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Nach dem Abschluss eines Vorprojekts soll – voraussichtlich im Oktober 2007 – eine genehmigungsfähige Baueingabe für die auf rund 44 Millionen Franken geschätzte Realisierung eines Projektes «Alpenbad Adelboden» eingereicht werden. |
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Modellansicht des Alpenbades Adelboden von Norden. (Bild zvg)
pd/bns. Das Vorprojekt Alpenbad Adelboden geht zehn Jahre nach der visionären Idee nun in die Phase der konkreten Realisation. Mit einer herausragenden Gestaltung und einem überzeugenden holistischen Angebot soll in Adelboden ein Gesamtkunstwerk mit Bad- und Hotelanlagen erstellt werden, das in der regionalen und lokalen Wirtschaft neue Impulse setzt. An einer Informationsveranstaltung in Adelboden haben die Projektverantwortlichen das zukunftsweisende Projekt Alpenbad Adelboden präsentiert. Dies, nachdem in den vergangenen Wochen bereits gezielt einige ausgewählte Organisationen das Vorprojekt bewerten konnten.
Gesamtkommunikation Alpenbad Adelboden
Roland Huber, Direktor Adelboden Tourismus
Vor rund einem Jahr wurde die Swiss Spa Group mit der Ausarbeitung dieses Vorprojekts beauftragt. Die Swiss Spa Group ist eine auf die Entwicklung von Bäderprojekten spezialisierte Firma mit Sitz in Zürich. Rund 44 Millionen Franken sind vorgesehen, um das für die Zukunftsentwicklung von Adelboden wichtige Infrastrukturprojekt Alpenbad Adelboden realisieren zu können. Neben dem bereits heute starken Winterprodukt des Skigebiets Adelboden-Lenk soll das geplante Alpenbad Adelboden ein ganzjähriges und wetterunabhängiges neues Angebot darstellen.
Unterstützung von offizieller Seite
Erste Reaktionen zeigen die Bedeutung und Wichtigkeit des Projektes auf. Nationalrat Hansruedi Wandfluh, Präsident der Planungsregion Kandertal, meint: «Für die Entwicklung unserer Region sind weitsichtige Wirtschafts- und Tourismusimpulse wichtig. Das Alpenbad Adelboden setzt solche.» Dass das Projekt durchaus auch einen Mehrnutzen für den Kanton Bern ausstrahlt, unterstreicht Adrian Studer, Leiter der Berner Wirtschaft «beco» und Kernteam Grossprojekte im Kanton Bern: «Vom wirtschaftlichen Potential her erfüllt das Projekt die vom Regierungsrat vorgegebenen Kriterien eines kantonalen Grossprojektes. Zur optimalen Begleitung der nächsten Arbeitsschritte haben wir deshalb einen speziellen kantonalen Projektkoordinator bestimmt.»
Architektur als Gesamtkunstwerk
Mit Daniel Kündig und Manuel Alberati konnten zwei Architekten mit grossem Sachwissen und der notwendigen Sensibilität für das Projekt gewonnen werden. Die beiden verstehen es hervorragend, sowohl die bestehenden Adelbodner Kulturansprüche wie auch die Eigenständigkeit eines internationalen Architekturprojektes feinfühlig zusammen zu bringen. Das Gesamtkonzept des Projektes beinhaltet einerseits das Alpenbad Adelboden mit den Wasser, Wellness- und Gesundheitsangeboten und andererseits ein neues Viersterne-plus-Hotel. Das Alpenbad Adelboden zeichnet sich in der Ansicht durch vier markante grosse runde Baukörper aus, die stark an Findlinge erinnern und die ruhigen Badteile aufnehmen, wie Chälibad, Meditationsbad und Sauna. Im dazwischen liegenden Raum ist die bewegte Wasserlandschaft vorgesehen. Die ganze äussere Wahrnehmung wird durch einen grosszügigen neuen Dorfplatz und den Hotelpark abgerundet.
Gästebedürfnisse bestimmen das Angebot
Das auf die Bedürfnisse der neuen Wellnessgäste ausgerichtete Angebot fasziniert. Eine bestechende Innen- und Aussen-Panoramasauna mit der atemberaubenden Aussicht setzt Zeichen. Mit dem Einbezug der gigantischen Aussicht auf das Adelbodner Bergmassiv wird dem Anspruch an ein Alpenbad Adelboden voll Rechnung getragen. Mit dem Chälibad wird der Kenner der bereits bestehenden römisch-irischen Bäderkultur angesprochen – aber eben doch noch ein wenig mit dem ganz speziellen Adelbodner Touch. Die Intimität und das individuelle Badeerlebnis prägen diesen Badeteil. In verschiedenen Dampfräumen sowie unterschiedlich warmen Wasserbecken wird das Chälibaden zum eigentlichen Ritual. Im Meditationsbad wird Entspannung pur angeboten. In der Kombination von Massagen und Wassererlebnissen findet der Gast die totale Entschleunigung. Die Wassererlebniswelt schliesslich fasziniert mit dem langen Strömungskanal, welcher vor allem die Kinder und Familien begeistern wird. Aber auch das Erlebnis des Gewitterbades und der Wasserbar werden die Unverwechselbarkeit des Alpenbades Adelboden mitprägen. Das Gesamterlebnis wird durch die grosse Sonnenterrasse und dem Aussenbad mit dem einmaligen Panoramarundblick auf die Berglandschaft abgerundet.
