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Donnerstag, 12. August 2004
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Projekt Mélisande – weltgrösstes Bild an der Grimsel

Pierre Mettraux kann die Staumauer Räterichsboden bemalen

kwo/bns. Was als Vision begonnen hat, soll nun Wirklichkeit werden: Die Bewilligung für die Bemalung der Staumauer Räterichsboden an der Grimsel durch den Burgdorfer Künstler Pierre Mettraux ist eingetroffen. Die eidgenössischen und kantonalen Instanzen kommen laut einer Medienmitteilung in ihrem Bewilligungsbericht zum Schluss, dass das Projekt welches sich in einer Landschaft von nationaler Bedeutung befinde, mit den Naturschutzzielen vereinbar sei.

Die in den Jahren 1948 bis 1950 erbaute 450 Meter breite Staumauer Räterichsboden an der Grimsel soll sich bis Herbst 2005 in einem grün-blauen «Melisande»-Erscheinungsbild präsentieren. (Archivbild Peter Schmid)

Das Projekt von Pierre Mettraux sieht laut Medienmitteilung vor, die luftseitige, geneigte Oberfläche der Staumauer Räterichsboden zu bemalen. Mit einer Fläche von 15'000 Quadratmeter würde das grösste je von Menschenhand erschaffene Bild mit dem Titel «Mélisande» entstehen. Die Figur «Mélisande», eine auch aus der Oper «Pelleas und Mélisande» bekannte weibliche Wasserschönheit stamme ursprünglich aus einer altflämischen Sage. Für die Umsetzung des Projektes soll ein Trägerverein gegründet werden. Die Kraftwerke Oberhasli AG (KWO) als Eigentümer der Staumauer Räterichsboden unterstütze das Projekt ideell und materiell. In den nächsten Monaten gelte es weitere Fragen zu klären sowie die Organisation und Finanzierung des Projektes sicherzustellen: «Gemäss dem Initianten Pierre Mettraux soll das Projekt im Herbst 2005 abgeschlossen werden.» Pierre Mettraux, gelernter Grafiker und ehemaliger Schuhdesigner für Bally, lebe und arbeite heute in Heimiswil bei Burgdorf. Seit dem Jahr 1992 arbeite er als freischaffender Künstler: «Bekannt wurde er unter anderem mit Projekten für die Expo 02, die Stadt Bern (Riesenostereier) und Burgdorf (Art in Nature).» Weitere Informationen zu dem Projekt sind nach KWO-Angaben unter www.melisande.ch publiziert.

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