pd/bns. «Im Rahmen der Evaluation der Bestvariante für 2008 zeigte sich, dass die Vorteile einer Bahnlösung überwiegen», heisst es in einer Medienmitteilung. Die teilweise unbefriedigenden Anschlussverhältnisse der Bahnvarianten in Spiez würden durch kürzere Reisezeiten und höheren Komfort wettgemacht. Zudem werde befürchtet, dass der Bus bei hohem Verkehrsaufkommen auf der Strasse den Fahrplan nicht einhalten könnte. Messungen hätten ergeben, dass vor allem bei der Ausfahrt Därligen Ost grosse Zeitverluste entstehen könnten. Die Arbeitsgruppe befürchte in ihrem Schlussbericht zudem, dass mit der (teilweisen) Umstellung auf Bus per 2008 ein Präjudiz für den Zeithorizont ab 2012 geschaffen würde. Mit Ausnahme der Vertretung der Gemeinde Därligen hätten sich deshalb alle Mitglieder der Arbeitsgruppe für die Beibehaltung des Regionalverkehrs auf der Schiene ausgesprochen.
Kein Entscheid für Zeithorizont 2012
«Im Fernverkehr ist der fehlende Knoten Interlaken Ost im System Bahn 2000 ein grosser Nachteil für die ganze Region Oberland Ost», verlautet im weiteren: Damit er verwirklicht werden könne, brauche es unter anderem eine Doppelspurinsel am Thunersee. Dieses Projekt sei neuerdings Bestandteil der zukünftigen Entwicklung der Bahnprojekte mit einem Realisierungshorizont ab 2012: «Gegenwärtig wird im Rahmen der Zweckmässigkeitsbeurteilung der Verkehrsinfrastrukturen Spiez–Interlaken untersucht, wo genau der Doppelspurabschnitt liegen soll und wie er mit dem Ausbau der Nationalstrasse A8 sinnvoll koordiniert werden kann. Erst in Kenntnis dieser Resultate wird ein Entscheid für die Wahl des Verkehrsmittels für den Regionalverkehr für die Zeit nach 2012 gefällt werden können.»
Auf Bus umstellen?
«Mit der Aufnahme des Personenfernverkehrs im Lötschberg-Basistunnel erfahren die Fahrpläne des Fernverkehrs auf der Achse Bern–Spiez–Wallis/ –Interlaken Änderungen», wird in der Medienmitteilung erinnert. Dies habe Konsequenzen für den Regionalverkehr auf der einspurigen Strecke Spiez–Interlaken und bereitet Schwierigkeiten bei der Gestaltung des Fahrplans. Die Gemeinderäte von Därligen und Leissigen hätten der RVK deshalb den Antrag gestellt, die Umstellung des Regionalverkehrs auf Bus zu prüfen.
Umfangreiche Untersuchungen
Die RVK hat laut Medienmitteilung ein Planungsbüro mit detaillierten Untersuchen beauftragt, «um Grundlagen für den wegweisenden Entscheid zur Wahl des Verkehrsträgers zur Verfügung zu haben». Nach einer ersten Phase mit einer Grobevaluation von verschiedenen Varianten seien diese an einer gut besuchten Informationsveranstaltung am 17. Mai in Leissigen der Öffentlichkeit vorgestellt worden. Dabei sei keine eindeutige Haltung der Benutzer des öffentlichen Verkehrs zum Vorscheingekommen: «Es waren Voten sowohl für Bahn- als auch für Bus- und gemischte Lösungen zu hören.»
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