Trucks wohin man auch schaut: Der Flugplatz Interlaken platzte schier aus den Näten. Mit 1527 Trucks war das Festival bis auf den letzten Platz gefüllt, die Organisatoren kamen an die Grenze des Machbaren. (Bilder Bruno Petroni)
pd/bns. «Über 50 000 Besucher – Trucker, Biker, Country- und Westernfans und viele Familien – trafen sich während drei sonnigen Tagen zum grossen Stelldichein», heisst es in einer Medienmitteilung: «Bei strahlendem Sonnenschein erlebte Interlaken an diesem Wochenende ein reibungsloses, gemütliches 13. Intern. Trucker & Country-Festival auf dem Flugplatz Interlaken.»
Dank dem guten Wetter hätten auch viele Motorradfans den Weg nach Interlaken und an die 6000 Motorräder seien in der entsprechenden Ausstellung zu bestaunen gewesen.
Die Veranstalter machen eine ungebrochene Nachfrage aus: «Die Kapazitätsgrenzen werden damit nahezu erreicht und die einheimischen Organisatoren ‹JWE Jungfrau World Events GmbH Interlaken› (jwe-interlaken.ch) werden in den nächsten Tagen verschiedene Szenarien für das kommende Jahr prüfen.» – Das nächste Trucker- und Country-Festival Interlaken findet nach Angaben der Veranstalter vom 29. Juni bis 1. Juli 2007 statt. Carlene Carter, der grosse Stars aus Nashville, Tennessee.
Linedance, Bike-Segnung, Trucks und Countrystars
bmp. Heiss wie in Kingman Arizona. Trocken wie in Beatty Nevada. Sound wie in Nashville Tennessee. Und Ribeye-Steaks wie auf einer Texanischen Ranch. Das war das grosse Fest der Helden der Landstrasse vom letzten Wochenende: Am 13.xxxTrucker- und Countryfestival in Interlaken platzte der Flugplatz schier aus den Nähten. 1527xxxTrucks, 6000 Motorräder und über 50 000 Besucher wurden gezählt. Eine weitere Steigerung gegenüber dem Vorjahr, und schon wieder Wetterglück mit Sonnenschein und über 30 Grad Hitze. Quake, eine junge vierköpfige Rock’n’Roll-Band aus Spiez, sowie dreissig weitere Country- und Rock’n’Roll-Bands sorgten vom Freitag bis Sonntag auf vier verschiedenen Bühnen für Stimmung, Tanz und durstige Kehlen. Als wäre es nicht schon heiss genug: Die Maverick Dance Ladies auf den Festtischen heizen die tolle Stimmung noch zusätzlich an.
«Wie im Himmel»
Eine von ihnen gehört Fernfahrer Nils aus dem norddeutschen Lübeck. Dieser polierte noch am Samstagmittag die letzten toten Mücken von der bulligen Front seines 500-PS-Volvos: «An diesem Wochenende ist für mich Weihnachten. Alte Freunde treffen, die ich durchs Jahr auf Europas Strassen kreuze und wieder erkenne, tolle Musik und Spass. Das ist wie im Himmel.» Entsprechend wurde nicht nur im grossen Westerndorf gefeiert. Auch in, neben, hinter, ja sogar unter den Trucks zelebrierten die Fernfahrer die Prärieromantik.
Vierrad-Monster: Der Monstertruck «Tasmanian Devil» erregte viel Aufsehen und Staunen unter den Freunden der Pferdestärken.
«Bin mitten unter ihnen»
Den Himmel näher brachte der Ostschweizer Töffpfarrer Eck Hörhager. Und zwar der versammelten Bikerrunde. Nach «Born to be wild» von Steppenwolf als Einklang zur Predigt und einem lauten Pfarrer-Jauchzer aus Freude an Gott und am Töffahren konnte sich der selbsternannte «Töffpfaff» der Aufmerksam seiner Easy-Rider-Jünger sicher sein: «Egal bei welcher Musik und in welchem Umfeld: Solange wir uns freuen, freut sich Jesus auch! Denn er hat selber gesagt: ‹Wo Leute in meinem Namen zusammenkommen, da bin ich mitten unter ihnen›.»
Schwere Jungs und scharfe Chicken Nuggets: Knapp hundert Bars, Shops und Restaurants umrahmten das Trucker- und Countryfestival.
Die Nacht der blonden Ladies
Highlight des diesjährigen Trucker- und Countryweekends war die American Country Ladies Night vom Samstagabend: Mit den fünf Cowboy-Crush-Girls, Danni Leigh und Carlene Carter sorgten absolute Superstars der Countrymusik für ein kochendes Festzelt. Bei ihrem ersten Europaauftritt seit acht Jahren brachte Johnny-Cash-Stieftochter Carlene Carter spätestens bei ihrem Welthit «Every little thing» die Fans vollends aus dem Häuschen. Zu guter letzt sang die 50jährige aus Tennessee mit ihrem Ehemann Joe Brown ein Duett und küsste ihn anschliessend auf der Bühne leidenschaftlich. |