sth/bns. Ziel des Abfallunterrichts ist es laut einer Medienmitteilung, die Kinder und Jugendlichen für einen bewussten Umgang mit Abfällen und Ressourcen zu sensibilisieren: «Speziell ausgebildete, externe Lehrkräfte vermitteln an Thuner Kindergärten und Schulen spielerisch und stufengerecht den richtigen Umgang mit Abfällen und Ressourcen.» Dies sei das Ziel des in Thun im August lancierten und seit Anfang November durchgeführten Abfallunterrichts.
Das Angebot ist laut der Medienmitteilung im Auftrag des städtischen Tiefbauamtes von der Stiftung Pusch konzipiert worden: «Am Donnerstag wurde der für Thun neuartige Unterricht an einer Medienorientierung im Primarschulhaus Gotthelf der Öffentlichkeit vorgestellt; Thun ist im Kanton Bern die erste Stadt, die solche Lektionen anbietet.» Die Kinder und Jugendlichen lernten dabei, wie Abfall richtig getrennt und entsorgt werde, wie das Recycling funktioniere oder wie durch bewusstes Konsumieren Abfall vermieden werden kkönne. Zugleich setzten sich die Schüler mit Wertvorstellungen und Bedürfnissen unserer Gesellschaft auseinander. Ein wichtiger Aspekt sei auch die Sauberkeit im öffentlichen Raum: «Mit Rollenspielen, Geschichten und Diskussionen wird das Littering, das achtlose Wegwerfen oder Liegenlassen von Abfällen im öffentlichen Raum, thematisiert.»
Teilnehmen können nach Medieninformationen Kindergärteler, Schüler der zweiten und fünften Primarstufe sowie die der zweiten Oberstufe. Der Unterricht dauere im Kindergarten und in der Primarstufe jeweils zwei, auf der Oberstufe drei Lektionen. Erste Besuche der spezialisierten Lehrkräfte hätten Anfang November stattgefunden, Anmeldungen seien weiterhin möglich. Das Tiefbauamt der Stadt Thun finanziere den Abfallunterricht über die Kehrichtgrundgebühren. Für die Volksschule sei das Angebot deshalb kostenlos.
Schüler als Betroffene ansprechen «Mit dem Abfallunterricht verstärkt die Stadt Thun ihre Informationstätigkeit im Abfallbereich und setzt neben dem Abfallkalender und anderen Aktivitäten neu auf eine mündliche und handlungsorientierte Kommunikation», verlautet dazu im weiteren. Dies entspreche den Zielsetzungen des Abfallkonzeptes der Stadt Thun, welches die Schulkinder als wichtiges Zielpublikum nenne. Sie würden als Betroffene angesprochen und entwickeln ein Abfallbewusstsein, das sie im Alltag umsetzen können: «Dadurch tragen die Kinder und Jugendlichen die Abfallthematik zurück in ihre Familien und damit in breite Bevölkerungsschichten.» Amt für Bildung und Sport und AVAG unterstützen «Pusch» biete bereits seit Jahren in sieben Kantonen Abfallunterricht an, heisst es iu der Medienmitteilung: «Jährlich profitieren über 50 000 Kinder und Jugendliche von diesem Umweltbildungsangebot.» Die Einführung des Abfallunterrichtes werde vom Amt für Bildung und Sport der Stadt Thun unterstützt. Weitere Unterstützung erhalte das Projekt durch die AVAG (Abfallverwertungs AG). Sie biete den Schulklassen ab der Mittelstufe kostenlos professionell begleitete Besichtigungen der Kehrichtverbrennungsanlage Thun an.
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