pd/bns. damit ist laut einer Medienmitteilung ein weiterer wichtiger Schritt für den Bau und die Inbetriebnahme des Tropenhauses in Frutigen gemacht worden. Das Projekt Tropenhaus mit Aquakultur Frutigen soll das rund 20 Grad Celsius warme Bergwasser aus dem Lötschberg-Basistunnel für die Zucht von wärmeliebenden Fischen und tropischen Pflanzen beziehungsweise Früchten nutzen. Zudem würden über einen Nahwärmeverbund Gebäude im Bahnhofquartier Frutigen beheizt. Das unter Beachtung der Umweltschutzauflagen abgekühlte Wasser soll in die Engstlige beziehungsweise die Kander eingeleitet werden: «Die Umweltauflagen bezwecken den Schutz der Kander als Laichgewässer für die aus dem Thunersee aufsteigenden Seeforellen.»
Im Rahmen eines von der Kommission für Technische Innovation des Staatssekretariates für Wirtschaft mitfinanzierten Pilotprojektes untersuche die Tropenhaus Frutigen AG seit einem Jahr in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Fisch und Wildtiermedizin der Universität Bern die Eignung des Bergwassers für die Aufzucht von Stören, verlautet im weiteren. Die bisherigen Ergebnisse seien positiv: «Der Pilotversuch dient dazu, Grundlagen für eine Biozertifizierung der Störzucht zu erarbeiten, praktische Erfahrungen für den Betrieb zu sammeln und das zukünftige Personal zu schulen.»
Die Produktion von rund 65 Tonnen Fisch pro Jahr und rund 20 bis 40 Tonnen tropischen Früchten erfolgt laut Medienmitteilung nach den Grundsätzen eines nachhaltigen Biolandbaus in einer Polykultur mit möglichst geschlossenen Nährstoffkreisläufen. Neben der Produktion sei ein Publikumsbereich vorgesehen, welcher interessierten Besuchern und Konsumenten Einblick in die Produktion, Verarbeitung und Veredelung der Produkte geben werde. Im Gastronomiebereich sollen die Besucher zudem die Produkte aus Störfleisch und tropischen Früchten kosten können: «Dem Projekt kommt eine wichtige Funktion in einem zukünftigen Tourismusangebot des Berner Oberlandes und der Destination Lötschberg zu. Im Rahmen eines Regioplus-Projektes wird die Tropenhaus Frutigen AG Möglichkeiten zur Steigerung der regionalen Wertschöpfung definieren; im Zentrum stehen insbesondere die Futtermittelproduktion, der Tourismus und die regionale Gastronomie.»
Das Projekt Tropenhaus erfordere Investitionen von rund 15 Millionen Franken, geht aus der Mitteilung im weiteren hervor. Die Tropenhaus Frutigen AG als Träger habe bis heute rund zwei Millionen Franken für die Projektentwicklung bereitgestellt: «Die Finanzierung wird durch private Investoren, Bankdarlehen, Beiträge von strategischen Partnern und ein Darlehen der Wirtschaftsförderung des Kantons Bern sichergestellt.» Gegen Ende 2006 werde die Tropenhaus Frutigen AG das Baugesuch einreichen; die Inbetriebnahme des Tropenhauses erfolgt voraussichtlich Ende 2007.»
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