Berner Oberland News
Unabhängige laufend aktualisierte Internet-Zeitung für das Berner Oberland

Ihr Ferien- und Seminarhotel in Interlaken

wo Patientinnen und Patienten
auch Gäste sind
Popnet Spiez
Ihr Internet-Provider
im Berner Oberland
Für Ausflüge und
Extrafahrten
Donnerstag, 15 . April 2004
zurück zur aktuellen Frontseite

Ringgenberger Planetenmodelle für Bruno Staneks Planetenlexikon

ds/S. An mehreren Modellstandorten des Planetenweges Ringgenberg-Goldswil hat der Weltraumexperte Bruno Stanek gestern Mittwoch Videoaufnahmen als Rohmaterial für das seit dem Jahr 1995 von ihm herausgegebene und seither bereits viermal aktualisierte und erweiterte Planetenlexikon gemacht.

Videoaufnahmen auf dem Parkplatz bei der Kirche Ringgenberg: Das Betonmodell der Sonne mit dem Weltraumexperten Bruno Stanek, hinter der Kamera seine Frau Erika. (Bilder Dora Schmid-Zürcher)

Neben Videoaufnahmen als Rohmaterial für multimediale Erläuterungen aus der Astronomie für eine neue Auflage von Bruno Staneks DVD-Planetenlexikon machte am Mittwoch der von seiner Frau Erika unterstützte Weltraumexperte in Ringgenberg-Goldswil auch passende Hintergrundfotos. Die Landschaft um den im Jahr 1987 eröffneten Planetenweg Ringgenberg-Goldswil mit schöner Aussicht auf See und verschneite Berge gab nach Staneks Einschätzung hiefür eine prächtige Kulisse ab. Die im Planetenlexikon verwendete Präsentationstechnik mit Bildern, passenden Videofenstern oder gelegenlich auch nur Hintergrundton zu Bildern oder seine bereits als legendär geltenden Astrotrickfilme hat Stanek nach eigenen Angaben als Mathematiker mit 40jähriger Programmiererfahrung selber entwickelt. Stanek bemerkte in einem Gespräch mit der Internetzeitung «Berner Oberland News», dass solche seltenen Tage für Aussenaufnahmen eine willkommene Abwechslung zur Siebentagewoche am Computer darstellten und vor allem in so schöner Umgebung trotz aller Arbeit als kleiner Ferienaufenthalt bezeichnet werden könnten.

Hans Zurbuchen (links im Bild), als damaliger Leiter des Verkehrsbüros Ringgenberg-Goldwil seinerzeit Hauptinitiant des Planetenweges, stand dem Weltraumexperten Bruno Stanek (rechts) bei den Aufnahmearbeiten auf dem Parkplatz bei der Kirche Ringgenberg mit Hinweisen zur Seite.

Als besonderen Höhepunkt an diesem Tag im Berner Oberland – erste Beziehungen zur Region hatte Stanek bei der Eröffnung des Mysteryparks im Mai vergangenen Jahres – siehe auch Mysterypark in Interlaken eröffnet vom Samstag, 24. Mai 2003 – geknüpft – bezeichnete er eine Begegnung von gestern Mittwoch mit Hans Zurbuchen: Damals Leiter des Verkehrsbüros Ringgenberg-Goldswil hatte Zurbuchen in den 1980er Jahren die Idee zu einem Planetenweg; dieser wurde dann vom Verkehrsverein Ringgenberg-Goldswil realisiert und vom Lotteriefonds, der Raiffeisenbank Ringgenberg-Goldswil finanziell unterstützt und von den Berner Wanderwegen projektiert. – Weitere Informationen über den Planetenweg siehe unter anderem Kleinere Modelle auf dem Planetenweg erneuert vom Donnerstag, 19. Juli 2001.

Neuauflage des Planetenlexikon

Als vollkommen neu für die nächste Auflage des Planetenlexikons stellt Stanek im weiteren ein virtuelles Interview mit dem Autor in Aussicht, bei dem diesem Fragen gestellt werden stellen könnten – und viel mehr Antworten soll es auch weit über den Inhalt des Lexikoninhalt hinaus geben. Bisher habe es je vier Auflagen des Planetenlexikons auf CD gegeben und auf DVD seien das Planetenlexikon 2002, das Raumfahrtlexikon 2002 sowie das Raumfahrtlexikon 2004 erschienen. Für wissenschaftlich/astronomisch Interessierte stelle schon das DVD-Planetenlexikon 2002 mit siebenfachem CD-Inhalt mit rund 1900 Einzelakten das bislang kompletteste Angebot auf dem Markt dar: Lexikontexte, Fotos, seltene Videos, fünf weitere Stunden Projektbilder, Animationen, interaktive Simulationen, Panoramen, Quiz. Alles in allem eine gründliche Weiterbearbeitung der seinerzeit bei Hallwag erschienenen Buchauflage – mit allen Erfahrungen des Autors aus nahezu vier Jahrzehnten Computerprogrammierung, Weltraumberichterstattung in unzähligen Fernseh- und Radiosendungen, Vorträgen und einem Dutzend Sachbüchern. Stanek will insbesondere die astronautische Fortsetzung der bewährten und fast schon legendären astronomischen Animationen des Planetenlexikons. Dazu kämen neue interaktive Simulationen und eine raffinierte Datenbank zur bemannten Raumfahrt sowie eine Fundgrube an Hintergrundinformationen im Teil «Irdisches zur DVD». Die bewährten astronomischen Animationen des Planetenlexikons würden durch ganz neue Bilder und Grafiken im Format bis 1024 mal 768 Bildpunkte über Marsmeteoriten und Ablenkung von Planetoiden ergänzt. Dazu kämen neue interaktive Simulationen zur Abschätzung der Chance von Leben im Universum sowie eine Fundgrube an Hintergrundinformationen im Teil «Irdisches zur CD». Neu sind laut Stanek mit fast fünf Stunden Video auch historische Livesendungen aus der Zeit der Mondexpeditionen, der ersten Shuttleflüge und so weiter – eine ergänzende Sammlung von vielen bis heute verschollene TV-Dokumenten, hier von Apollo 13, 14 und 17.

