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Montag, 13. Dezember 2004
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Start zur S-Bahn Bern 2005 geglückt
bls/bns. Der von langer Hand vorbereitete Fahrplanwechsel ist im Espace Mittelland reibungslos verlaufen, und die neue S-Bahn Bern startete nach Angaben der BLS Lötschbergbahn ohne nennenswerte Probleme.
Der Fahrplanwechsel vom Sonntag früh habe für die BLS eine besondere Herausforderung bedeutet: «Die Übernahme mehrerer S-Bahn-Linien der SBB und damit die Verantwortung für das Gros der S-Bahn Bern wie auch die Einführung der Regionalexpress-Linie von Bern via Langnau–Schüpfheim nach Luzern sind reibungslos verlaufen; alle Fahrzeuge funktionierten einwandfrei.» Auch das Trennen und Vereinigen von Zugskompositionen der S5 in wenigen Minuten in Kerzers habe auf Anhieb geklappt, wurde am Sonntagnachmittag in einer ersten Bilanz festgehalten. Mit einer NINA der S3 auf ihrer Fahrt von Bern nach Biel habe am Sonntagmorgen um 5.32 Uhr erstmals ein fahrplanmässiger Zug an der neuen S-Bahn-Haltestelle Bern-Wankdorf gehalten. Die auch von den Bussen von Bernmobil erschlossene Station werde von rund 280 S-Bahn-Zügen pro Tag bedient.
Im Bahnhof Bern hatte laut Medienmitteilung Mathias Tromp, Vorsitzender der Geschäftsleitung der BLS, am frühen Morgen von Benedikt Weibel, CEO der SBB, per Handschlag die Leistungen auf den stark frequentierten S-Bahn-Linien S1 (Thun–Münsingen–Bern–Freiburg/Laupen) und S3 (Thun–Belp–Bern–Biel) sowie den Regionalexpress übernommen, der neu stündlich Bern via Emmental und Entlebuch mit Luzern verbinde: «Im Gegenzug übergab er Weibel symbolisch den Fernverkehr auf der Lötschbergstrecke und nach Interlaken. Dieser Leistungstausch zwischen BLS und SBB beinhalte unter anderem den bereits in den beiden letzten Jahren schrittweise vollzogenen Wechsel von Lokomotiv- und Zugbegleitpersonal sowie die Übernahme der Werkstätte Aebimatt in Bern mit über hundert Arbeitsplätzen durch die BLS. Dazu komme der Tausch von Rollmaterial. Die BLS – siehe auch Fahrplanwechsel: Am Sonntag beginnt der Tausch von Rollmaterial vom Freitag, 3. Dezember 2004 – habe der SBB ihre Intercitywagen vom Typ EW IV verkauft und von den SBB im Gegenzug deren gesamte Flotte an klimatisierten Einheitswagen EW III für den Einsatz in den Regionalxpresszügen von Bern Richtung Langnau–Luzern sowie Kerzers–Neuchâtel gekauft.
Mit dieser Arrondierung von Leistungen sind laut Medienmitteilung die zentralen Punkte der Basisvereinbarung SBB/BLS vom 15. Mai 2001 erfüllt: «Die BLS gewinnt mit dem heutigen Tag an Gewicht und Profil.» Sie steigere im neuen Fahrplanjahr ihre Leistungen, gemessen in Zugskilometern, um rund 60 Prozent, sie empfange neu 28 statt bisher 18 Millionen Fahrgäste und sie beschäftige neu rund 410 Lokomotivführer (im Mai 2001 seien es noch 220 gewesen): «Die BLS erbringt neu 80 Prozent der Normalspur-Zugskilometer der S-Bahn Bern, womit im Bahnhof Bern mehr BLS-Züge ein- und ausfahren werden als SBB-Züge.»
Um für diesen Leistungsausbau gewappnet zu sein, habe die BLS rund 260 Millionen Franken in die Erweiterung und Modernisierung ihres Fahrzeugparks investiert. Deren Rückgrat seien nun 36 dreiteilige Niederflur-Nahverkehrszüge NINA. Im weitern seien 16 der bewährten RBDe-Triebzüge mit einem neuentwickelten Niederflur-Gelenkwagen «Jumbo» ausgerüstet worden: «Damit ist die gesamte S-Bahn-Flotte niederflurig, was schweizweit erstmalig ist.» Auch infrastrukturseitig habe die BLS zielgerichtete Investitionen von rund 120 Millionen getätigt: «Drei Doppelspurabschnitte zwischen Bern und Belp werden mithelfen, trotz der steigenden Zahl von Zügen die Verspätungen zu minimieren.» Viele Stationen hätten neue Perronanlagen erhalten, welche das Ein- und Aussteigen einfacher und sicherer machten.
Herausgegeben von Peter Schmid, Freier Journalist, Kreuzli, CH-3852 Ringgenberg
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