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| Der Veloklub Interlaken ist 125 Jahre alt |
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Die Nachfolger der damaligen «Velocipedisten», die am 1. Juni 1881 den Veloklub Interlaken gegründet haben, trainieren zweimal wöchentlich auf Rennrad und Mountainbike. Neben einer Jubiläumstour in den Schwarzwald soll am 5. August 2006 erneut das im letzten Sommer erstmals nach einigen Jahren wieder veranstaltete Bergrennen von Unterseen nach Beatenberg ausgetragen werden. |
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Organisieren wöchentlich gemeinsame Trainingstouren: Von links nach rechts: Vizepräsident Res Tritten, Christian Beuchat, Interimspräsident Urs Zimmermann, Markus Götz und TK-Chef Stephan Zenger. (Bilder: Bruno Petroni)
Dokumente belegen es: Anno 1881 banden die kühnen Hochradfahrer in Beatenberg oben einen riesigen Bund Äste hinter ihr Vehikel und fuhren auf diese Weise gebremst und kontrolliert nach Interlaken hinunter.
Zwei Jahre vor der Gründung des schweizerischen Radfahrerbundes entschlossen sich 18 «Velociped-Fahrer» aus dem Bödeli, einen Veloklub ins Leben zu rufen. Unter ihnen war Fritz Götz, der aus englischen Teilen Hochräder baute. Gleichzeitig wurden damals die ersten Niederräder mit Kettenantrieb und Luftbereifung entwickelt.
Bruno Petroni, Matten bei Interlaken / petroni@gmx.ch
«In der Vereinschronik fand ich sogar noch die Originalstatuten vom 1. Juni 1881; daraus ist beispielsweise ersichtlich, dass der Mitgliederbeitrag einen Franken pro Monat kostete», erinnert sich der heutige interimistische Klubpräsident Urs Zimmermann.
«Schnellfuss»
Der Ausdruck «Velociped» stammt vom französischen «Vélocipède» und bedeutet «Schnellfuss». Schon vor Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Bodenkontakt der Füsse durch den Kettenantrieb ersetzt. Die heutigen Rennvelos sind mit bis zu dreissig Gängen ausgerüstet und wiegen kaum mehr als sieben Kilogramm.
Urs Zimmermann (Bild) und seine Leute führen wöchentlich Trainingsfahrten auf Rennvelos und Mountainbikes durch.
Profi und Weltmeister
Nach dem zweiten Weltkrieg wurden die Aktivitäten des Klubs während 30 Jahren aus Mangel an Interesse auf Eis gelegt. Einzig der Dachdecker Fritz Schlunegger gab die Vereinsstrukturen nicht auf. Dank ihm konnte der Verein im Jahr 1980 wieder aktiviert werden. In den neunziger Jahren stiessen dann der Lauterbrunner Berufsfahrer Heinz Imboden als Tour-de-Suisse-Etappensieger und Christian Beuchat als Seniorenweltmeister im Paarzeitfahren zum Veloklub.
«Jeder darf mitmachen»
In seinem Jubiläumsjahr zählt der Veloklub Interlaken 120 Mitglieder. Nachwuchsfahrer werden in den wöchentlichen Trainings integriert. Stephan Zenger, Trainer der Sportkommission: «Eigentlich ist jeder zu unseren Trainingsausfahrten willkommen, auch wenn er nicht Mitglied ist.» Im letzten Sommer führte der Veloklub nach einigen Jahren erstmals wieder das Bergrennen von Unterseen nach Beatenberg durch. Am 5. August 2006 soll dieser Klassiker erneut ausgetragen werden. Doch zuvor wollen die Radsportler das 125jährige Bestehen ihres Vereins mit einer Jubiläumstour in den Schwarzwald ausgiebig feiern.
Training für jedermann. Der Veloklub Interlaken führt jeden Dienstag um 18 Uhr eine 30 bis 60 Kilometer lange Trainingsfahrt auf dem Rennvelo durch (Besammlung bei Zweirad-Götz in Unterseen). Zum «Mittwochbiken» treffen sich die Fahrer auf den Montainbikes um 18.30 Uhr beim Bahnhof Interlaken Ost. – Informationen Telefon 033 823 05 64. |
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