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| Lötschbergbasistunnel: Versuchszug erreicht 230 km/h |
Ein lokomotivbespannter elektrischer Versuchszug hat am Dienstag im Lötschbergbasistunnel bei sogenannten Hochtastfahrten für den Funktionsnachweis von Fahrbahn und Fahrleitung die Abnahmegeschwindigkeit von 230 Kilometer pro Stunde erreicht.
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Die ersten elektrischen Versuchsfahrten im Lötschberg-Basistunnel haben in der Nacht auf Mittwoch 7. Juni 2006 stattgefunden. (Archivbild zvg)
Lokomotivbespannte Züge werden laut einer Medienmitteilung mit einer Betriebsgeschwindigkeit von 200 Kilometer pro Stunde (km/h) und Triebzüge bis zu 250 km/h im Lötschbergbasistunnel verkehren. Weitere Versuchsfahrten im ganzen Tunnel bis 280 km/h seien im Dezember 2006 geplant: «Die Inbetriebnahmearbeiten im Lötschbergbasistunnel verlaufen weiter nach Zeitplan; der Lötschbergbasistunnel wird im Dezember 2007 kommerziell in den Betrieb gehen.» Der Lötschbergbasistunnel wird nach Angaben des Bundesamtes für Verkehr (BAV) abschnittsweise für elektrische Versuchsfahrten freigegeben: Seit 6. Juni 2006 – siehe auch Erste Versuchsfahrten im Lötschberg-Basistunnel vom Mittwoch 7. Juni 2006 – sei ein rund neun Kilometer langer Versuchsabschnitt in der Südoströhre mit Zufahrtmöglichkeit ab und nach Visp für elektrische Versuchsfahrten bereit. Die Erstellergesellschaft BLS Alptransit AG habe nun termingerecht einen weiteren Abschnitt zur Freigabe ab 1. Oktober 2006 beantragt. Dieser umfasse die beiden Rhonebrücken, den doppelspurigen Tunnelabschnitt über die Weiche in Ferden bis in den einspurigen Tunnelabschnitt Mitte. Dies erlaube nun Fahrten auf einer Tunnellänge von rund 16 Kilometer und mit Geschwindigkeiten bis 160 km/h für alle Arten von Versuchsfahrten. Das BAV habe die entsprechende Freigabe am 29. September 2006 verfügt. Um vorgängig zu weiteren Versuchsfahrten die Funktionsfähigkeit der neuen Fahrleitung und der Fahrbahn nachzuweisen, verlautet im weiteren, seienin der Zeit vom 2. bis 4. Oktober 2006 Hochtastfahrten ab 120 bis 230 km/h mit Geschwindigkeitsstufen von 20 km/h durchgeführt. Am Dienstag erreichte erstmals ein elektrischer Versuchszug bespannt mit zwei Lokomotiven vom Typ Re 465 (BLS) respektive Re 460 (SBB) die maximale Abnahmegeschwindigkeit vom 230 km/h: «Trotz den besonderen aerodynamischen Verhältnissen im einspurigen Tunnel wurden bei den Kenngrössen, die das Zusammenwirken von Stromabnehmer-Fahrleitung beschreiben, keine unzulässigen Abweichungen festgestellt.» Lokomotivbespannte Züge sollen im späteren fahrplanmässigen Betrieb mit 200 und Triebzüge mit 250 km/h verkehren: «Weitere Versuchsfahrten auch mit Triebzügen werden ab Dezember 2006 im ganzen Tunnel mit Geschwindigkeiten bis 280 km/h für weitere Abnahmefahrten geplant.»
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