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Samstag 1. April 2006
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Hintergrundinformationen siehe auch Bericht Staneks Planetenlexikon 2005: Mit dem Computer auf den Mars vom Sonntag 14. November 2004
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Spende für Lütschental: 11 000 Franken an das «Rote Brüggli»

Eine kleine Delegation des Soroptimist Club Interlaken ist am Mittwochnachmittag nach Lütschental gereist und hat einen symbolischen Check über 11 000 Franken für den angelaufenen Wiederaufbau des «Roten Brüggli» überbracht.

Übergabe der Spende beim Haus der Familie Kolb. (Bild Elsbeth Abegglen, Iseltwald)

Es war schon immer rot und zum Schluss auch noch rostig. Dies die Aussage von Peter Kolb, Gemeindepräsident von Lütschental. Niemand weiss ganz genau warum das in der Nacht auf 23. August 2005 von den Hochwassermassen der Lütschine weggefegte «Rote Brüggli» so hiess. Auf jeden Fall ist es wieder im Aufbau und soll bereits Ende Mai, Anfang Juni dieses Jahres wieder befahrbar sein. Neu 25 statt 12 Meter lang soll es werden und 370 000 Franken kosten, dieses den Lütschentalern so ans Herz gewachsene Bauwerk – eventuell sogar noch 10 000 bis 20 000 Franken mehr, je nachdem ob die Strasse asphaltiert wird oder nicht. Zirka 90 Prozent der Baukosten werden mit Subventionen gedeckt sein. Somit bleiben immer noch an die 40 000 bis 50 000 Franken, welche die Gemeinde selber aufbringen muss oder welche durch Spendengelder bezahlt werden.
 
«Hochwassertopf» des Soroptimist Club Interlaken*
Bereits kurz nach den gewaltigen Hochwasserschäden vom August 2005 hatte der Soroptimist Club Interlaken einen sogenannten Hochwassertopf eröffnete. Der Club Basel, der Friendship Club Dresden und die Schweizerische Union von SI, sowie der Club Interlaken selber brachten den stattlichen Betrag von 11 000 Franken zusammen.
Elsbeth Abegglen, Iseltwald
Dass es sehr schwierig sei, einen gerechten Verteilerschlüssel zu entwerfen, das lernten die «Sorores» in diesen Wochen und Monaten. Auch Peter Kolb, der Gemeindepräsident von Lütschental bestätigte dies auf ihre Anfrage hin. Ob es denn eine Option wäre, die Spende allen Bürgern zugute kommen zu lassen, wie eben beim Wiederaufbau des «Roten Brüggli», war eine seiner Fragen an die Klubpräsidentin. Das klare Ja, hinter dem der ganze Soroptimist Club Interlaken stand, war für den Entscheid verantwortlich
 
Symbolische Übergabe
Nach der symbolischen Übergabe des Geldbetrages vor dem Haus der Familie Kolb und einer kurzen geselligen Runde in deren Wohnstube, liess es sich Peter Kolb nicht nehmen, die Dreierdelegation der Sorores mit seinem Auto durch das ganze betroffene Gebiet von Lütschental zu fahren. Warum es nicht nur Monate sondern zwei bis drei Jahre dauern wird, bis das Dorf wieder einigermassen hergestellt sein wird, wurde bei seinen ausführlichen und kompetenten Erklärungen schnell klar. Viel Leid, viele Emotionen, aber auch enorm viel Wille und Durchhaltevermögen klang aus seinen Worten. Nicht alle Auflagen und Vorschriften machen Sinn, seiner Meinung nach. So dürfen zum Beispiel die Steine, welche hinten beim Schiessstand liegen, nicht für die Verbauungen im Bachbett benutzt werden, da sie bleihaltig seien. Nichtsdestotrotz – alle wollen vorwärtsgehen, vorwärtsschauen und das Tempo beibehalten.

* Soroptimist Club: Serviceclub berufstätiger Frauen – Frauen, die das Beste wollen; lateinische Wortverbindung aus soror = Schwestern und optima = das Optimale).


Herausgegeben von Peter Schmid, Freier Journalist, Kreuzlistrasse 244, CH-3852 Ringgenberg / Redaktionsstube Ringgenberg Telefon +41 33 821 10 61 und Fax +41 33 82110 64 / Mobile +41 79 427 45 78 / Postcheckkonto 40-71882-7
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