Der Vorstand der alpenregion.ch Brienz – Meiringen – Hasliberg hat laut einer Medienmitteilung vom Freitag an seiner Sitzung vom 26. Oktober 2006 beschlossen, dass die verbliebenen Mitglieder per 1. Dezember 2006 ebenfalls zurücktreten: «Damit macht der Vorstand den Weg frei, für einen Neustart in der ‹alpenregion.ch›.» Gleichzeitig hoffe er aber auch, «dass die verschiedenen Kritikergruppen nun ihre Kandidatenlisten bekannt geben, damit sich die Vereinsmitglieder mit den Kandidatinnen und Kandidaten auseinandersetzen können».
Dieses Frühjahr habe ein Grossteil der Gemeinden und der grösseren Leistungsträger der «alpenregion.ch» zugesagt, bei Enjoy Switzerland, dem Qualitätsprogramm für Destinationen, aktiv und finanziell mitzumachen, wird in einer vorangegangenen Mitteilung an die Medien erinnert: «Dieses unseres Erachtens wichtige Projekt – weit bedeutsamer als die Touristinfo Meiringen – hätte nicht nur der Verbesserung der Gästequalität gedient, sondern durch die konkreten Projekte auch das Verständnis und die Zusammenarbeit innerhalb der ‹alpenregion.ch› massgeblich fördern können.» Nun müsse leider mitgeteilt werden, dass Schweiz Tourismus, das die oberste Projektleitung habe und das Projekt massgeblich finanziere, aufgrund der aktuellen Lage und der letzten ausserordentlichen. Hauptversammlung «Enjoy Switzerland» für die «alpenregion.ch» abgesagt habe: «Wir bedauern diesen – allerdings verständlichen – Entscheid sehr; wir hoffen, dass sich die Destination in zwei Jahren gefunden hat und der neugewählte Vorstand dann das Angebot von Schweiz Tourismus zum Mitmachen bei der dritten Staffel ‹Enjoy Switzerland› neu prüfen wird.»
Ein von Schweiz-Tourismus-Direktor Jürg Schmid mitunterzeichnetes Schreiben an «alpenregion.ch»-Direktor Marco Caluori hat folgenden Wortlaut:
«Am 3. Oktober 2006 durften wir an Ihrer ausserordentlichen Hauptversammlung in Unterbach teilnehmen und hatten auch Gelegenheit, unsere Herausforderungen im Schweizer Tourismus zu präsentieren.
Das veränderte Gästeverhalten, neue Buchungs- und Informationstechnologien, der Wunsch der Gäste nach multioptionalen Angeboten bedingen, dass wir unser Produkt in einem permanenten Verbesserungsprozess auf dessen Bedürfnisse ausrichten und optimieren, um im Markt konkurrenzfähig zu bleiben. Die konstruktive Zusammenarbeit aller Leistungsträger in einer Destination sowie deren Kooperationsbereitschaft sind die Schlüsselfaktoren für eine gastfreundliche Angebotsentwicklung und Vermarktung.
Ihr Entscheid in der zweiten Generation von ‹Enjoy Switzerland› mitzumachen und die Destination über den Qualitätsaspekt zu positionieren, freute uns sehr. Mit Interesse haben wir die jüngsten Entwicklungen in der alpenregion.ch in bezug auf die Destinationsbildung und Zusammenarbeit der wichtigsten touristischen Akteure verfolgt und erfahren, dass die Region noch in einem sehr intensiven Findungsprozess steckt. Diese Tatsache und das Ergebnis der Abstimmungen an der ausserordentlichen Hauptversammlung stimmen uns nachdenklich bezüglich Ihrer Teilnahme am Projekt ‹Enjoy Switzerland›. Unseres Erachtens wird sich der neukonstituierte Vorstand frühestens Anfang Januar 2007 mit dem Thema ‹Enjoy Switzerland› auseinandersetzen können und der Start für die Rekrutierung eines Projektleiters erfolgen. Mit den übrigen Enjoy-Orten, welche grösstenteils ihre Projektleiter und Projektteams evaluiert haben, sind wir gestartet und gehen im Januar 2007 in die operative Phase. Auf Grund unserer Einschätzung müssen wir davon ausgehen, dass sich bei der alpenregion.ch eine Startverzögerung von mindestens fünf Monaten ergeben wird. Bei einem komplexen Projekt mit einer Zeitdauer von lediglich zwei Jahren ist dies ein schwer aufzuholender Zeitverlust. Zudem verursacht dieser Rückstand bei uns einen nicht zu unterschätzenden Zusatzaufwand und vor allem geht ein wertvolles Enjoy-Kernziel, nämlich der konstruktive und nutzenbringende Austausch mit den anderen Projektpartnern, verloren.
Aus diesen erwähnten Gründen erachten wir eine Teilnahme der alpenregion.ch am Projekt ‹Enjoy Switzerland› von 2007 – 2008 als nicht sinnvoll. Sehr gerne und mit grosser Freude begrüssen wir Sie in der dritten Staffel von ‹Enjoy Switzerland› und halten Ihnen gerne eine garantierte Teilnahmemöglichkeit frei. In dieser Übergangszeit können wir Ihnen gerne auch unsere Prozess- und Informationsinstrumente wie z.B. unseren Leitfaden, zur Verfügung stellen. Wir danken Ihnen für Ihr Verständnis und wünschen Ihnen für die bevorstehenden Aufgaben und Neuorganisation alles Gute.»
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