Der Planet Saturn beim Fahrverbot für den Fussweg am Aareufer in der Eyen in Goldswil ist im Modell 1427 Meter – in Wirklichkeit sind es 1427 Millionen Kilometer – von Sonne entfernt, deren Modell bei der Kirche in Ringgenberg steht. – Bild: Bruno Staneks Frau Erika (links) und Beonews-Mitarbeiterin Dora Schmid am Mittwoch bei den Video- und Fotoaufnahmen. (Bild Bruno Stanek).

Neben 1100 Bildern mit einer für die Darstellung am Bildschirm hohen Auflösungen finden sich nach Angaben von Bruno Stanek in seinem neuen Planetenlexikon 132 Gemälde des Space-Art-Pioniers Ludek Pesek, neue Animationen mit ausführlichen Sprechlegenden, verfeinerte und vereinfachte Ablaufsteuerung sowie das Neueste zu «Wasser auf Mars» mit Funkbildern der Sonde «Odyssey 2001» über unsere Nachbarwelt. Als Novum bezeichnet Stanek eine zwölfminütige multimediale Grosspräsentation von Rätselhaftem auf den Planeten: «Die umfangreiche Animation zu den Marsrundflügen von 2001 bis 2025 wurde durch ganze Bildsequenzen über das Geschehen auf dem Roten Planeten ergänzt.»

Das Betonmodell der Sonne – Durchmesser 1,4 Meter – steht neben dem Parkplatz bei der Kirche Ringgenberg.

Ringgenberg – Zentrum unseres Sonnensystems

Die Gemeinde Ringgenberg mit ihren rund 2500 Einwohnern und den schmucken Holzhäusern ist nicht etwa der Nabel der Welt, sondern – wenigstens im Massstab eins zu einer Milliarde – vielmehr das Zentrum unseres Sonnensystems: Der Planetenweg Ringgenberg-Goldswil – mit einer Betonkugel als Modell der Sonne im Zentrum beim Parkplatz unterhalb der Burgkirche – ist in seiner Art wohl einzigartig und ausserdem das in die schönste Landschaft eingebettete Freilichtmodell. Die massstabgetreuen Modelle entlang des Planetenweges stehen in östlicher und westlicher Richtung in ebenfalls massstabgetreuer durchschnittlicher Entfernung ihrer Bahn um die Sonne. Wer von der Weissenau am oberen Ende des Thunersees bis nach Oberried am Brienzersee in normalem Wandertempo die ganze Strecke zurücklegt – das heisst den Durchmesser der Umlaufbahn von Pluto, dem äussersten Planeten unseres Sonnensystems, abschreitet – würde sich in Wirklichkeit mit etwa fünffacher Lichtgeschwindigkeit (etwa 1,5 Millionen Kilometer pro Sekunde) bewegen und dabei nicht zwölf, sondern zwölf Milliarden Kilometer zurücklegen! Vom Betonmodell der Sonne in Ringgenberg mit einem Durchmesser rund 1,4 Meter (in Wirklichkeit 1,4 Millionen Kilometer) bis zum innersten Planeten Merkur – ein gerade einmal 5 Millimeter (4850 Kilometer) kleines Kügelchen – sind es nur ein paar Dutzend Meter (46 bis 70 Millionen Kilometer). Bescheiden wird der Mensch auch angesichts des Modells von Erde und Mond: Ein paar Schritte weiter, nämlich 150 Meter beziehungsweise 150'000'000 Kilometer von der Sonne entfernt, trifft er auf ein Kügelchen mit 13 Millimeter (12'756 Kilometer) Durchmesser. Nur etwa 38 Zentimeter (384'400 Kilometer) weiter ist auf einer Doppelhalterung unser Mond angebracht.
Aktuelle Frontpage Berner Oberland News (www.beo-news.ch)
Archiv vom 4. Mai 1996 bis Ende des vergangenen Monats

Herausgegeben von Peter Schmid, Freier Journalist, Kreuzli, CH-3852 Ringgenberg
Redaktionsstube Ringgenberg Telefon +41 33 821 10 61 und Fax +41 33 82110 64
Mobile  +41 79 427 45 78 / Wohnung privat +41 33 821 10 60 / Postcheckkonto 40-71882-7

Zurück an den Seitenanfang


Hier könnte auch ein
Werbebanner
mit Link zu Ihrem Internetauftritt stehen!
***

E-Mail:
info@beo-news.ch


Leserbriefe an die Berner Oberland News sowie Anfragen für Werbebanner und für Bilder in druckfähiger Auflösung 
Ferienwohnung in Ringgenberg

Nur etwa drei Kilometer vom weltbekannten Berner Oberländer Tourismuszentrum Interlaken entfernt vermieten im idyllischen Dorf Ringgenberg Adolf und Lisbeth Imboden-Amacher im Kreuzli eine schöne Ferienwohnung.


Ringgenberg-Goldswil am Brienzersee mit seinem idyllischen Burgseeli ein idealer Ferienort.