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Dienstag, 25. Mai 2004
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Der Bahnhof Brienz als zentrale Anlaufstelle
ds/pvr. Mit dem Umzug der Touristinformation Brienz-Axalp in das Bahnhofgebäude Brienz ist ein neues Dienstleistungszentrum entstanden. Dank der Zusammenarbeit zwischen der Brünigbahn und der Tourismusorganisation «alpenregion.ch» sollen Synergien genutzt werden: Vor allem die Öffnungszeiten können grosszügiger gestaltet werden, als wenn beide am bisherigen Standort verblieben wären.
Das neue Informationsbüro im Bahnhofgebäude Brienz. (Bilder Dora und Peter Schmid)
Die Brünigbahn – die einzige Meterspurstrecke der SBB – und die «alpenregion.ch» empfangen nach ihren Angaben seit Ende April die Touristen, die Feriengäste, die Bahnreisenden sowie die einheimische Bevölkerung im freundlich umgebauten Bahnhof. «Dank der Zusammenarbeit werden Synergien genutzt, so dass die Öffnungszeiten saisonal abgestimmt und vor allem im Sommer grosszügiger gestaltet werden können», verlautete am Montag an einer Medienorientierung in Brienz. Die «alpenregion.ch» und die Brünigbahn betreiben nach diesen Informationen ihre Geschäfte grundsätzlich selbständig weiter, wobei bei Abwesenheit eines Partners der andere die wichtigsten Aufgaben übernehme – vor allem im Winter und zu Tagesrandzeiten.
SBB-Schalter im Bahnhof Brienz.
Die Öffnungszeiten könnten deshalb grosszügiger gestaltet werden als wenn beide am bisherigen Standort verblieben wären, verlautete dazu im weiteren. Die saisonalen Frequenzen bestimmten die Schalteröffnungszeiten massgebend mit. So würden die Öffnungszeiten wie folgt festgelegt. April bis Juni: Montag bis Freitag 7.45 bis 12.00 und 14.00 bis 18.00 Uhr, Samstag 8.30 bis 12.00 und 14.00 bis 17.30 Uhr. Sonntag geschlossen. – Juli bis Oktober: Täglich von 7.45 bis 18.00 Uhr. – November bis März: Montag bis Freitag 7.45 bis 12.00 und 14.00 bis 18.00 Uhr, Samstag/Sonntag geschlossen. Diese Öffnungszeiten seien nur möglich dank dem gemeinsamen Personaleinsatz und der gegenseitigen Unterstützung, hiess es im weiteren. Die Mitarbeiter seien weitergebildet worden, so dass die Kunden bestmöglich betreut werden könnten: «Zudem wird die Zusammenarbeit dank den gemachten Erfahrungen laufend verbessert.» Die bisherige Angebotspalette beider Partner bleibe deshalb erhalten, wobei gewisse Dienstleistungen nicht jederzeit sofort erhältlich seien. Zum Beispiel würden internationale Fahrausweise durch Mitarbeiter der «alpenregion.ch» beim Bahnhof Meiringen bestellt, falls sie alleine anwesend seien. Die «alpenregion.ch» und die Brünigbahn seien überzeugt, dass sie trotz wirtschaftlichem Druck den Kunden optimale Dienstleistungen anbieten könnten.
Der Umbau des Bahnhofplatzes, des Busbahnhofs und der Gleisanlagen soll am Samstag, 10. Juli 2004 mit einem Fest eingeweiht werden.
Ab 12. Dezember 2004 häufiger nach Interlaken und Meiringen
Am 12. Dezember 2004 stehe ein grosser Fahrplanwechsel vor der Tür, wurde im weiteren erinnert. Die Brünigbahn erhöhe das Fahrplanangebot um rund einen Viertel, wobei sich die gewohnten Abfahrtszeiten komplett änderten. Brienz profitiere von einigen Neuerungen:
– Neben Schnellzügen sollen auch stündliche Regionalzüge nach Interlaken Ost und Meiringen verkehren (eine kleine Lücke am Morgen bleibt bestehen)
– Sehr gute Anschlüsse nach Bern, ob mit Schnellzügen oder Regionalzügen.
– Gute Anschlüsse der Regionalzüge an/von BOB in Interlaken .
– Einsatz von neuen klimatisierten Niederflur-Fahrzeugen (SPATZ) im Regionalverkehr.
Partnerschaftliche Zusammenarbeit auf dem Bahnhof Brienz. Von links nach rechts: Simon Rimle, Leiter Marketing und Verkauf SBB, Gemeinderat Peter Zumbrunn, Brienz, Katrin Lüthi, Direktorin «alpenregion.ch», Geri Hunziker Mitarbeiter Bahnhof Brienz, Caroline Scheller, Bürochefin Tourismusbüro Brienz-Axalp und Ernst Schiess, Leiter Verkauf Meiringen/Brienz.
