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Meiringer Rechnung 2005: Hochwasser verhindert besseres Ergebnis

Die Jahresrechnung der Einwohnergemeinde Meiringen schliesst bei einem Gesamtaufwand von 20 952 773 Franken mit einem Ertragsüberschuss von 30 645 Franken ab. Das Rechnungsergebnis ist damit um 25 645 Franken besser als budgetiert.

pd/bns. Die Kosten, welche das Hochwasser vom August 2005 verursachte, verschlechterten das Ergebnis der Jahresrechnung 2005 um 773 000 Franken. Dank grosser Ausgabendisziplin und höherer Steuereinnahmen schliesst die Jahresrechnung trotzdem mit schwarzen Zahlen ab.


Bericht über die Verhandlungen des Gemeinderates von Meiringen
Obwohl die Gemeindefinanzen in den letzten Jahren stabilisiert werden konnten, weisen die Zahlen der Finanzplanung eine negative Tendenz auf. Dies ist in erster Linie auf eine massive Zunahme der Gemeindeanteile an den Lastenverteilungssystemen Sozialhilfe, AHV, IV und EL zurückzuführen. Die Kosten in diesen Bereichen werden im Jahr 2010 voraussichtlich mehr als 400 000 Franken höher sein als im Jahr 2006. Da die Gemeinde in diesem Bereich praktisch keinen Handlungsspielraum hat, müssen die höheren Kosten in anderweitig kompensiert werden. Der Spielraum für Ausgaben in der Laufenden Rechnung und für Investitionen bleibt deshalb nach wie vor gering. Der Gemeinderat beabsichtigt unter diesen Voraussetzungen, die bisherige Finanzpolitik konsequent beizubehalten.

Die wichtigsten Geschäftsvorfälle 2005

Folgende Geschäftsvorfälle haben das Rechnungsergebnis massgeblich beeinflusst:
  Das Hochwasser vom August 2005 hat auch auf die Jahresrechnung 2005 negative Auswirkungen. Unter Berücksichtigung aller zugesicherten Einnahmen und der aufgelaufenen Ausgaben resultieren netto Restkosten von 773 000 Franken
  Im Bereich Steuern resultierte verglichen mit dem Voranschlag ein Mehrertrag von 818 000 Franken.
  Durch den Verkauf des alten Schulhaus Hausen wurde ein Buchverlust von 100 000 Franken realisiert.
  Die Gemeinde Meiringen hat für das Jahr 2005 zirka 100 000 Franken weniger aus dem kantonalen Finanzausgleich erhalten als budgetiert.
  Die Nettoinvestitionen lagen dank hohen Einnahmen aus Subventionen und Beiträgen mit 298 000 Franken deutlich unter den budgetierten Werten.

Finanzkennzahlen 1997 bis 2005
Dank der zurückhaltenden Investitionstätigkeit und den positiven Rechnungsresultaten in den letzten Jahren konnte die Gemeinde Meiringen die Finanzkennziffern markant verbessern. Der Selbstfinanzierungsgrad konnte seit dem Jahr 2000 immer deutlich über 100 Prozent gehalten werden, was zu einem spürbaren Schuldenabbau führte. Der Durchschnittswert von 7,90 Prozent beim Selbstfinanzierungsanteil kann allerdings als nur knapp genügend gewertet werden, was aufzeigt, dass der finanzielle Spielraum für neue Investitionen sehr klein ist. Der Zinsbelastungsanteil und der Kapitaldienstanteil konnten durch den Schuldenabbau, die tiefen Zinssätze und durch zusätzliche Abschreibungen deutlich verbessert werden.

Ab dem Jahr 2005 müssen zwei neue Kennziffern zusätzlich berechnet werden. Dies sind der Bruttoverschuldungsanteil und der Investitionsanteil. Der Bruttoverschuldungsanteil zeigt die Bruttoschuld in Prozenten des Finanzertrages, woraus die Verschuldungssituation ersichtlich wird. Der Wert des Jahres 2005 mit 92,62 Prozent kann als gut bezeichnet werden. Der Mittelwert der Jahre 1997 bis 2005 beträgt 107,53 Prozent. Das ist gemäss den Richtlinien des Amts für Gemeinden und Raumordnung ein genügender Wert. Der Investitionsanteil bildet die Bruttoinvestitionen in Prozenten der konsolidierten Ausgaben ab. Diese Kennzahl zeigt die Aktivität im Bereich der Investitionen und/oder die Zunahme der Nettoverschuldung. Der Investitionsanteil kann von Jahr zu Jahr sehr stark schwanken, was eine Betrachtung über mehrere Jahr nötig macht. Der Mittelwert von 12,33 Prozent weist gesamthaft betrachtet auf eine mittlere Aktivität im Bereich Investitionen in den Jahren 1997 bis 2005 hin.

Laufende Rechnung

Rechnung 2005

Budget 2005

Abweichung

Allgemeine Verwaltung

–1 217 074

–1 155 400

61 674

Öffentliche Sicherheit

–141 183

–70 100

71 083

Bildung

–2 828 548

–2 726 600

101 948

Kultur und Freizeit

–475 616

–469 100

6 516

Gesundheit

–38 027

–65 700

–27 673

Soziale Wohlfahrt

–2 738 194

–2 909 500

–171 306

Verkehr

–886 270

–817 600

68 670

Umwelt und Raumordnung

–173 366

–189 900

–16 534

Volkswirtschaft

–233 220

–369 500

–136 280

Finanzen und Steuern

8 762 142

8 778 400

16 258


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