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Freitag, 3. Dezember 2004
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Überbauung «Seepark» Iseltwald: Ideenwettbewerb abgeschlossen

ds/pvr. Aus einem Ideenwettbewerb für die gelante Überbauung «Seepark» in Iseltwald ist das «Forum 4 AG für Architektur Interlaken» neben zwei Mitbewerbern als Sieger hervorgegangen.

Auf dem Areal des seit Anfang der 1990er Jahre geschlossenen Hotels Bernahof und auf angrenzenden Parzellen in Iseltwald am Brienzersee soll eine neue Wohnüberbauung mit Seeanstoss und bester Erschliessung entstehen. (Bilder Dora Schmid-Zürcher)

In der geplanten Überbauung «Seepark» sind nach Angaben des Interlakner Unternehmers Niklaus Haug im Dorfteil Schönbüel zwischen den früheren Hotels Bären und Bernahof sowie auf den dahinterliegenden Grundstücken an die 40 Miet- und Eigentumswohnungen jeder Grösse vorgesehen. Auf einer Fläche von insgesamt 4400 Quadratmeter seien auf dem «Bernahof»-Areal und angrenzenden Parzellen fünf Neubauten mit insgesamt 36 Eigentumswohnungen als Feriendomizil, Miet- und günstige Eigentumswohnungen für Einheimische, die Restaurierung des einstigen Hotels «Bären» mit fünf Wohnungen und Restaurant, sowie Hafenbar, Pier, Sundeck, Bootshafen, Restaurant, Laden, Bootsplätze Pool und Parkanlage geplant. Zudem wolle die Gemeinde Iseltwald – siehe auch Neues Leben aus Iseltwalder Hotelruinen in Sicht vom Donnerstag, 30. September 2004 – ab Frühjahr 2005 den Dorfplatz nachhaltig umgestalten und verschönern. Für die Sanierung des Dorfplatzes und die Neugestaltung des Dorfzentrums von Iseltwald hat die Gemeindeversammlung heute Freitagabend, 3. Dezember 2003 – siehe auch Iseltwald: Voranschlag, Ersatzwahl und Kredite vom Freitag, 5. November 2004 – über einen Kredit von 190'000 Franken zu befinden. Im weiteren soll der Uferweg in Richtung Bönigen ausgebaut werden.

Präsentation des «Seepark»-Modells. Von links nach rechts: Der Immobilientreuhänder Benjamin Hofstetter, Iseltwalds Gemeindepräsident Fritz Abegglen, Ortsplaner Kasimir Lohner, Architekt Martin Otth vom Siegerteam «Forum 4 AG für Architektur» und Projektleiter Niklaus Haug.

Das frühere Hotel und Personalhaus Bären mit Baujahr 1908 soll sorgfältig mit allen historischen Details restauriert werden und darin seien Wohnungen mit modernem Komfort vorgesehen, verlautete im weiteren. Demgegenüber werde das seit Anfang der 1990er Jahre geschlossene und während Jahren zum Verkauf ausgeschriebene Hotel Bernahof – siehe auch Iseltwalder Hotelneubau lässt weiter auf sich warten vom Montag, 17. März 1997 – abgerissen. Auf dem ganzen Grundstück wie auch auf den angrenzenden Parzellen – insgesamt rund 4400 Quadratmeter – sollen verschiedene Neubauten realisiert werden. Nach dem Abschluss des Ideenwettbewerbs habe nun die Gemeindeversammlung über eine Überbauungsordnung mit Sonderbauvorschriften abzustimmen. Die Parzellen lägen heute teilweise in der Hotelzone und in der Zone W2. Nach erfolgreicher Genehmigung der Sonderbauvorschriften beziehungsweise Umzonung in eine Wohn- und Gewerbezone aller Grundstücke durch die zuständigen kantonalen Ämter und des Souveräns von Iseltwald soll das eigentliche Baubewilligungsverfahren durchgeführt werden. Projektleiter Niklaus Haug hatte bereits bei der ersten Präsentation des Projektes einen Zeithorizont von zwei Jahren genannt. Bei genügenden Verkäufen der Einheiten sollen anschliessend die Bauten erstellt werden.

An der Präsentation der Ergebnisse des Ideenwettbewerbs in Iseltwald wurde darauf hingewiesen, dass das denkmalpflegerisch geschützte Hotel Bären mit Baujahr 1908 fachmännisch restauriert werde. Das Dorfbild von Iseltwald werde mit dem Projekt stark geprägt: «Wir sind uns der Verantwortung für das Ortsbild bewusst und tragen dem einmaligen Charakter des Fischerdorfes Sorge.» Der Dorfplatz werde erweitert und neu gestaltet. Die kleine Parkanlage mit Kinderspielplatz, Sitzbänken, Platz für Veranstaltungen, Bühne soll der Treffpunkt des Dorfes werden. Diese Investition der Gemeinde Iseltwald werde durch das Projekt «Seepark» ergänzt. Der Dorfplatz werde von den angrenzenden Gebäuden schon heute auf der West-, Nord- und Ostseite abgeschlossen: «Das Projekt ‹Seepark› schliesst die Lücke auf der Südseite.

Die fünfköpfige Jury des Ideenwettbewerbs setzte sich wie folgt zusammen: Felix Hofstetter, Bankleiter der Ersparniskasse des Amtsbezirks Interlaken (EKI), Gemeindepräsident Fritz Abegglen, Ortsplaner Kasimir Lohner, Gemeindeschreiber Kurt Kormann, Projektleiter Niklaus Haug und Immobilientreuhänder Benjamin Hofstetter. Als Sieger «nach Punkten gemäss Wettbewerbsvertrag» wurde das Forum 4 AG für Architektur Interlaken – verantwortliche Architekten Thomas Ammann und Martin Otth – ermittelt. Ebenfalls am Ideenwettbewerb beteiligt hatten sich die HMS AG, Architektur und Planung Unterseen sowie Lengacher, Althaus und Althaus Architekten Interlaken.

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