Der Regierungsrat des Kantons Bern unterstützt den Aufbau der vier regionalen Naturpärke Diemtigtal, Thunersee-Hohgant, Gantrisch und Chasseral. Der Regionalpark Diemtigtal müsste sich allerdings vergrössern oder mit dem benachbarten Regionalpark Gantrisch fusionieren. |
aid/bns. Auch Bestrebungen zur Schaffung eines Naturparks im Emmental fördere der Regierungsrat nur unter klaren Auflagen, geht aus einer Medienmitteilung hervor. Nicht vom Kanton unterstützt würden Bestrebungen zum Aufbau eines regionalen Naturparks Wässermatten im Oberaargau.
Im Kanton Bern seien zurzeit sechs Parkprojekte in Bearbeitung, wird in der Medienmitteilung erinnert: «Aus ökonomischer und touristischer Sicht ist allerdings der Aufbau von lediglich drei bis vier regionalen Naturpärken sinnvoll. Der Regierungsrat habe deshalb beschlossen, grundsätzlich die Projekte Diemtigtal, Thunersee-Hohgant, Gantrisch und Chasseral zu unterstützen: «Bestrebungen zur Schaffung eines regionalen Naturparks im Emmental werden nur gefördert, wenn sie einen Zusammenschluss mit bestehenden Projekten (Thunersee-Hohgant oder Unesco-Biosphäre Entlebuch) zum Ziel haben.
Von den Initianten des Regionalparks Diemtigtal verlange der Kanton, dass sie den Perimeter ihres Projekts entweder vergrössern oder mit dem benachbarten Regionalpark Gantrisch fusionieren, heisst es im weiteren: Denn mit 120 Quadratkilometer sei der Regionalpark Diemtigtal deutlich zu klein. Die optimale Grösse eines Parks liege zwischen 200 und 500 Quadratkilometer: «Doch auch von den Projekten Gantrisch und Thunersee-Hohgant erwartet der Kanton, dass sie geeignete Zusammenschlüsse prüfen und sofern zweckmässig umsetzen.»
Für den Aufbau und den Betrieb der regionalen Naturpärke will der Regierungsrat laut der Medienmitteilung im Voranschlag 2007 und im Finanzplan 2008/2010 Mittel bereitstellen. An die Betriebskosten eines Naturparks wolle er Beiträge von höchstens 400 000 bis 450 000 Franken pro Jahr zahlen. Den definitiven Entscheid über die Staatsbeiträge fälle der Grosse Rat in der Septembersession 2006.
Die Schweiz soll neue Pärke von nationaler Bedeutung erhalten, verlautet im weiteren. Neben neuen Nationalpärken und Naturerlebnispärken sollen im ganzen Land rund zehn regionale Naturpärke entstehen: «Solche Pärke helfen, natürliche Landschaften von besonderer Schönheit zu erhalten und aufzuwerten.» Sie gäben zudem wertvolle Impulse für den Tourismus: «Nach den Vorgaben des Bundes muss die Initiative für den Aufbau eines Regionalparks von der betroffenen Region selber kommen; die Kantone sollen die regionalen Initiativen unterstützen und begleiten.» – Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektor Regierungsrat Werner Luginbühl hat laut Medienmitteilung die Trägerschaften der regionalen Naturpärke am 25. April 2006 persönlich über den Entscheid des Regierungsrates informiert und mit ihnen das weitere Vorgehen diskutiert.
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