Auf die Frage, was denn die speziellen Projektherausforderungen waren und was das Bäderprojekt so einmalig machen wird, meint Daniel Kündig: «Einzigartigkeit und Identität. Die grösste Projektherausforderung war die Qualität und Phänomen der Kultur und des spezifischen Ortes mit den Ansprüchen der Öffentlichkeit und des zukünftigen Gastes zu einem einzigartigen Raumerlebnis, einer Architektur mit hoher Identität zu entwickeln.»
Hotel mit direkter Anbindung
Das Viersterne-plus-Hotel bildet den eigentlichen Sockel des Gesamtprojekts Alpenbad Adelboden und unterstreicht mit seiner markanten Fassade die Wichtigkeit dieses Baukörpers. Das Hotel sieht rund 100 Zimmer vor. Das einmalig gelegene Panoramarestaurant mit der Talaussicht wird einen ganz speziellen Rahmen für kulinarische Erlebnisse bieten. Die Hotelzimmer entsprechen höchsten Ansprüchen und sind alle gegen Südosten gerichtet, um auch hier das Gefühl der alpinen Wellness sprichwörtlich immer präsent zu vermitteln. Der direkte Zugang vom Hotel zu den verschiedenen Angeboten des Alpenbades Adelboden garantiert die optimale organische Einbindung in die Architektur des Bades. Hotel und Alpenbad Adelboden ergeben als Einheit ein in dieser Form sicherlich einmaliges geschlossenes holistisches Angebot.
Finanzierung als Herausforderung
Die Investitionskosten für das Alpenbad Adelboden belaufen sich aufgrund der verlässlichen Kostenschätzung auf rund 44 Millionen Franken. Ein mögliches Finanzierungsmodell setzt sich aus einem zinslosen Darlehen in der Höhe von rund acht Millionen Franken, dem Grundstücksverkauf an das Hotel mit dreieinhalb Millionen Franken sowie einem Infrastrukturbeitrag des Hotels für die Benutzung der Alpenbad Adelboden Angebote mit neuneinhalb Millionen Franken zusammen. Mit Publikumsaktien erhofft man sich rund acht Millionen Franken einzubringen und von Banken und Investoren werden rund 15 Millionen Franken erwartet. Konkrete Investorengespräche werden erst nach Vorliegen der bestätigten Planungssicherheit in Angriff genommen – erste Kontakte zeigen jedoch bereits ein grosses Interesse am Projekt Alpenbad Adelboden.
Das Erschliessungskonzept sieht vor, dass der zukünftige Bade- und Hotelgast sowohl mit den öffentlichen Verkehrsmitteln wie auch mit dem Privatwagen anreisen wird. Die Berechnungen gehen davon aus, dass täglich rund 700 bis 900 Gäste das Bad besuchen werden. Das Mobilitätskonzept zeigt auf, dass die zukünftigen Badbesucher, die mit dem Privatwagen anreisen, entweder auf dem grossen Parkplatz der Silleren-Bergbahnen parken und mit der Dorfbahn ins Bad gelangen werden. Oder sie benutzen das öffentliche Parkhaus im Dorfzentrum von Adelboden und in Spitzenzeiten die Parkgarage im Alpenbad Adelboden. Damit verbunden ist vorgesehen, den Zu- und Abfahrtsverkehr über die Zelgstrasse abzuwickeln.
Roland Huber als Promotor
Mit dem Engagement von Roland Huber als Tourismusdirektor im Jahr 2002 konnte Adelboden auf zwei wichtige Kernkompetenzen des erfahrenen Tourismusprofis und Bäderspezialisten aufbauen: Destinations- und Bäderentwicklung. Huber legte als erstes die Destinationsstrategie von Adelboden-Frutigen mit nur noch zwei Stossrichtungen fest: Im Winter mit dem Produkt Skifahren und im Sommer mit dem neuen Angebot der Alpinen Wellness. Mit dieser Konzentration der Kräfte konnte sichergestellt werden, dass die vorhandenen Ressourcen gezielt eingesetzt werden.
