In Anwesenheit der Familie Cova und Freunden ist gestern Mittwoch auf dem Jungfraujoch für Andrea Cova, den «Vater» der Idee Unesco-Welterbe, eine Gedenktafel enthüllt worden. |
Im Rahmen einer kleinen Zeremonie würdigten Jim Thorsell, Vertreter der World Conservation Union, Jost Brunner, Gemeindepräsident von Lauterbrunnen und Walter Steuri, Geschäftsleitungsvorsitzender der Jungfraubahnen sowie ein ehemaliger Schulfreund das grosse Verdienst von Andrea Cova um das Projekt Unesco-Welterbe Jungfrau-Aletsch-Bietschhorn.
pd/bns. In den siebziger Jahren, als Professor Bruno Messerli im Rahmen der MAB-Studien den Welterbe-Gedanken erstmals thematisierte, war die Region für diesen Schritt noch nicht bereit. Es brauchte schliesslich Andrea Cova, der mit seiner beispiellosen Begeisterungsfähigkeit die Idee des Unesco-Welterbes Mitte der neunziger Jahren neu aufbrachte. Er suchte den Kontakt zu seinem Schulfreund Jim Thorsell, von dem er wusste, dass er Welterbe-Inspektor bei der der World Conservation Union war. Von ihm erhielt er die Bestätigung, dass sich die Region als Welterbe eignen könnte und Tips über das notwendige Vorgehen. Als Andrea Cova schliesslich auch die Gemeinden Lauterbrunnen und Grindelwald sowie die Jungfraubahnen «ins Boot holen» konnte, galten seine Bestrebungen dem Ziel, auch die betroffenen Wallisergemeinden zu überzeugen. Die Vision von Andrea Cova ist Realität geworden. Am 13. Dezember 2001 ist das Gebiet Jungfrau-Aletsch-Bietschhorn von der Unesco-Welterbe-Kommission in die Welterbeliste aufgenommen. Leider durfte Andrea Cova diesen Erfolg selber nicht mehr erleben, weil er im Jahr 2000 einer schweren Krankheit erlegen ist.
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