sth/bns. Der Umgang mit Informations- und Kommunikationstechnologien (ICT) wird laut einer Medienmitteilung «von Erst- bis Neuntklässlern vor allem integriert in die meisten Fächer, in der siebenten Klasse auch als eigenes Fach erlernt». So schreibe es der Lehrplan ab 2007 vor: «Informatik und der Umgang mit Informations- und Kommunikationstechnologien (ICT) gewinnen auch an den Volksschulen rasch an Bedeutung.» Der Thuner Stadtrat habe deshalb vor einem Jahr einen Kredit von drei Millionen Franken für die Modernisierung der Informatikausrüstung sowie bauliche Anpassungen an den 17 Schulhäusern der Volksschule bewilligt. Im Juli 2006 laufe das Projekt an, im Jahr 2009 soll es abgeschlossen sein. Als erstes Schulhaus sei nun die Primarschule Thun-Allmendingen bereits vor den diesjährigen Sommerferien ausgerüstet worden: In allen Klassenzimmern stünden seit kurzem PC oder Laptops mit Internetanschluss zur Verfügung. Ein Gerätepool mit insgesamt weiteren je 13 bis 15 Geräten pro Schulhaus gewährleiste, dass auch Gruppen und Klassen unterrichtet werden könnten. Nach ähnlichem Schema sollen in den nächsten Jahren die andern Schulhäuser ausgerüstet werden.
Informatik in verschiedene Fächer integriert
«Nicht der eigentliche PC-Unterricht steht gemäss neuem Lehrplan, der 2007 in Kraft treten wird, im Zentrum, sondern die in verschiedene Fächer integrierte Anwendung der Informatik zur Informationsbeschaffung und in der Kommunikation», verlautet im weiteren: «Spielerische Übungen und Lernsoftware kommen in der Unterstufe zur Anwendung, in der fünften und sechsten Klasse wird das Tastaturschreiben gelernt und in der siebenten Klasse erfolgt die eigentliche Schulung (zum Beispiel Office-Anwendungen).» Acht- und Neuntklässler hingegen erhielten keinen speziellen Unterricht mehr, sondern setzten ihre Kenntnisse im Unterricht um. In jedem Schulhaus soll ein für die Informatik verantwortlicher Lehrer die Betreuung der Infrastruktur sicherstellen (1st-Level-Support). Die eigentliche Wartung (2nd-Level-Support) und der Geräteersatz seien Aufgabe der Informatikdienste der Stadt Thun: «Dafür werden Stellenprozente eingesetzt, die mit dem Stadtratskredit gekoppelt sind; die IDT begleitet zudem alle Planungen und Auswertungen im Laufe des Projektes.»
Bund und Kanton tragen Aus- und Weiterbildung
Auch Kanton und Bund tragen zur Realisierung der «Informatik-Offensive» an den Schulen bei, heisst es in der Medienmitteilung: Der Bund finanziere die Ausbildung von Kursleitern im IT-Bereich, der Kanton unterstütze die Weiterbildung der Lehrpersonen und entschädige die lokalen ICT-Verantwortlichen.
Fachgemässe Wartung
Heute seien die meisten Thuner Schulhäuser zwar durchaus mit PC ausgerüstet, geht aus der Medienmitteilung im weiteren hervor. Es handle sich aber zumeist um veraltete Modelle, oft um ehemalige Firmencomputer. Vor allem an den Primarschulen mangle es an zeitgemässen Geräten, an Internetanschlüssen und Netzwerken, sowie teilweise auch an fachgemässer Wartung: «Die Wartung war bisher ganz den Lehrkräften überlassen, die sich zwar sehr engagieren, jedoch zeitlich und ausbildungsmässig an ihre Grenzen stossen, vor allem im Netzwerkbereich.» Mit dem nun angelaufenen Ausbau der Informatik an den Thuner Volksschulen könnten diese Probleme gelöst werden. Zudem werde eine Grundausbildung aller Lehrkräfte sichergestellt.
Der Zeitplan für die Umrüstung
Die Ausrüstung der Thuner Schulhäuser mit moderner Informatik soll bis 2009 nach diesem Zeitplan erfolgen:
| 2006 |
Modellschule Allmendingen, danach Dürrenast, Neufeld, Göttibach, Seefeld, Goldiwil. |
| 2007 |
Länggasse, Buchholz, Pestalozzi |
| 2008 |
Strättligen, Schönau, Hohmad, Lerchenfeld. |
| 2009 |
Progymatte, Gotthelf, Obermatt, Schoren. |
|