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Montag 4. Dezember 2006
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Meiringen: Postgarage soll neuer Standort der Feuerwehr werden

Der Gemeinderat von Meiringen will das Areal der Postgarage für 1,6 Millionen Franken kaufen und in den Gebäuden Feuerwehr und Ölwehr unterbringen. Der alte Standort beim Alpbach soll zugunsten des Wasserbauprojekts aufgegeben werden. Die Stimmbürger entscheiden Ende Januar 2007 an der Urne über dieses Geschäft.

pd/bns. Feuerwehr und Ölwehr sind zurzeit in zwei Gebäuden in unmittelbarer Nähe zum Alpbach untergebracht. Dieser Standort ist im Hinblick auf die Einsatzmöglichkeiten der Wehrdienste ungeeignet. Dieser Umstand hat sich verschiedentlich gezeigt, zuletzt und eindrücklich beim Hochwasser vom August 2005.
Gemeinderatspräsident Christoph Ammann, Meiringen
Der Gemeinderat hat das Problem längst erkannt und im Laufe der letzten Jahre verschiedene Ersatzstandorte geprüft. Die Abklärungen wurden im Jahr 2006 vorangetrieben und zu einem Ergebnis gebracht, weil es sich im Rahmen des Wasserbauprojekts Alpbach/Milibach rasch zeigte, dass die geplante Verkehrssituation den Handlungsspielraum der Feuerwehr noch weiter einschränken wird. Zudem steht das Feuerwehrgebäude einer optimalen Erschliessung der Wohnquartiere östlich des Alpbachs im Weg. Der Gemeinderat hat deshalb mit der Besitzerin der Postgarage Meiringen Verkaufsverhandlungen geführt und will das Areal mit sämtlichen Gebäuden für den Kaufpreis von 1,5 Millionen Franken erwerben. Das Feuerwehrgebäude an der Alpbachsstrasse soll zugunsten einer optimierten Verkehrserschliessung rückgebaut werden.

Autoverkehr Balmer AG bleibt
In einer ersten Etappe soll die Feuerwehr in das Hauptgebäude auf dem Areal der Postgarage umziehen. Die Garage soll weiterhin dem jetzigen Hauptmieter Autoverkehr Balmer AG zur Unterbringung der Reisecars und Postautos zur Verfügung stehen. Mittelfristig, das heisst innerhalb von drei bis fünf Jahren, soll auch die Ölwehr in den Gebäuden der Postgarage untergebracht werden. Die Umnutzung durch die Feuerwehr führt zu kleineren Anpassungen an den Gebäuden. Im Werkstattbereich müssen die elektrischen Leitungen und Anlagen auf die Bedürfnisse der Feuerwehr angepasst werden. Für den Unterhalt, die Lagerung und Benützung der Atemschutzgeräte sind kleinere Anpassungen an Sanitär- und Elektroanlagen nötig. Ausserdem muss der Aussenplatz besser beleuchtet werden (für Einsätze in der Nacht usw.). Die Funkanlage kann vom bestehenden Feuerwehrmagazin Alpbach übernommen und neu installiert werden. Die Kosten für diese Umbaumassnahmen belaufen sich auf total 90 000 Franken.

Finanziell tragbar – strategisch sinnvoll
Die Postgarage umfasst eine Gesamtfläche von total 4831 Quadratmeter. Auf dem Areal stehen vier Gebäude. Der amtliche Wert beträgt 2 875 230 Franken. Mit der schweizerischen Post konnte ein Kaufpreis von 1 500 000 Franken für das gesamte Areal ausgehandelt werden. Dazu kommen die Handänderungs- und Grundbuchgebühren, Handänderungssteuern sowie Vertragskosten des Kaufvertrags (Notar, Grundbuch und so weiter) von zirka 10 000 Franken. Bund und Kanton beteiligen sich an diesem Standortwechsel zugunsten des Wasserbaus mit einem Beitrag in der Höhe von zirka 100 000 Franken. Die Mietzinseinnahmen aus den vermieteten Räumlichkeiten betragen zurzeit 65 557 Franken. Die Investition muss zu einem Teil mit Fremdkapital finanziert werden. Sie ist im Finanzplan 2007 bis 2011 noch nicht enthalten. Investitionen und Folgekosten sind für die Gemeinde tragbar. Der Gemeinderat will mit diesem Kauf die Einsatzbedingungen der Feuerwehr verbessern und einen nachhaltigen Beitrag zum Hochwasserschutz und zur Erschliessung der Quartiere östlich des Alpbachs leisten. Er empfiehlt daher den Stimmbürgern, dem Geschäft im Januar an der Urne zuzustimmen.
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