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Mitholztunnel wird für 18 bis 25 Millionen Franken instandgesetzt

Der Regierungsrat des Kantons Bern will den seit Sommer 2004 wegen Einsturzgefahr geschlossenen Lawinenschutztunnel Mitholz sanieren. Die Kosten werden auf 18 bis 25 Millionen Franken geschätzt. Für den Verkehr soll der Tunnel voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2009 wieder geöffnet werden.

Rund 170 000 Kubikmeter Material, die über dem Tunnel lagern, müssen abgetragen und das Tunnelgewölbe saniert und verstärkt werden. (Bild Peter Schmid)

aid/bns. Bereits vor den Sommerferien – siehe auch Regierungsrat befürwortet Instandsetzung vom Mittwoch 28. Juni 2006 – habe sich der Regierungsrat im Grundsatz für die Sanierung des seinerzeit mit Kosten von rund 17,6 Millionen Franken gebauten und im Herbst 2002 nach rund anderthalbjähriger Bauzeit eröffneten Lawinenschutztunnels Mitholz ausgesprochen, wird in einer Medienmitteilung erinnert: «Die in der Zwischenzeit bei einem Experten der ETH-Zürich eingeholte Zweitmeinung bestätigt die Machbarkeit und die Zweckmässigkeit des entsprechenden Vorprojekts.» Darauf basierend habe der Regierungsrat am Mittwoch einen Projektierungskredit von 750 000 Franken gesprochen. Für eine Sanierung des Tunnels habe sich auch die aus Vertretern der Region zusammengesetzte Begleitgruppe ausgesprochen, verlautet im weiteren. Denn nur ein Tunnel biete einen hundertprozentigen Schutz vor Lawinen. Die Alternative Umfahrungsstrasse wäre laut der Medienmitteilung ein Rückschritt gegenüber dem bestehenden Tunnel und nicht billiger. Der beschädigte Tunnel müsste aufgegeben und in einem komplizierten Bauverfahren aufgefüllt werden. Deshalb habe sich der Regierungsrat entschieden, den Tunnel zu sanieren. Das Vorprojekt sehe vor, dass zur Entlastung des Tunnels rund 170 000 Kubikmeter Schüttmaterial abgetragen werden. Danach werde das Tunnelgewölbe auf der gesamten Länge saniert und im beschädigten Bereich mit einer Innenschale aus Beton verstärkt. Das abgetragene Material soll grösstenteils auf der Ostseite des Tunnels abgelagert werden: «Besondere Rücksicht wird darauf genommen, dass möglichst keine ökologisch wertvollen Flächen tangiert werden.» Material, das die Voraussetzungen für eine Ablagerung vor Ort nicht erfülle, müsste in einer speziellen Deponie im Unterland eingelagert werden. Im Rahmen der Notmassnahmen zur Sicherung des Tunnels seien bereits rund 35 000 Kubikmeter Material abgetragen worden: «Der Notabtrag konnte letzte Woche, und damit früher als geplant, abgeschlossen werden.»

Die Gesamtkosten für die Sanierung des Tunnels werden laut Medienmitteilung abhängig von den Transport- und Deponiekosten zwischen 18 und 25 Millionen Franken liegen: «Darüber, wer diese Kosten letztlich tragen wird, werden die Gerichte entscheiden.» Sofern keine Verzögerungen durch Einsprachen im Strassenplanerlassverfahren oder unvorhergesehene Ereignisse eintreten, könne der Tunnel voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2009 in Betrieb genommen werden.

Der mit Kosten von rund 17,6 Millionen Franken gebaute und im Herbst 2002 nach rund anderthalbjähriger Bauzeit eröffnete Strassentunnel – siehe auch Bericht Sichere Zufahrt nach Kandersteg auch im Winter vom Freitag 25. Oktober 2002 – war im Sommer 2004 gesperrt worden. In der Mitte des Lawinenschutztunnels Mitholz auf der Strasse nach Kandersteg waren am 16. Juli 2004 Risse im Gewölbe festgestellt worden.
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