pd/bns. Ausgewählt wurden laut einer Medienmitteilung das Projekt «qualifutura» in Gadmen, die Begehbarmachung der Alpbachschlucht in Meiringen und das Brückenprojekt beim Handeckfall in Guttannen. Einen Beitrag an die Projektierungskosten erhalten die Initianten eines neuen Schwimmbadprojekts in Meiringen sowie die Stiftung Terra Vecchia, welche unter dem Projekttitel «Aqua Terra» die Vermarktung eines regionalen Mineralwassers prüft.
Ende 2005 habe die Arbeitsgruppe der «Partnerschaft KWO-Oberhasli» – siehe auch Partnerschaft KWO/Oberhasli für eine nachhaltige Entwicklung vom Dienstag 20. Dezember 2005 – ihre Tätigkeit aufgenommen, verlautet im weiteren: «Aus rund 20 Projektideen hat sie fünf Projekte ausgewählt, welche in diesem Jahr mit insgesamt 200 000 Franken unterstützt werden sollen.» Wie in der Absichtserklärung vom Mai 2005 festgelegt, müssten die Projekte im allgemeinen Interesse stehen, im Oberhasli angesiedelt sein und den Kriterien der nachhaltigen Entwicklung genügen (wirtschaftlich sinnvoll, gesellschaftlich erwünscht und ökologisch vorteilhaft): «Die Arbeitsgruppe ist überzeugt, dass dies für alle fünf ausgewählten Projekte zutrifft.» Die fünf unterstützten Projekte im einzelnen:
| – |
Brückenschlag zwischen Stadt und Land. Das Projekt «qualifutura» will arbeits- und lehrstellenlose Jugendliche aus städtischem Umfeld in Gadmen für ihren zukünftigen Berufsweg qualifizieren und befähigen. Die Jugendlichen, welche im Normalfall von den Sozialdiensten zugewiesen werden, werden das Hotel Alpenrose in Obermad führen sowie längere Praktika in Betrieben der Region absolvieren. «qualifutura» wird im Sommer 2006 mit zehn Jugendlichen gestartet, im «Endausbau» sollen 19 betreut werden. Die Betriebskosten werden durch die Sozialdienste gedeckt, allerdings braucht das Projekt zu Beginn eine Anstossfinanzierung. Die Partnerschaft KWO-Oberhasli beurteilte «qualifutura» als sehr innovativen Brückenschlag zwischen Stadt und Land und will dieses namentlich für Gadmen wichtige Projekt mit 80 000 Franken unterstützen. |
| – |
Begehbarmachung Alpbachschlucht. Eine Gruppe von Initianten möchte den anfangs des 20. Jahrhunderts bestandenen Weg durch die Alpbachschlucht wieder beleben. Neben einigen baulichen Massnahmen ist auch eine neue Stahlbrücke notwendig. Zur Unterstützung des Vorhabens wird am 17. Juni 2006 der Verein Pro Alpbachschlucht gegründet. Für die Partnerschaft ist die Erschliessung der Alpbachschlucht mit einem Felspfad eine klare Attraktionssteigerung für das Hasli. Diesem Projekts werden deshalb 30 000 Franken zugesprochen. |
| – |
Brücke beim Handeckfall. Die Idee einer Hängeseilbrücke über den Handeckfall ist ursprünglich im Schosse der Partnerschaft KWO-Oberhasli selber entstanden. Sie wurde von Mitgliedern der Arbeitsgruppe geplant und wird nun von der KWO realisiert. Die Handeckfallbrücke vernetzt nicht nur das Hotel Handeck mit der Gelmerbahn, sondern schafft auch Verkaufsmöglichkeiten von lokalen Produkten in der Alpkäserei Handegg und eröffnet neue Rundwandergelegenheiten. Der Bau dieser spektakulären Hängebrücke soll mit 20 000 Franken unterstützt werden. |
| – |
Machbarkeitsstudie für eine neue Sport-Badeanlage Meiringen. Weil bei den in Meiringen bestehenden Bädern – Frei- und Hallenbad – Erneuerungsbedarf besteht, hat ein Projektteam die Vision einer Bade- und Sportanlage entwickelt. Diese würde ein Innen- und Aussenbad mit der Tennis- und Kletterhalle verbinden. Im Moment geht es darum, eine Machbarkeitsstudie zu erstellen und die Wettbewerbsausschreibung vorzubereiten. Die Partnerschaft kann sich vorstellen, dass eine neue Bade- und Sportanlage in Zukunft zu einem wichtigen Pfeiler der touristischen Infrastruktur der «alpenregion.ch» werden könnte. Allerdings müssen zunächst die Entscheidgrundlagen mit einer Machbarkeitsstudie erarbeitet werden. Die Partnerschaft unterstützt dieses Vorgehen mit 60 000 Franken. |
| – |
Projektierungsbeitrag Aqua-Terra-Mineralwasser. Die Stiftung Terra Vecchia in Brienzwiler hat die Idee entwickelt, unter dem Namen «alpenquelle.ch» ein regionales Mineralwasser zu vermarkten. Genutzt würde das Wasser der Funtenenquelle bei Meiringen. Die damit angestrebten Ziele sind vielfältig: Arbeitsplätze schaffen, in einem Betrieb soziale Verantwortung und Marktwirtschaft verbinden und so weiter. Obwohl noch in einer sehr frühen Phase stehend, verfügt diese Projektidee für die Partnerschaft KWO-Oberhasli über Potential, so dass ein Projektierungsbeitrag von 10 000 Franken zugesprochen wird. |
Die fünf Projekte deckten ein breites Spektrum ab – thematisch, regional innerhalb dem Oberhasli sowie auch bezüglich Konkretisierungsgrad, heisst es in der Medienmitteilung: «Allen ist gemeinsam, dass sie einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung unserer Region leisten können – davon ist die Arbeitsgruppe überzeugt. Für das nächste Jahr können wiederum Projektideen eingereicht werden. Die Mitglieder der Arbeitsgruppe nehmen sie gerne entgegen.»
Partnerschaft KWO-Oberhasli
Die Partnerschaft KWO-Oberhasli gehe zurück auf eine Absichtserklärung, welche die Kraftwerke Oberhasli AG (KWO) im Mai 2005 gegenüber der Region – vertreten durch die Landsgemeinde – abgegeben habe, wird in der Medienmitteilung erinnert. Ziel sei, die nachhaltige Entwicklung (wirtschaftlich, gesellschaftlich, ökologisch) des Oberhaslis zu fördern: «Operatives Zentrum dieser Partnerschaft ist eine Arbeitsgruppe, welche geeignete Projekt identifiziert und über deren Unterstützung entscheidet.» Die Arbeitsgruppe setze sich aus Vertretern der Region und der KWO zusammen: Barbara Kehrli-Maurer, Gadmen, Liselotte Rufibach, Guttannen, Beat Kehrli, Hasliberg, Albin Rüger, «alpenregion.ch», Simon Winterberger, SAC Oberhasli, Gianni Biasiutti, Max Ursin, Walter Brog (alle KWO). Sekretariat (ohne Stimmrecht) Martin Tschirren (ebenfalls KWO).
|