| Jasskönigin Rosmarie Carrel und Jasskönig Peter Rubi, flankiert von den beiden Zweitplazierten Markus Reist, Bönigen (ganz links) und Hanruedi Lüthi, Iseltwald (ganz rechts). In der Bildmitte Ernst Marti. (Bild zvg)
Rosmarie Carrel hat das Rennen für Bönigen gemacht und Peter Rubi für Iseltwald. Volle Konzentration, rote Ohren und Schweisstropfen waren am Mittwochabend angesagt bei den vierzig Teilnehmer des Ausscheidungsturniers für den Donnschtigjass im kommenden Juli. Die Spannung stieg von Passe (Fachausdruck für vier Einzelspiele) zu Passe. Nach etwas weniger als zwei Stunden hatten sie es geschafft, die 18 Iseltwalder und 22 Böniger. Die je sieben Sieger für jedes der beiden Dörfer standen fest. Für Bönigen übernahm Rosmarie Carrel klar die Führung mit 71 Differenzpunkten gefolgt von Markus Reist mit 72 Differenzpunkten. Die Iseltwalder Peter Rubi und Hansruedi Lüthi erzielten beide den gleichen Endstand von 88 Differenzpunkten. Peter Rubi qualifizierte sich jedoch mit dem besseren Einzelpassenresultat auf Platz 1. An der Vorrunde am 6. Juli 2006 auf dem Jaun werden sie alle vier beteiligt sein, die Erstplazierten am Tisch und die Zweitplazierten am Telefon.
Ernst Marti führte durch den Abend
In der «jassmässig» dekorierten Mehrzweckhalle Iseltwald – die Iseltwalder Schüler hatten mit grossem Aufwand überdimensionale Karton-Jasskarten gebastelt – führte Ernst Marti vom Schweizer Fernsehen in seiner ruhigen und kompetenten Art durch den ganzen Abend.
Elsbeth Abegglen, Iseltwald
Er instruierte zu Beginn die «Schreiber» über alle Regeln der Jass- beziehungsweise Schreibkunst beim Differenzler. Von Beginn bis Schluss betreute und kontrollierte er zusammen mit seinen beiden Helfern die Jasser. Die Schlussrangliste gab er mit allen nötigen Erklärungen – wer wann wo am Tisch, am Telefon, als Ersatz und so weiter zum Einsatz kommen werde – persönlich bekannt. Marti zollte den Jassern sowie den Schreibern ein grosses Lob für die Disziplin und Ordnung, welche doch eher selten anzutreffen sei bei diesen Ausscheidungsspielen. Er betonte auch, dass es nach Brugg/Windisch erst das zweitemal sei, dass die Ausscheidungsdörfer «gemeinsame Sache» machten. Alle andern führten die Ausscheidungsspiele im Alleingang durch.
«Freude herrscht»
Mit diesen Worten begrüsste Organisationskomiteepräsident Beni Knecht die Jasser sowie alle Helfer vom Organisationskomitee und des Frauenvereins, welche für das leibliche Wohl sorgten. Freude herrsche beim Anblick so vieler motivierter Spieler und begeisterungsfähiger Helfer. Er betonte einmal mehr das «gemeinsame Werk» von Bönigen und Iseltwald. Alles zusammen zu machen, sei von Anfang an das Ziel gewesen. Mit einem Augenzwinkern fügte er jedoch an, dass er lügen würde, wünschte er sich nicht einen Sieg von Bönigen. Selbstverstandlich wünsche er aber auch den Iseltwaldern viel Glück. Knecht rief zum Schluss zum fleissigen Trainieren auf und informierte die Anwesenden noch kurz über den Stand der Detailarbeiten im Organisationskomitee. Er betonte weiter, das Ziel sei, am 6. Juli mit mindestens 100 Leuten, einem sogenannten Fanklub auf den Jaun zu reisen. Zwei Cars seien bereits gebucht.
Aus der Rangliste. Bönigen: 1. Rosmarie Carrel. 2. Markus Reist. 3. Jean Hauri. 4. George Carrel. 5. H.R. Sutter. 6. Ursula Häsler. 7. Hans Nyffenegger. – Iseltwald: 1. Peter Rubi. 2. Hansruedi Lüthi. 3. Heinz Brunner. 4. Ruedi Duber. 5. Lotti Wyss. 6. Manuela Rubi (beste Jugendliche). 7. Fritz Bühler.
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