bkw/bns. Mit Blick auf die Öffnung des Strommarktes seien die Elektrizitätsversorgungsunternehmen der Städte Interlaken, Thun und Biel vor zwei Jahren an den Preisüberwacher gelangt, erinnert die BKW in ihrer Medienmitteilung: «Sie verlangten die Überprüfung der Preise für die Stromdurchleitung (Netznutzung) über das BKW-Netz.» Die Industriellen Betriebe Interlaken (IBI) hätten vom Angebot der Netzdurchleitung und der Energiebeschaffung auf eigenes Risiko Gebrauch gemacht: «Für die IBI erfolgt deshalb mit Blick auf das von ihnen für das Jahr 2005 übernommene Preisrisiko rückwirkend eine Preisreduktion.»
Für das Jahr 2006 habe die BKW im Einvernehmen mit dem Preisüberwacher ihre Durchleitungspreise «entsprechend der Kostenentwicklung und der Erkenntnisse weiterentwickelter Berechnungsmodelle» um durchschnittlich zirka elf Prozent gesenkt, und zwar vorwiegend für Gewerbekunden, Vertriebs- und Versorgungspartner. Dies führe aus heutiger Sicht zu einer Preissenkung in der Grössenordnung von jährlich rund 20 Millionen Franken (Reduktion des Netznutzungspreises rund 30 Millionen Franken, Erhöhung der Energiepreise rund 10 Millionen Franken). Zusammen mit den in den Jahren 2003 und 2004 in Kraft gesetzten Preisanpassungen habe die BKW damit für ihre Haushalt-, Gewerbe- und Industriekunden sowie für ihre Vertriebspartner Preisreduktionen im Umfang von insgesamt rund 70 Millionen Franken umgesetzt.
Gemeinsam mit ihren «Swisspower»-Partnern Energie Thun AG und Energie Service Biel hatten sich die Industriellen Betriebe Interlaken (IBI) – siehe auch Die IBI wehren sich für marktgerechte Strompreise vom Donnerstag 16. September 2004 – an die Preisüberwachung gewandt, weil sie nach ihrer Auffassung für den Strom bei der BKW FMB Energie AG (BKW) zu hohe Preise bezahlten. |