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September 2006
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Arbeitsmarkt im August 2006: Schwieriger Berufseinstieg

Die Zahl der Arbeitslosen im Kanton Bern ist im August 2006 um 202 auf 11 675 Personen (Schweiz +1349 auf 123 074) gestiegen. Grund für die Zunahme sind die Studien- und Lehrabgänger, die noch keine Stelle zum Berufseinstieg gefunden haben. Die Arbeitslosenquote verharrte bei 2,2 Prozent (Schweiz unverändert 3,1 Prozent).

aid/sc/bns. Die Zahl der Arbeitslosen älter als 25 Jahre bleibt rückläufig. Die Zahl der Stellensuchenden nahm um 99 auf 18 444 zu. Landesweit waren Ende August 2006 nach den Erhebungen des Staatssekretariates für Wirtschaft 123 074 Arbeitslose bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) eingeschrieben, 1349 mehr als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote verharrte bei 3,1 Prozent im Berichtsmonat. Es wurden insgesamt 186 654 Stellensuchende registriert, 282 weniger als im Vormonat. Die Zahl der bei den RAV gemeldeten offenen Stellen erhöhte sich um 253 auf 11 782.

In 16 von 26 bernischen Amtsbezirken – siehe auch August-Tabelle – stieg die Zahl der Arbeitslosen. Die höchste Quote verzeichnete der Amtsbezirk Moutier mit 3,2 Prozent, gefolgt von Bern und Biel mit je 3,1 Prozent. Am niedrigsten lag die Quote im Amtsbezirk Oberhasli mit 0,7 Prozent.

Bei den Männern stieg die Zahl der im Kanton Bern arbeitslos Gemeldeten um 22 auf 5698 (+0,4 Prozent), bei den Frauen um 180 (+3,1 Prozent) auf 5977. Bei den Ausbildungsabgängern nahm die Zahl mit 748 (+200) Lehrlingen sowie 442 Schülern und Studenten (+21) zu. Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Situation jedoch entspannt, die Arbeitslosigkeit ist für beide Gruppen deutlich zurückgegangen (2005: 899 beziehungsweise 493 Personen). Während in der Altergruppe der 15- bis 24jährigen eine Zunahme erfolgte (+342 auf 2637 Personen), nahm in den anderen Altersgruppen die Zahl weiterhin deutlich ab. Zugenommen hat die Arbeitslosigkeit insbesondere im Bereich Immobilien, Vermietung, Informatik (mit Personalverleih) mit 80 auf 1451 sowie das Gastgewerbe mit 54 auf 1390 Personen. Die schlechten Wetterbedingungen dürften dabei eine Rolle gespielt haben. Insgesamt profitierte der Arbeitsmarkt von den besseren wirtschaftlichen Bedingungen. Mit 8077 Personen waren 159 Schweizer mehr arbeitslos als im Vormonat. Bei den Ausländern stieg die Zahl um 43 auf 3598.

Von den 18 444 Stellensuchenden (+99 oder +0,5 Prozent) gingen 3863 Personen (–79) einer bezahlten Arbeit im Sinne eines Zwischenverdienstes nach. 1089 Personen (9) nahmen an einem Beschäftigungsprogramm teil und 355 (+49) aller Stellensuchenden absolvierten eine Weiterbildung beziehungsweise Umschulung, die länger als einen Monat dauerte. Gemessen am Total der Stellensuchenden waren 20,9 Prozent (Vormonat 21,5) in einem Zwischenverdienst. 5,9 Prozent (6,0) absolvierten ein Beschäftigungsprogramm und 1,9 Prozent (1,7) eine Weiterbildung.
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