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Mittwoch 15. März 2006
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Max und Erika Schneider
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Camping Les Magnanarelles
Le Rey
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Hintergrundinformationen siehe auch Bericht Staneks Planetenlexikon 2005: Mit dem Computer auf den Mars vom Sonntag 14. November 2004
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Swiss Myco Holidays
Eine wundervolle Mischung
von Ferien und Mykologie!

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Sibirische Eigerxpedition: Und nach der Nordwand noch ein Bad im Thunersee ...

Vier Mann, ein Schlafsack und vier Liter Cognac – jetzt hat die Eigernordwand auch eine «Russenroute»: Eine kühne Viererseilschaft aus Sibirien kletterte in einer vierzehntägigen Direttissima auf den Eiger – allerdings nicht gerade so, wie man das von Berggängern sonst gewohnt ist. Krönender Abschluss des Abenteuers: Ein Bad im Thunersee.

Die neue «Russenroute». Während vierzehn Tagen biwakierten die vier Sibirier des stürmischen Wetters wegen an manchen Biwakplätzen bis zu drei Nächte lang.
Bild: zvg


Die oberflächlichen Erfrierungen an Evgeni Dimitrienkos Zehen bleiben mit viel Glück die einzige schmerzhafte Erinnerung an das zweiwöchige Himmelfahrtkommando: Der Gute kletterte das Abenteuer seines Lebens mit herkömmlichen Trekkingschuhen, weil er seine soliden Bergschuhe schlicht zuhause vergessen hatte. Vor einigen Tagen erreichte Dimitrienko gemeinsam mit seinen Kameraden Vladimir Archipow, Pjotr Malygin und Dimitrij Tsyganow unter widrigsten hochwinterlichen Bedingungen den 3970 Meter hohen Eigergipfel. Unüblich ihre dreissig Kilo Verpflegung: Neben Speck, Suppe, Brot und Schokolade nahmen die erfahrenen Kletterer auch vier Liter Cognac und eine Flasche Wodka mit in die Wand. Ferner teilten sie sich zu viert einen einzigen Schlafsack und ein enges Zelt, welches sie fürs Biwakieren jeweils auf eine mit Schnee gefüllte Hängematte stellten.

Mit selbergemachten Haken

So richtig exotisch dann aber die selber hergestellten ankerförmigen Haken – in der Form ähnlich der Haue eines Eisgerätes. Dazu der deutsche Alpinist und Schriftsteller Robert Steiner, Betreuer der russischen Eigerexpedition: «Für neunzig Prozent der Absicherungen verwendeten sie diese selber gemachten Haken; den Rest deckten sie mit Klemmkeilen und sogenannten ‹Friends› ab.»

Grund zum Hissen der Fahne von Krasnojarsk: Nach zwei Wochen stehen die wagemutigen Russen bei Sturm und Nebel auf dem Gipfel. Von links nach rechts: Vladimir Archipow, Pjotr Malygin, Dimitrij Tsyganow. (Bilder Evgeni Dimitrienko).

Von insgesamt 52 Seillängen begingen die vier Männer 45 neue in der Eigernordwand. Dabei stiessen sie 200 Meter unterhalb des Gipfels plötzlich auf Rucksäcke und Karabiner: «Es handelt sich dabei um Überreste einer tschechischen Seilschaft, die vor 28 Jahren dort abgestürzt war», weiss der Meiringer Bergführer und Eigerexperte Kaspar Ochsner zu berichten: «Dieses Material befindet sich unmittelbar neben den sogenannten Sphinx-Pfeiler.»

Zur Feier ein Bad im Thunersee

Einen heikle Moment hatten die vier Sibirier zu überstehen, als sie während des Aufstiegs im zweiten Eisfeld beinahe von einem Steinschlag mitgerissen wurden.
Bruno Petroni, Freier Journalist, Matten bei Interlaken petroni@gmx.ch
Auch im zwölfstündigen Abstieg vom Gipfel durch die Westwand bei Nebel und Sturm – derweil drüben auf dem Jungfraujoch Windspitzen von 130 Stundenkilometer registriert wurden – bewegten sie sich an der Grenze des Machbaren.Zwar sind die vier Sibirier Kälte gewohnt, nahmen aber nach ihrer Rückkehr die Gastfreundschaft von Bergführer Godi Egger, der sie in seinem Mountain Hostel aufnahm dankbar an – auch wenn sich die permanenten Minustemperaturen in der Eigerwand im Vergleich zu den bei ihnen zuhause in Sibirien herrschenden minus 40 Grad Celsius geradezu angenehm angefühlt haben dürften. Wen wundert es, dass sich die vier Künstler der Vertikalen auf dem Heimweg aus dem Jungfraugebiet noch bei einem ausgedehnten Bad im Thunersee vergnügten …

Profitieren von den wenigen Schönwetterstunden: Der 20jährige Pjotr Malygin als jüngster der Expedition beim Nachstieg oberhalb des Unteren Eisfeldes.

K2 und Masherbrum warten

Mittlerweile sind alle vier wieder von ihrem allerersten Abstecher in die Schweiz in ihre sibirische Heimatstadt Krasnojarsk zurückgekehrt. Und sie hegen schon wieder kühne Pläne: Die Westwand des 8611 Meter hohen K2 im chinesisch-pakistanischen Grenzgebiet und eine riesige, noch nie durchstiegene Wand am Masherbrum (7821 Meter über Normalnull) warten auf sie – und ein paar Liter Cognac im Rucksack ...

Herausgegeben von Peter Schmid, Freier Journalist, Kreuzlistrasse 244, CH-3852 Ringgenberg / Redaktionsstube Ringgenberg Telefon +41 33 821 10 61 und Fax +41 33 82110 64 / Mobile +41 79 427 45 78 / Postcheckkonto 40-71882-7
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