pkb/bns. «Herr Jesus, lueg zu däm chlyne Gschöpf, la-n-ihm's guet la gah» – mit diesen Worten will nach Angaben des Untersuchungsrichteramtes IV Berner Oberland und der Kantonspolizei eine 40jährige Hausfrau und Mutter von drei Kindern in der Nacht auf Montag 19. Juni 2006 – siehe auch Steffisburg: Ausgesetzter Säugling im Wasser tot aufgefunden – ihren jüngsten Sohn bekleidet und in einer Babytasche in der Nähe eines Pfadfinderheims in Steffisburg in die Aare gelegt haben. «Danach versuchte sie aus dem Leben zu scheiden, indem sie sich mit einem Messer erhebliche Verletzungen zufügte», heisst es in der Medienmitteilung: «Als dies misslang, alarmierte die Frau die Polizei, wonach sie unverzüglich in Spitalpflege gebracht wurde; ihr Kind wurde im Rahmen einer grossen Suchaktion zwei Stunden später bei der Einmündung des Mühlebachs in die Aare von der Kantonspolizei leblos aufgefunden.» Die Untersuchungen im Institut für Rechtsmedizin (IRM) der Universität Bern haben laut den Untersuchungsbehörden ergeben, dass der Säugling ertrunken ist.
«Nach heutigen Erkenntnissen muss davon ausgegangen werden, dass sich die verheiratete Frau seit längerer Zeit schwierigen familiären Verhältnissen ausgesetzt sah und als Folge davon offenbar an die Grenzen ihrer physischen und psychischen Belastbarkeit gelangt war», verlautet in der Medienmitteilung: «Das geht auch aus einem Abschiedsschreiben hervor, welches sie vor der Tat zuhause hinterlassen hatte; die Frau befindet sich nicht mehr in Haft, wird aber weiterhin medizinisch und psychisch betreut.»
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