übrigen Arbeiten am Lötschberg-Basistunnel sind nach Alptransit-Angaben auf Kurs. Die Rohbauunternehmer ziehen langsam von den Baustellen ab. Überall sind noch letzte Fertigstellungs- und Demontagearbeiten in Gang. Von den mehr als 1700 Rohbauern sind aktuell noch rund 450 Personen auf den Baustellen tätig. Die Inbetriebsetzungsphase am Lötschberg-Basistunnel läuft auf Hochtouren. Auf der ganzen Strecke werden abschnittweise Versuchsfahrten durchgeführt. Die erste dieser Fahrten fand am 6. Juni 2006 statt. Mehrere tausend Fahrten sind bis Mitte nächstes Jahr notwendig, um dem Bundesamt für Verkehr die nötigen Nachweise für die Betriebsbewilligung der Basisstrecke zu liefern. Das Einbringen der übrigen bahntechnischen Anlagen verläuft nach Plan. Im Oktober 2006 ist die ganze Fahrleitung eingezogen. Die Hochspannungsanlagen für die Versorgung der Infrastruktur sind mehrheitlich in Betrieb, die Bahnstromversorgung ist ab Südportal Raron auf den ersten neun  Kilometer in der Oströhre aufgeschaltet. Die Betriebszentralen im Basistunnel sind ausgerüstet, ebenso die Mehrheit der 104 Querschläge, die die beiden Tunnelröhren miteinander verbinden.
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