Auf Versuchsdfahrt im Lötschberg-Basistunnel. (Bild zvg)
Am Dienstagabend um 22 Uhr fuhr laut einer Medienmitteilung der BLS Alp-Transit die Testlokomotive in den zehn Kilometer langen Versuchsabschnitt in der Oströhre ab Südportal Raron ein: «Im Vierschichtbetrieb werden nun alle Anlagen, die es für einen sicheren und einwandfreien Betrieb des Basistunnels braucht, abschnittsweise getestet.» Im Rahmen der Inbetriebsetzung des Lötschberg-Basistunnel führe die Alp-Transit auf der ganzen Lötschberg-Basisstrecke abschnittsweise Versuchsfahrten durch. Das Messteam arbeite im Vierschichtbetrieb und sieben Tage in der Woche. In mehreren tausend Fahrten sollen Tests an allen Anlagen wie Fahrbahn, Fahrleitung, Licht und Signaltechnik durchgeführt werden. Die Messtechniker arbeiteten dabei nach einem fest vorgegeben Drehbuch und schalteten die Anlagen Schritt für Schritt auf: «Getestet wird die Funktionstüchtigeit der Anlagen sowie die Kommunikation unter den verschiedenen Komponenten.»
Die erste Versuchsfahrt fand nach Angaben der Alp-Transit am 6. Juni auf einem zehn Kilometer langen Abschnitt in der Oströhre ab Südportal Raron statt. Die mit ETCS 2 (elektronisches Zugsicherungssystem) ausgerüstete Re 465 101 der BLS AG sei um 22 Uhr in den Tunnel eingefahren. Das Drehbuch für die Versuchsfahrten habe für die Nacht auf Mittwoch die Kontrolle der Balisen vorgesehen, welche im Betrieb wichtige Daten zu Standort, Streckendaten, Fahrtrichtung und so weiter an die Lokomotive lieferten: «Die einwandfreie Kommunikation zwischen Balise, Lokomotive und Stellwerk wurde ebenso getestet wie die Richtigkeit der übermittelten Daten.»
Im Oktober 2006 sollen laut der Medienmitteilung in beiden Röhren (Ost- und Westtunnel) ab Südportal Versuchsfahrten stattfinden, im Dezember 2006 soll dann der ganze Basistunnel inklusive des 2,6 Kilometer langen Tagbautunnels Engstlige in Frutigen für solche Fahrten freigegeben werden.
|