Die IG Zelgstrasse, die Interessengemeinschaft der Anwohner der Zelgstrasse in Adelboden hat im vergangenen Jahr als Alternative zum Projekt «Ausbau Zelgstrasse» in enger Zusammenarbeit mit der Gemeinde eine Machbarkeitsstudie «Neue Hubelstrasse» ausarbeiten lassen. Jetzt geht es der IG Zelgstrasse darum mit der Internetseite zelgstrasse.ch die Bürger im Vorfeld der Gemeindeversammlung über die machbaren Alternativen zu informieren.
zelgstrasse.ch / zelgstrasse-adelboden.ch
Beat Steinegger, Bolligen und Christoph Keigel, Füllinsdorf
Kosten von zirka 3,5 Millionen Franken für eine unwesentliche Entlastung des Dorfkerns: Bei der Analyse der Unterlagen hebt die IG Zelgstrasse hervor, dass die geplante Entlastungsstrasse Zelgstrasse, wie diese jetzt den Bürgern an der Gemeindeversammlung zur Abstimmung vorgelegt wird, nur zu einer unwesentlichen Reduktion des Verkehrs auf der Dorfstrasse führen wird. Die vorgelegten Gutachten sprechen von einer Reduktion von durchschnittlich 900 Fahrzeugen pro Tag auf der Dorfstrasse bei täglichen Spitzenfrequenzen von weit über 3500 Fahrzeugen.
Die IG Zelgstrasse sieht es als ihr Ziel, eine demokratische Entscheidung ob eine Entlastungsstrasse grundsätzlich notwendig sei oder nicht, zu fordern. Ebenso verlangt sie, dass dem Bürger die Frage gestellt wird, ob die Zelgstrasse ausgebaut, die Hubelstrasse realisiert oder allenfalls eine Drittvariante in Betracht gezogen werden soll.
Von Seiten der Befürworter des Ausbaus der Zelgstrasse wird argumentiert, dass erst mit einer erschlossenen Zelgstrasse die Investoren für das Projekt Alpenbad gefunden werden können. Diese Meinung wird so auch vom Gemeinderat vertreten. Dem hält die IG Zelgstrasse entgegen, dass das Nevada-Areal über die Hubelmatte deutlich besser erschlossen würde und auch eine optimale Anbindung an das neue, geplante Eissportzentrum geschaffen werden könnte.
Ebenso wird unterstrichen, dass die Hubelstrasse – im Gegensatz zur Zelgstrasse – eine echte Entlastungsstrasse wäre, die allen Anforderungen an eine moderne Strasse gerecht würde. Mit der Entlastungsstrasse «Zelgstrasse» würde nämlich eine für den Fuss- und Skitourismus (Noro-Matte) und die Schulen in Adelboden wichtige, ruhige Strasse in eine mit hohem Verkehr belastete Strasse umgewandelt werden. Mit Befremden wurde zur Kenntnis genommen, dass die IG Zelgstrasse jahrelang einen konstruktiven Dialog mit den Gemeindebehörden pflegen konnte, seit kurzem aber nicht mehr als Gesprächspartner für die Entwicklung zukünftiger Projekte begrüsst wird.
Die Interessengemeinschaft Zelgstrasse Adelboden besteht seit dem Jahr 1995. Ihr gehören bisher mehrheitlich die Anwohner der Zelgstrasse in Adelboden an. Die IG hat zum Ziel, sich für eine langfristig nachhaltige Entwicklung der Gebiete rund um die Zelgstrasse einzusetzen. Ihre Mitglieder sind sowohl Einwohner von Adelboden als auch auswärtige Hausbesitzer.
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