pkb/bns. Erfahrungsgemäss würden in der Vorabendzeit während der Wintermonate vermehrt Einbruchdiebstähle begangen, wird in einer Medienmitteilung erinnert: «Die Täterschaft macht sich die Zeit, in welcher Wohnungsinhaber arbeits-, einkaufs- oder ferienbedingt abwesend sind zunutze.» Die polizeiliche Auswertung der Einbruchdelikte in der Vorabendzeit beispielsweise im Winterhalbjahr 2005/2006 stütze diese Erfahrungswerte der vergangenen Jahre. So seien im Winterhalbjahr 2005/06 in der Zeit zwischen 17 und 22 Uhr 108 Delikte in der Region Mittelland-Emmental-Oberaargau (ohne Stadt Bern) verübt. 32 Einbruchdelikte wurden in der Region Seeland/Berner Jura und deren 18 im Berner Oberland begangen worden. Mit 54 Dämmerungseinbrüchen stehe der Amtsbezirk Bern-Land an der Spitze der gefährdeten Gebiete, gefolgt von den Amtsbezirken Fraubrunnen (18) und Nidau (17). Im Amtsbezirk Thun seien in der Vorabendzeit 11 Einbruchdelikte registriert worden.
Die Auswertung hat laut der Medienmitteilung auch gezeigt, dass vor allem Parterrewohnungen und Einfamilienhäuser in grösseren Ortschaften und entlang dem Autobahnnetz betroffen waren.
Die Kantonspolizei Bern reagiert
«Die Kantonspolizei Bern reagiert auf diese Entwicklung ab Anfang November mit gezielten Schwerpunktaktionen in den gefährdeten Gebieten», heisst es in der Medienmitteilung. Sie werde folgende repressive Massnahmen treffen:
– Die sichtbare Präsenz der uniformierten Polizei wird erhöht.
– Zusätzlicher Einsatz von zivilen Fahrzeug- und Fusspatrouillen.
– Personen- und Fahrzeuge werden systematisch kontrolliert.
– Besonders kritische Quartiere werden überwacht.
Prävention
Flankierend zu den repressiven Massnahmen werde die Kantonspolizei auch in präventiver Hinsicht aktiv sein. So sollen beispielsweise vor Einkaufszentren, bei öffentlichen Anlässen und in Quartieren Merkblätter, Broschüren und Handzetteln mit Hinweisen zum Schutz vor Einbruchdiebstählen an die Bevölkerung abgegeben werden.
Verdächtige Wahrnehmungen sofort melden. Mit polizeilichen Massnahmen allein lassen sich Delikte wie Einschleiche- oder Einbruchdiebstähle nicht verhindern. Deshalb ist die Polizei auf die Mithilfe der Öffentlichkeit angewiesen und bittet deshalb die Bevölkerung, verdächtige Wahrnehmungen unverzüglich zu melden. Telefon 117 oder 112. Die Kantonspolizei Bern hat festgestellt, dass verdächtige Beobachtungen erfreulich rasch über die bekannten Notrufnummern gemeldet werden.
|