Dem Bericht Regionalverkehr ab 12. Dezember 2004 (PDF-Datei 521 Kilobyte) – siehe auch Fahrplanentwurf 2005 kann online abgefragt werden vom Freitag, 14. Mai 2004 ist unter anderem zu entnehmen, dass auf der Brüniglinie neu stündlich Regionalzüge Meiringen–Interlaken Ost von Montag bis Samstag (exkl. Meiringen ab 09.39 Uhr und Interlaken Ost ab 10.51 Uhr) verkehren; zweistündliche Regionalzüge am Sonntag. An weiteren Neuerungen auf der Strecke Luzern–Brünig–Interlaken Ost sind unter anderem aufgeführt: Erster direkter IR Luzern ab 5.37 Uhr bis Interlaken an 7.50 Uhr und stündliche Regionalzüge Meiringen–Interlaken Ost von Montag bis Samstag (exkl. Meiringen ab 9.39 Uhr und Interlaken Ost ab 10.51 Uhr) sowie der Einsatz der neuen Schmalspur-Panorama-Triebzugkompositionen «SPATZ». Für den Einsatz auf den Adhäsionsstrecken zwischen Luzern und Giswil sowie Meiringen und Interlaken Ost – siehe auch Neue Niederflur-Talpendelzüge für die Brünigbahn bestellt vom Dienstag, 5. November 2002 – waren zehn Kompositionen eines neuen Schmalspur-Panorama-Triebzuges (SPATZ) bestellt worden. Gebaut werden die Meterspur-Niederflurzüge nach SBB-Angaben von der Stadler Altenrhein AG: «Das Auftragsvolumen beläuft sich auf rund 62 Millionen Franken.» Die Auslieferung soll Ende 2004 beginnen.
Ab 12. Dezember verkehren auf der Brüniglinie neu stündlich Regionalzüge Meiringen – Interlaken Ost von Montag bis Samstag (exkl. Meiringen ab 09.39 Uhr und Interlaken Ost ab 10.51 Uhr); zweistündliche Regionalzüge am Sonntag.
Umbau Bahnhofplatz, Busbahnhof und Aussenanlage
Der Umbau des Bahnhofplatzes, des Busbahnhofs und der mit Hochperrons versehenen Gleisanlagen – siehe auch – siehe auch Neugestaltung des Brienzer Bahnhofareals und Uferwegsanierung vom Freitag, 21. März 2003 und Gemeindeabstimmungen in Brienz: Dreimal Ja und einmal Nein vom 18. Mai 2003 – soll bis Ende Juni 2004 abgeschlossen sein. Alle Anlagen seien rollstuhlgängig und kinderwagentauglich angelegt. In die Park-and-Ride-Anlage Ost sollen zirka zwei Kurzzeitparkplätze integriert werden. Die Gemeinde Brienz, die Brünigbahn und die «alpenregion.ch» laden zum Einweihungsfest am Samstag, 10. Juli 2004 die gesamte Bevölkerung ein.
Bis Ende Juni sollen die Umbauarbeiten im Bahnhof Brienz abgeschlossen sein.
Im Mai 2001 habe die Brünigbahn über die Fernsteuerung der gesamten Brünigstrecke durch den Bahnhof Meiringen informiert, verlautete im weiteren. Diese sei inzwischen umgesetzt – siehe auch Fernsteuerzentrum Meiringen der Brünigbahn in Betrieb vom Dienstag, 8. April 2003 – und habe zur Folge gehabt, dass die kommerzielle Bedienung aller Bahnhöfe zwischen Luzern und Interlaken Ost genau überprüft worden sei: «Dabei suchten die Verantwortlichen kompetente Partner, mit denen sie gemeinsam den Bahnhof Brienz betreuen könnten; nach ersten Gesprächen mit der «alpenregion.ch» drängte sich eine Zusammenarbeit im Bahnhof Brienz richtiggehend auf.» Die saisonale Belastung im Sommer beziehungsweise die geringe Nachfrage im Winter wurde als typisch bezeichnet – sei es für die «alpenregion.ch» wie auch für die Brünigbahn im Bahnhof Brienz: «Die Dienstleistungen werden in einem ähnlichen Segment angeboten und die Kunden sind deshalb teilweise sogar identisch; zudem ist der Bahnhof die zentrale Anlaufstelle, um so mehr wenn der Umbau der Bahnhofsumgebung mit Perronanlagen und Bahnhofplatz abgeschlossen sein wird.»
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