| aid/bns. Der am Mittwoch 22. März 2006 um 22.10 Uhr überfahrene Wolf wurde laut einer Medienmitteilung vom zuständigen Wildhüter zur Untersuchung ins Tierspital nach Bern gebracht: «Wahrscheinlich stammt das Tier aus der italienischen Population; die entsprechenden Untersuchungen und Abklärungen sind eingeleitet.»
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts sei der Wolf aus den letzten Rückzugsgebieten der Schweiz verschwunden, wird in der Medienmitteilung erinnert. Im Jahr 1890 seien im Jura die letzten Wölfe beobachtet worden: «In den letzten Jahren ist der Wolf jedoch wieder in die Schweiz zurückgekehrt; seit 2001 wurden auch im Berner Oberland verschiedene Wolfsbeobachtungen gemeldet, die allerdings nie mit einem gesicherten Nachweis verifiziert werden konnten.» Die erste Beobachtung vom 11. Mai 2001 stamme vom Grimselpass: «Am 24. August 2002 wurde angeblich ein Wolf im hinteren Lauterbrunnental und am 12. Oktober 2004 in Gsteigwiler gesichtet; diese Meldungen konnten jedoch nie bestätigt werden.» In der Schweiz sei die Anwesenheit des Wolfes seit dem Jahr 1995 jedoch eine Tatsache. In den Kantonen Graubünden, Wallis und Tessin lebten zurzeit schätzungsweise drei bis vier Wölfe.
«Die Rückkehr des Wolfs, der in der Schweiz und in Europa unter Schutz steht, ruft vor allem bei Kleinviehzüchtern Spannungen hervor», verlautet dazu im weiteren: «Das vom Bundesamt für Umwelt (Bafu) am 21. Juli 2004 in Kraft gesetzte Konzept Wolf umfasst Richtlinien zu schadenstiftenden Wölfen und regelt die Koexistenz zwischen Mensch und Wolf.» – Weitere Informationen zum Thema sind unter kora.ch zu finden. |