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Dienstag 12. September 2006
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September 2006
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Jungfraubahn Holding AG: Halbjahresabschluss per 30. Juni 2006

Erneut hat die Jungfraubahn Holding AG einen Halbjahresgewinn von beinahe sieben Millionen Franken erzielt. Das Rekordergebnis aus dem ersten Semester des Vorjahres wurde dabei laut Aktionärsbrief um 0,4 Millionen Franken verfehlt.

Im ersten Halbjahr besuchten 232 405 Gäste das Jungfraujoch. Damit konnten noch einmal 5,2 Prozent Ankünfte zugelegt werden. Bild: Eine Komposition der Jungfraubahn auf der Kleinen Scheidegg vor der winterlichen Eigernordwand. (Archivbild Dora Schmid-Zürcher)

Das operative Ergebnis (EBIT) per 30. Juni 2006 beträgt 9,1 Millionen Franken, was einer EBIT-Marge von 15,4 Prozent entspricht. Beim Verkehrsertrag liegt die Jungfraubahn Holding AG aus folgenden Gründen um 1,5 Millionen Franken hinter dem ausgezeichneten Vorjahresergebnis zurück:
 Die Hälfte des Rückgangs entfällt auf den Wintersport. Leider wiederholte sich die günstige Wetterlage vom Vorjahr nicht. Zudem ist zu beachten, dass im Jahr 2005 der Anteil der Jungfraubahnen an den Skifahrertagen der Region «Jungfrau-Winter» wegen einem längeren Betriebsunterbruch bei der Schilthornbahn über dem üblichen Rahmen lag.
 Rund 0,6 Millionen Franken weniger konnte den Jungfraubahnen aus den gesamtschweizerischen Einnahmen aus dem Verkauf von Halbtaxabonnementen ausbezahlt werden. Die Höhe ihres Anteils an diesem Pool könnten die Jungfraubahnen nur marginal beeinflussen: «Wir partizipieren am Erfolg respektive Misserfolg der gesamten im direkten Verkehr verbundenen Branche.»
 Wegen dem Neubau der Seilbahn Lauterbrunnen–Grütschalp ist die Bergbahn Lauterbrunnen–Mürren bis im Dezember 2006 eingestellt. Der durch diesen Betriebsunterbruch bedingte Ertragsrückgang von 0,34 Millionen Franken ist einmalig und im erwarteten Rahmen. 

Im ersten Halbjahr besuchten 232 000 Gäste das als wichtigstes Ausflugsziel bezeichnete Jungfraujoch – Top of Europe: Das sind im Durchschnitt fast 1300 Personen pro Tag. Damit habe noch einmal um 5,2 Prozent zugelegt werden können. Nachfolgend eine Zusammenstellung der Besucherzahlen unserer meistbesuchten Ausflugsziele:

2006

2005

Veränderung

Jungfraujoch – Top of Europe (Berg an)

232 405

220 971

+5,2 Prozent

Kleine Scheidegg (Frequenzen Wengernalpbahn (WAB)

1 258 226

1 282 935

–1,9 Prozent

Grindelwald-First (Tal ab)

311 135

332 321

–6,4 Prozent

Positiv haben sich die Erträge der Nebengeschäfte entwickelt: Als besonders erfreulich wird im Aktionärsbrief der um 20,9 Prozent gesteigerte Energieumsatz bezeichnet. Die umgebaute und modernisierte Wehranlage habe ihre Tauglichkeit endgültig unter Beweis gestellt: «Ebenfalls zugelegt haben die Top-of- Europe-Souvenirshops, wobei neben dem Umsatz auch die Marge gesteigert werden konnte.»

Geschäftsjahr 2006
Für die zweite Hälfte des laufenden Jahres wird im Aktionärsbrief auf drei Punkte hingewiesen:
  Die sehr hohen Besucherzahlen während der lange anhaltenden Schönwetter- und Hitzeperiode im Juli werden unser Ergebnis positiv beeinflussen. Die Frequenzzunahmen lagen durchwegs im zweistelligen Prozentbereich.
  Kälte und Nässe beeinflussten die Nachfrage im August eher negativ. Dies ist jedoch in keiner Art und Weise mit den Folgen des Unwetters vom 22./23. August 2005 zu vergleichen. Von namhaften Betriebsunterbrüchen durch Naturgewalten, geschweige denn von einem Grossereignis wie im Vorjahr sind die Jungfraubahnen verschont geblieben.
  Wegen der vorübergehenden Stillegung der Bergbahn Lauterbrunnen–Mürren AG wird ein weiterer Einnahmenausfall zusätzlich zu kompensieren sein. Dabei handelt es sich jedoch um einen einmaligen Effekt, der im Hinblick auf die zukünftige Entwicklung so einkalkuliert worden ist.

Neubau Seilbahn Lauterbrunnen–Grütschalp

Wie bereits erwähnt, wird bei der Bergbahn LauterbrunnenMürren AG derzeit gebaut: «Wir erstellen dort eine Luftseilbahn, die im kombinierten Personen- und Güterverkehr ihresgleichen vergeblich sucht.» Zusammen mit 100 Passagieren können auf jeder Fahrt zusätzlich 6 Tonnen Güter transportiert werden. Die Grosskabine (Gesamtgewicht 26,2 Tonnen) wird die 685 Höhenmeter von Lauterbrunnen bis zur Umsteige- und Umladestation Grütschalp in nur 224 Sekunden überwinden. Sowohl bezüglich Komfort für die Passagiere als auch bezüglich Fahrplanstabilität sowie Betriebsorganisation rechnen die Jungfraubahnen mit einem grossen Fortschritt. So werde beispielsweise mit einer Betriebskostenersparnis von 500 000 Franken pro Jahr gerechnet. Die umfangreichen Arbeiten an diesem 23-Millionen-Franken-Projekt verliefen bislang nach Terminplan und im Rahmen der Kostenvoranschläge. Die Eröffnung der neuen Mürrenbahn werde am 16. Dezember, gerade rechtzeitig zu Beginn der Winterhochsaison 2006/2007 erfolgen.

Generalversammlung am 14. Mai 2007. Die nächste ordentliche Generalversammlung der Aktionäre der Jungfraubahn Holding AG findet laut dem von Verwaltungsratspräsident Thomas Bieger und dem Geschäftsleitungsvorsitzenden Walter Steuri unterzeichneten Aktionärsbrief.am Montag 14. Mai 2007 in Interlaken statt.
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