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Sonntag 23. April 2006



Max und Erika Schneider
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Ringgenberg-Goldswil am Brienzersee
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Ringgenberg und Niederried: Fusion der beiden Verkehrsvereine
Nach dem Verkehrsverein Niederried ist auch in Ringgenberg einer Fusion der beiden Verkehrsvereine zugestimmt worden: An der 96. Hauptversammlung des Verkehrsvereins Ringgenberg-Goldswil genehmigten auch die 25 anwesenden Mitglieder – rückwirkend auf 1. Januar 2006 – den Zusammenschluss der beiden Verkehrsvereine.
Am Vorstandstisch (von links nach rechts): Hanspeter Oberli. Vereinspräsidentin Edith Abegglen, Verkehrsbüroleiterin Regula Müller und ihr Mitarbeiter Simon Weiler. (Bild Dora Schmid-Zürcher)

Dank der Fusion hat nun der neue Verein Ringgenberg- Goldswil- Niederried im Budget 2006 den Betrag von 25 000 Franken mehr zur Verfügung. Der Vorstand des Verkehrsvereins Ringgenberg -Goldswil siehe auch Verkehrsverein Ringgenberg-Goldswil unter neuer Leitung vom Samstag, 23. April 2005 – hatte bereits an der letztjährigen Hauptversammlung den Auftrag bekommen, die Fusion vorzubereiten. Unterdessen wurden die Fusionsverträge vorbereitet und von Niederried bereits unterzeichnet. Darin wird auch festgehalten, dass alle Aktiven – 26 182 Franken – ins Vermögen von Ringgenberg-Goldswil übergehen.
Dora Schmid-Zürcher, Ringgenberg
Der Badeplatz, der dem Verkehrsverein Niederried gehört hatte – siehe auch Niederried: Gemeinde übernimmt den Badeplatz vom Montag 23. Mai 2005 – wurde von der Gemeinde Niederried übernommen, da der Verkehrsverein Ringgenberg-Goldswil keine Liegenschaften besitzen will. Da es sich dabei aber um eine touristische Einrichtung handelt, werden 25 Prozent der Kurtaxen aus Niederried für die Pflege und den Unterhalt des Badeplatzes durch die Gemeinde, abgerechnet. Ein Betrag von 8500 Franken wurde reserviert um die Reparaturen des vom Hochwasser beschädigten Badeplatzes zu finanzieren. Die Kurtaxenabrechnung läuft bereit seit 1. März 2006 über das Verkehrsbüro Ringgenberg.

Der von der Gemeinde Niederried übernomme Badeplatz in der Seematte. (Archivbild zvg)

Derweil ein neuer Vereinsname noch nicht gefunden werden konnte, wird der neue Verkehrsverein zurzeit Verkehrsverein Ringgenberg-Goldswil-
Niederried genannt. Einige kleinere Anpassungen in den Statuten wurden mit dem Ersetzen des Wortes Fremdenverkehr durch Tourismus vorgenommen und die Zahl der Vorstandsmitglieder – neben dem Vereinspräsidenten und dem Vizepräsidenten – auf vier bis zehn festgelegt, wobei der Gemeinderat Ringgenberg mit einem Sitz vertreten ist und Niederried ein bis zwei Vertreter stellen kann.

Bruno Stanek in Ringgenberg
In ihrem Jahresbericht erwähnte Verkehrsbüroleiterin Regula Müller unter anderem einen versuchten Einbruch ins Verkehrsbüro und erinnerte an Schäden durch Wasser und zuletzt durch einen Schuss aus einem Luftgewehr. Im weiteren zeigte sie sich erfreut über das grosse Interesse am Vortrag mit dem Weltraumexperten Bruno Stanek – siehe auch Stanek-Vortrag in Ringgenberg: «Der Mars lockt!» vom Samstag 23. April 2005 – und die zum Teil gut besuchten Folkloreabende.

Rechnung 2005
Die Rechnung des Verkehrsvereins Ringgenberg-Goldswil schliesst mit einem Verlust von 3220 Franken ab. Bei den Kurtaxenabgaben der Hotels war eine grosse Einbusse zu verzeichnen, die Zahlungen an Interlaken Tourismus seien höher geworden und aus Sicherheits- und Kapazitätsgründen hätten neue Computer angeschafft werden mussten.

Etwas weniger Logiernächte
In der Statistik der Logiernächte erscheint ein Minus von 1,1 Prozent, wobei aus der Schweiz 13, aus Deutschland 21 und aus Amerika 9 Prozent weniger Gäste da waren, doch hätten die Besucher aus England um 20, aus Indien um 12 und aus Holland um 14 Prozent zugenommen. Es zeichne sich immer deutlicher ab, dass in Ringgenberg und Goldswil vermehrt Gäste abstiegen, die ein wenig abseits des Rummels logieren wollen, aber doch die Nähe von Interlaken schätzen. Die Umfrage, die der Verkehrsverein im Strandbad Burgseeli durchgeführt hat, zeigte, dass 90 Prozent mit dem Angebot, der Freundlichkeit und der Sauberkeit im Strandbad zufrieden waren. Die Kinder wünschten sich eine lange Wasserrutschbahn, doch lassen die Finanzen und der Naturschutz eine Verwirklichung nicht zu.

Naturstrandbad Burgseeli mit Gewinn
Die Rechnung des Naturstrandbades Burgseeli schliesst bei Einnahmen von 67 228 Franken mit einem Gewinn von 3486 Franken ab. Als neue Attraktion im Gästeprogramm wird die Kirche- und Burgführung mit dem alt Siegristen Hanspeter Eggler die Sommerausstellung über die Burgkirche Ringgenberg und den Lombachalpausflug mit Besichtigung einer Käserei genannt. Speziell erwähnt wurde auch, dass am 10. Juni im Rahmen einer gesamtschweizerischen Vollmond-Wandernacht in Zusammenarbeit der Tourismusorte Wilderswil, Bönigen und Ringgenberg eine Vollmondwanderung von Wilderswil nach Goldswil organisiert und in der Nacht zirka um zwei Uhr früh im Strandbad Burgseeli bei einer Bratwurst abgeschlossen wird.

Tourismusförderungsabgabe
Die Präsidentin des Verkehrsvereins Ringgenberg-Goldswil-Niederried, Edith Abegglen, erläuterte die Tourismusförderungsabgabe (TFA), die gesetzlich regelt, dass jeder Betrieb seinen Anteil entrichten muss. Bereits heute bezahlen viele Gewerbetreibende ihren Beitrag, einzelne jedoch gar nichts. Mit dieser Abgabe sei der Verteiler viel gerechter. Die Einnahmen seien tourismusmarketinggebunden und würden in erster Linie dem Internetauftritt, gemeinsamen Prospekten und so weiter zugutekommen. Der Vorstand des Vereins bat deshalb die Versammlung, die TFA zu unterstützen. Vorstandmitglied Hanspeter Oberli ergänzte aus der Sicht des Gewerbeverbandes, dass die Berechnungen an die umliegenden Gemeinden angepasst wurden und dass zu den bis heute bezahlten Einnahmen aus Gewerbebetrieben von zirka 16 000 Franken zusätzlich 5000 bis 6000 Franken dazukommen werden.
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