Der neue Thuner Bauinspektor Rudolf Tschan. (Bild zvg)
sth/bns. Der 54jährige in einem mehrstufigen Auswahlverfahren ausgewählte Rudolf Tschan arbeitet laut einer Medienmitteilung seit dem Jahr 1991 in einer ähnlichen Funktion beim kantonalen Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR). 1991 hat er die Schule für Bauinspektoren in Bern abgeschlossen. Rudolf Tschan ist mit den Verhältnissen in Thun gut vertraut – nicht nur, weil er hier aufgewachsen ist und die Schulen besucht hat, sondern auch, weil er bereits zwischen 1987 und 1991 stellvertretender Bauinspektor der Stadt Thun gewesen ist. Beim AGR war er zunächst zuständig für die Ämter Bern, Seftigen und Schwarzenburg, seit 2003 für die Ämter Seftigen und Thun. Zu seinen Aufgaben gehörte unter anderem die Beratung der dort amtierenden Regierungsstatthalter und der Gemeinden. Vor 1987 führte er während acht Jahren ein eigenes Zeichnungsbüro für Eisenbeton- und Stahlbau.
«Diese breite Erfahrung überzeugte das Wahlgremium unter dem Vorsitz von Gemeinderätin Ursula Haller, Vorsteherin der Direktion Bildung und Entwicklung», verlautet im weiteren. Rudolf Tschan wohnt in Bern und ist Vater zweier erwachsener Töchter. Er wird seine Stelle am 1. August 2006 antreten. Tschan ist Nachfolger des bisherigen Bauinspektors Andreas Dürig, der Anfang Jahr nach kurzer, schwerer Krankheit gestorben ist.
Für die Neubesetzung der Stelle habe der Gemeinderat beschlossen, das Bauinspektorat künftig nicht mehr als eigene Abteilung zu führen, sondern als Dienststelle, heisst es in der Medienmitteilung: «Mit der Verkleinerung des Gemeinderates von sieben auf fünf Mitglieder wurde entschieden, auch die Leitungsebene der Verwaltung zu straffen.» Für ein gut funktionierendes Bauinspektorat sei vor allem die fachliche Unabhängigkeit wichtig. Diese könne auch auf der Ebene einer Dienststelle gewährleistet werden. Wo das Bauinspektorat mit seinen sechs Stellen künftig angegliedert werde, sei noch offen: «Definitive Entscheide fallen nach den Gemeindewahlen, wenn Ressorts und Pensen der künftigen Gemeinderäte bekannt sein werden.»
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