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Freitag, 3. Dezember 2004
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Andreas Moor und Hans Willi neu im Hasliberger Gemeinderat

Andreas Moor und Hans Willi heissen die neuen Mitglieder im Hasliberger Gemeinderat. Hans Wehren schaffte die Wiederwahl ohne Probleme. Den Sachgeschäften stimmte die Gemeindeversammlung vom Donnerstag, 2. Dezember 2004 diskussionslos zu.

Die Gemeinderatswahlen in der Gemeinde Hasliberg endeten mit einer Überraschung. Die 163 Stimmberechtigten brachen das ungeschriebene Gesetz, wonach immer je zwei Vertreter aus den drei Dörfern Reuti, Goldern/Wasserwendi und Hohfluh dem Gemeinderat angehören sollten. Als Ersatz für die beiden zurücktretenden Andreas Lötscher und Samuel Nägeli wählte die Versammlung neu Andreas Moor mit 102 und Hans Willi mit 98 Stimmen in den Gemeinderat. Die zwei neuen Gemeinderäte wohnen in Wasserwendi.
Gemeindeschreiber Menk Blatter, Hasliberg
Die Kandidaten von Reuti, Res Huber und Susi Fähle, ereichten 77 und 61 Stimmen und wurden nicht gewählt. Damit verfügt die Gemeindemitte nun über drei Sitze, während Reuti nur noch mit einem Sitz im Gemeinderat vertreten ist. Der bisherige Hans Wehren, Hohlfuh, schaffte die Wiederwahl mit 127 Stimmen ohne Probleme.

Voranschlag 2005

Keine hohen Wellen warfen die Sachgeschäfte. Der von Monika Wehren vorgestellte Voranschlag 2005 – siehe auch Gemeindeversammlungsvorschau Hasliberg: Gemeinderatswahlen und Voranschlag vom Donnerstag, 25. November 2004 – rechnet mit einem Ausgabenüberschuss von 61'490 Franken. Dieser kann mit dem Eigenkapital, das rund eine Million Franken beträgt, gedeckt werden. Die Steueranlage bleibt bei 2,04. Im nächsten Jahr werden gemäss Investitionsvoranschlag 1,32 Millionen Franken investiert. Der grösste Teil davon entfällt mit 750'000 Franken auf die Wasserversorgung, im Bereich Gemeindestrassen betragen die Investitionen 470'000 Franken. Im nächsten Jahr soll auch die Planung eines Badesees in Angriff genommen werden, dafür sind im Investitionsvoranschlag 30'000 Franken vorgesehen.

Reservoirneubau

Für 2,5 Millionen Franken werden im Erlimad ein neues Reservoir gebaut und die nötigen Zu- und Ableitungen erstellt. «Wir haben genügend Wasser, nur leider am falschen Ort», begründete der abtretende Gemeinderat Andreas Lötscher das grosse Bauvorhaben. Die bestehenden Reservoirs liegen derart ungünstig, dass in den Ferienhauszonen Hag und Halti ungenügende Druckverhältnisse bestehen. Auch die Speichervolumen für Brauch- und Löschwasser genügen den heutigen Anforderungen nicht mehr. Das Wasser wird von den bestehenden Fassungen von Balisalp ins neue Reservoir Erlimad geleitet. Dieses weist ein Fassungsvolumen von 800 Kubikmeter auf. «Der Wasserverbrauch ist grossen Schwankungen unterworfen, wir müssen unsere Bauten aber auf Spitzenbelastungen ausrichten», erklärte Lötscher der Versammlung. Mit dem Reservoirneubau kann die Versorgungssicherheit wesentlich verbessert werden. Da die Wasserversorgung über kein Eigenkapital verfügt, müssen die Investitionen mit Fremdkapital finanziert werden. Trotzdem soll dieses Bauvorhaben keine Gebührenerhöhung zur Folge haben. Es ist vorgesehen, mit den Bauarbeiten im nächsten Jahr anzufangen. Offenbar waren auch die Stimmberechtigten davon überzeugt, dass diese grosse Investition notwendig ist. Einstimmig und ohne Wortbegehren stimmten sie dem Baukredit zu.

Verschiedenes

Ab 1. Januar 2005 wird die Schulkommission die Aufgaben im Kindergartenwesen übernehmen. Mit der Aufhebung des Kindergartenreglements wurde dazu die rechtliche Voraussetzung geschaffen.

Bei der Prüfung der Jahresrechnung bemerkte die Revisionsstelle, dass für die Auszahlung von Beiträgen für die Schulzahnpflege eine rechtliche Grundlage fehlt. Mit dem von Gemeinderätin Hanni Neiger vorgestellten Schulzahnpflegereglement wird dieser Mangel nun behoben.

Otto Wyss dankte am Schluss der Versammlung den abtretenden Gemeinderäten Andreas Lötscher und Samuel Nägeli für ihre geleisteten Dienste. Verabschiedet wurde auch Martin Heimann, der nach fast 24jähriger Tätigkeit in der Werkgruppe in die Privatwirtschaft wechselt.
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