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Feuerwehr, BLS und SBB arbeiten enger zusammen

Auf dem Normalspurnetz der BLS AG und der SBB kommen künftig Einsatzkräfte der Bahnen und der Feuerwehr-Bahnstützpunkte gemeinsam zum Einsatz. Mit einer Professionalisierung der SBB-Betriebswehr beschleunigen sich die Interventionszeiten. Die Leistungsvereinbarungen zwischen der BLS AG, der SBB, dem Kanton Bern und den beteiligten Feuerwehren konnte unterzeichnet werden.

aid. Mit der Inbetriebnahme der Neubaustrecke Mattstetten – Rothrist und der Fertigstellung des Lötschberg-Basistunnels per Ende 2007 breche für den bernischen Eisenbahnverkehr eine neue Epoche an, heisst es in einer Medienmitteilung. Eine besondere Herausforderung sei dabei der 34 Kilometer lange neue Lötschberg-Basistunnel. Um den strengen Vorgaben des Bundes an die Ersteller neuer Bahninfrastrukturen zu entsprechen, hätten bauliche und organisatorische Massnahmen umgesetzt werden müssen: «Technische Einrichtungen, insbesondere Fluchtwege, Fluchtstollen und Entlüftungssysteme sorgen für eine Begrenzung des Schadenausmasses; im Ereignisfall muss zudem sichergestellt sein, dass rasch professionelle Hilfe vor Ort ist.»

Die Betriebswehren der BLS AG und der SBB kämen bei Schadenereignissen auf dem Bahngebiet oder in dessen unmittelbarer Umgebung zum Einsatz, verlautet im weiteren: «Als Teil des Störungsmanagements tragen sie zur Rettung und zum raschen Beheben von Schäden bei, insbesondere auch auf schwer zugänglichen Streckenabschnitten wie in Tunneln und auf Brücken.» Im Kanton Bern erfüllten sie diese Aufgaben im Verbund mit den Feuerwehrleuten der neu bezeichneten Bahnstützpunkte.

Vor drei Jahren habe der Kanton Bern ein Projekt gestartet, das die Aufgabenzuweisung zwischen den Partnern des Bevölkerungsschutzes bei Bahnunfällen festlege und die konzeptionellen Grundlagen definiere, wird in der Medienmitteilung erinnert. Diese Arbeiten seien inzwischen abgeschlossen. Auch auf Seite der bernischen Feuerwehren seien die räumlichen und organisatorischen Zuständigkeiten für den Ersteinsatz auf dem Schienennetz abschliessend geklärt: «Mit den ausgehandelten Leistungsvereinbarungen geht per 1.  Januar 2007 eine Mitverantwortung für die erfolgreiche Ereignisbewältigung auf die vier Bahnstützpunkte Bern, Biel, Langenthal und Spiez-Frutigen der Feuerwehr über.»

Die Leistungsvereinbarungen regeln laut Medienmitteilung die Details der Zusammenarbeit. Die Feuerwehrleute der Bahnstützpunkte kämen zusammen mit den ausgebildeten Betriebswehrleuten der BLS AG oder SBB zum Einsatz und seien mehrheitlich auch in der Lage, die Besatzung der jeweiligen Lösch- und Rettungszüge bis zum Vollbestand zu ergänzen. Für die Intervention im Lötschberg-Basistunnel seien durch die BLS und SBB zwei Lösch- und Rettungszüge der neuesten Generation beschafft worden. Die Bahn stelle jeweils den Kommandanten des Lösch- und Rettungszugs sowie die bahnspezifischen Spezialisten: «Die Brandbekämpfung und Personenrettungen sowie der Einsatz bei Unfällen mit Gefahrengut obliegen primär den Feuerwehrleuten, die analog anderer Ereignisse eng mit der Sanität und der Polizei zusammenarbeiten; bei schweren Unfällen geht die Gesamteinsatzleitung ans kantonale Führungsorgan über.»
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