Bevor das Projekt Alpenbad Adelboden wieder aufgenommen werden konnte, investierte Huber in den letzten vier Jahren sehr viel Zeit in eine sorgfältige Aufbauarbeit des neuen Themas Alpine Wellness. Damit konnte sichergestellt werden, dass Adelboden sich intensiv mit dem Angebotsthema Alpine Wellness vertraut machte. Die seit 2004 durchgeführten Alpine Wellness Tage sind eine wichtige Informations- und Motivationsplattform für die Vertrauensbildung bei der Bevölkerung geworden. Die Branche wurde vor allem mit der im Sommer 2005 erlangten internationalen Zertifizierung des Ferienortes Adelboden als erste «Alpine Wellness International Destination“ und auf die neue erarbeitete Kernkompetenz Alpine Wellness aufmerksam. Mit diesen gezielten Massnahmen wurde die wichtige Basisarbeit in der Projektvorbereitung des Alpenbad Adelboden umgesetzt. «Es ist wichtig, dass wir Touristiker uns aktiv in der Standortentwicklung engagieren. Denn nur mit neuen und ausgereiften marktfähigen Angeboten können wir neue Gäste und einen dementsprechenden Mehrwert generieren», sagt der Adelbodner Tourismusdirektor Roland Huber.
Projektteam mit Vision
Roland Huber engagierte sich in der Folge als neuer Promotor des Bäderprojektes gegen alle Widerstände. Die Erarbeitung des Masterplans war aus heutiger Sicht eine der wichtigsten Aufgaben, welche als Vorbereitung der Projektwiederaufnahme zwingend war. Huber stellte ein Projektteam zusammen, welches das notwendige Fachwissen in optimaler Weise vertrat – damit war die Basis gegeben, sich auf professioneller Grundlage an das Projekt Alpenbad Adelboden zu wagen. Mit der Swiss Spa Group hat eine kompetente Unternehmung die Ausarbeitung der Planungsinstrumente, des Angebots und des Vorprojekts zu grossen Teilen im eigenen Risiko übernommen. Unter dem Namen Swiss Spa Group Projektentwicklungsgruppe Alpenbad Adelboden (SSG PGAA) entwickelte das Projektteam – Projektleiter Roland Huber. Projektentwicklungsleiter Daniel Kündig, Gaudenz von Deschwanden, Präsident des Vereins Hot Water, Alfred Urfer, Experte in Investitions- und Finanzierungsfragen und Claudio Redaelli als medizinischer Berater -- in den letzten zwölf Monaten das nun vorgestellte Vorprojekt. Die detaillierte Projektausarbeitung wurde durch UC’NA-Architekten ETH SIA BSA, Zürich mit den Projektverantwortlichen Architekten Manuel Alberati und Daniel Kündig wahrgenommen. Sie zogen dabei aus ihrem Netzwerk Fachleute bei, wie Harald Kannewischer von der Kannewischer Ingenieure AG Zug für betriebliche und bädertechnische Aspekte.
Urban Culture and Architecture (UC’NA) – eine Aktiengesellschaft mit Sitz in Zürich – arbeitet im Bereich der Architektur, der urbanen Entwicklung und des Städtebaus.
Vom Vorprojekt zur Baueingabe
Durch die enge Zusammenarbeit mit dem Ortsplaner Urs Heimberg, kann die Zone mit Planungspflicht (ZPP) Alpenbad in die laufende ordentliche Teilrevision der Ortsplanung aufgenommen werden. Nach Abschluss des Vorprojekts wird nun eine genehmigungsfähige Baueingabe in Angriff genommen. Diese anspruchsvolle Aufgabe wird mit der Projektentwicklungsgesellschaft Swiss Spa Adelboden AG angegangen. Die Baueingabe erfolgt im Oktober 2007. Mit dieser Vorgehensweise kann der Projektprozess wesentlich beschleunigt und die weiteren Projektschritte effizient gestaltet werden.
Es darf davon ausgegangen werden, dass das Alpenbad Adelboden im Frühjahr 2010 die Eröffnung feiern kann, sofern keine unerwarteten Einsprachen den Prozess verzögern.
Alpenbad Adelboden als USP
Das Vorprojekt «Alpenbad Adelboden» erfüllt alle wichtigen Rahmenbedingungen, welche ein international bemerkenswertes Objekt nachhaltig auszeichnen: die eigenständige und überzeugende Architektur, die Einbindung in die Dorfstruktur, die zeitlose Ausstrahlung, eine wirtschaftliche Grösse, welche einen «return on investment» aufzeigt. Vor allem aber ist es ein Projekt, welches Adelboden in seiner Gästestruktur entscheidend neu beeinflussen wird. Der Adelbodner Gemeindeobmann Daniel von Allmen ist überzeugt von der Wichtigkeit des Projektes: «Das Alpenbad Adelboden bringt unserer Bevölkerung Einkommen und unserer Berglandwirtschaft Nebenverdienst.»
In guter Laune zeigte sich in den letzten Tagen ebenfalls ein sichtlich zufriedener Gaudenz von Deschwanden, Präsident des Vereins «Hot Water» und einer der Vorreiter der ersten Bäderidee in Adelboden: «Mit dem jetzt präsentierten Projekt des Alpenbad Adelboden bin ich überzeugt, dass unsere nun bald zehnjährige Vision mit professioneller Unterstützung umgesetzt werden kann. Denn Adelboden steht heute für ein nachhaltiges Wohlbefinden in einer perfekten Alpenwelt.»
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