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Hausbau zu Beginn der zwanziger Jahre des letzten Jahrhundert. (Archivbild zvg)
pd/bns. Dem Grundsatz, im Museum keine rekonstruierten Gebäude zu zeigen, werde treu geblieben, geht aus einer Medienmitteilung hervor. Nach der Saison 2006 soll das «neue alte» Haus wieder abgebaut werden. Im Freilichtmuseum Ballenberg seien in den vergangenen 28 Jahren viele Gebäude aufgerichtet worden, wird in der Medienmitteilungt erinnert und dabei darauf hingewiesen, bis jetzt seien es deren 100 gewesen. Die historischen Bauwerke – das älteste an die 700 Jahre alt – hätten am ursprünglichen Standort nicht erhalten bleiben können und seien deshalb sorgfältig abgetragen und auf dem 660 000 Quadratmeter grossen Museumsgelände wieder aufgebaut worden: «Beim ‹neuen alten› Haus – aufgebaut wie es die einfachen Bauersleute in der Zeit um 1800 im schweizerischen Mittelland getan haben – handelt es sich um ein Hochstudgebäude mit Einteilung in ein Wohnteil, Tenne und Stall.»
Holzer, die Bäume fällen und die Stämme mit dem Pferd aus dem Wald auf den Bauplatz bringen, Zimmerleute, die mit der Breitaxt Rundhölzer zu Balken behauen, Maurer die mit dem auf dem Ballenberg gebrannten Kalkmörtel die aufgeschichteten Steine mörteln, Schreiner, die Türen und Fensterrahmen zusammensetzen, Glasbläser, die Butzen herstellen und Bleiverglaser, die die runden Scheibchen zu einem Ganzen zusammenfügen, Steinmetze, die einen Sitzofen aus Sandstein zurechtsägen und mit Hammer und Meissel verzieren, Ofner, die das Innenleben des Ofens mit den vielen Rauchzügen sorgfältig aufbauen und Dachdecker, die mit Stroh, Schindeln und Ziegeln exemplarisch Teile der grossen Dachfläche decken: Dies alles können Museumsbesucher auf dem Ballenberg miterleben aber auch per Webcam auf www.ballenberg.ch live mitverfolgen.
Überdies finden nach FLM-Angaben verschiedene Veranstaltungen im Zusammenhang mit dem Hausbau statt: Im April die Materialbeschaffung mit einem Holzerznüni am 30. April. Der Monat Mai steht unter dem Motto Grundstein legen, Schwelle bearbeiten und setzen (Sonntag 7. Mai Schwellenkranzlegung). Im Juni und Juli erfolgt die Holzbearbeitung durch die Zimmerleute und am 1. August steht die Aufrichte mit Firstwein auf dem Programm. Die Maurerarbeiten sollen im August und die Scheinerarbeiten im September abgeschlossen sein. Der Abschlusstrunk am 29. Oktober ist Schlusspunkt einer spannenden Veranstaltungsreihe zum Jahresthema 2006.
Neuer Marketingleiter
Seit 1. März 2006 leitet Norbert Schmid die Geschicke der Marketingabteilung des Freilichtmuseums Ballenberg. Der gebürtige Walliser hat als Reservationsverantwortlicher und Marketingmitarbeiter in diversen Tourismusdestinationen seine beruflichen Sporen abverdient. Während fünf Jahren «Grindelwald Tourismus» hat der ausgebildete Tourismusfachmann, Marketingplaner und Betriebsökonom FH das Berner Oberland kennen und schätzen gelernt. Nach sechsjähriger Tätigkeit als Verantwortlicher Werbung und Verkaufsförderung in einer international tätigen Firma der Maschinenindustrie, freut sich der Marketingleiter auf seine berufliche Herausforderung im Berner Oberland. Norbert Schmid ist 41jährig und wohnt mit seiner Familie in Spiezwiler. |