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Lawinenschutztunnel Mitholz: Regierungsrat befürwortet Instandsetzung
Die bernische Kantonsregierung ist grundsätzlich für eine Sanierung des Lawinenschutztunnels Mitholz. Damit unterstützt er laut einer Medienmitteilung den Vorschlag der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion: «Im August werden die Ergebnisse der laufenden Abklärungen vorliegen. Darauf basierend wird der Regierungsrat über die definitive Lösung entscheiden.»

aid/bns. «Der Regierungsrat wird im August 2006 definitiv entscheiden», heisst es in der Medienmitteilung. Bei einer Tunnelsanierungsvariante werde mit Kosten zwischen 13 und 26 Millionen Franken gerechnet, während der Aufwand für eine Umfahrung in offener Linienführung auf rund 19 Millionen Franken geschätzt wird. Im Fall einer Sanierung des Tunnels würde das Bauprojekt bereits im Frühling 2007 vorliegen. Mit den Bauarbeiten könnte im Idealfall Ende 2007 begonnen werden. Mit der Inbetriebnahme des Lawinenschutztunnels Mitholz wäre rund 14 Monate später zu rechnen: «Bis zur Realisierung der definitiven Lösung wird der Lawinenschutztunnel Mitholz weiterhin überwacht, um seinen Bestand zu gewährleisten; sollten die Grenzwerte der Belastung überschritten werden, ist ein sofortiger Notabtrag eines Teils des Ablagerungshügels vorgesehen.»

In einem Aussprachepapier habe Baudirektorin Barbara Egger-Jenzer dem Regierungsrat die Grundlagen für den Entscheid vorgelegt, ob der Lawinenschutztunnel Mitholz saniert oder ob eine neue Umfahrungsstrasse gebaut werden soll, verlautet im weiteren. Dabei habe sich der Regierungsrat im Grundsatz – siehe auch
Lawinenschutztunnel Mitholz: Begleitgruppe unterstützt Instandsetzung vom Montag 12. Juni 2006 – für eine Sanierung ausgesprochen: «Er begrüsst den Vorschlag der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion, diese Variante weiterzuverfolgen und zum Vorprojekt dieser Lösung eine Zweitmeinung bei einem Experten der ETH Zürich einzuholen.» Die Variante Instandsetzung sehe vor, das Tunnelgewölbe auf der gesamten Länge zu sanieren und im geschädigten Bereich mit einer Innenschale aus Beton zu verstärken. Zusätzlich würde der Erddruck auf den Tunnel durch den Teilabtrag des Ablagerungshügels wesentlich reduziert und so eine ausreichende Tragsicherheit des Tunnels erreicht: «Rund 160 000 Kubikmeter Ablagerungsmaterial müssen abgetragen und der Böschungsfuss um rund 20 Meter in Richtung Westen verlegt werden.» Abhängig von den Transport- und Deponiekosten sei bei dieser Lösung mit Gesamtkosten von 13 bis 26 Millionen Franken zu rechnen: «Darüber, wer diese letztlich tragen wird, werden die Gerichte entscheiden.»

Eine Variante Umfahrung in offener Linienführung sehe eine Umfahrungsstrasse vor, die auf der westlichen Seite um den Ablagerungshügel der NEAT führe, wird im weiteren ausgeführt. Sie durchquere den Bereich der Deponie der BLS-Alptransit und des Steinbruchs Mitholz. Der Ablagerungshügel würde als Schutz gegen die «Bireloui» dienen: «Die Umfahrungsstrasse bietet allerdings keinen Schutz vor Staublawinen; deshalb wäre sie ein Rückschritt gegenüber dem bestehenden Tunnel.» Ausserdem müsste der beschädigte Lawinenschutztunnel Mitholz aufgegeben und verfüllt werden, was mit einem komplizierten Bauvorgang verbunden wäre: «Die Gesamtkosten der Variante Umfahrung werden auf rund 19 Millionen Franken geschätzt.


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